<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765</id><updated>2012-02-16T02:52:20.631-08:00</updated><category term='Happy End'/><category term='Augenblick'/><category term='Triebe'/><category term='Fisherman‘s Wharf'/><category term='Idee'/><category term='Gold'/><category term='Liebe'/><category term='Frisco'/><category term='Leistungssport'/><category term='Sozial'/><category term='Pazifik'/><category term='Hiebe'/><category term='London'/><category term='Alltag'/><category term='Lebenskünstler'/><category term='Liebesleid'/><category term='Langusten'/><category term='Chablis'/><category term='Drama'/><category term='Chemiecocktail'/><category term='Linz'/><category term='Kummer'/><category term='Einsamkeit'/><category term='Fieber'/><category term='Freude'/><category term='Effetto Venezia'/><category term='Glück'/><category term='Bretagne'/><category term='Sex'/><category term='Das Chaos'/><category term='Paris'/><category term='sun'/><category term='Kalifornien'/><category term='Familie'/><category term='Reise'/><category term='Jugend'/><category term='Gipfel'/><category term='Sorgen'/><category term='Seele'/><category term='Bank. Pazifik'/><category term='Charme'/><category term='Kunst'/><category term='Biarritz'/><category term='Fest'/><category term='Kreuzfahrt'/><category term='Diva'/><category term='Flaschenpost'/><category term='Qual'/><category term='amore'/><category term='Leidneschaft'/><category term='Königing'/><category term='Sizilien'/><category term='Ostern'/><category term='Eifersucht'/><category term='Herz'/><category term='Leidenschaft'/><category term='Amor'/><category term='Feuer'/><category term='Geld'/><category term='Leben'/><category term='Zukunft'/><category term='Erfolg'/><category term='Chemie'/><category term='Sonne'/><category term='Livorno'/><category term='Ghirardelli Square'/><category term='Blüte'/><category term='Blume'/><category term='Italien'/><category term='Gemeinschaft'/><category term='Morgen'/><category term='Rose'/><category term='Moment'/><category term='Evolution'/><category term='Schicksal'/><category term='Tod'/><category term='Aphrodite'/><category term='Love'/><category term='Neid'/><category term='Lifestyle'/><category term='Trauer'/><category term='Schönheit'/><category term='Toskana'/><category term='Hoffnung'/><category term='Treue'/><category term='Alter'/><category term='Leben; Traum'/><category term='Tau'/><category term='Schmerz'/><category term='Bernard Bonvivant'/><category term='Gefühle'/><title type='text'>Liebe-Leidenschaft-Glück</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>25</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-7824979063210912650</id><published>2011-05-07T00:45:00.000-07:00</published><updated>2011-05-07T00:47:07.017-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Linz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidneschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lifestyle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Chaos'/><title type='text'>Liebe, Leidenschaft und Glück in Linz</title><content type='html'>&lt;h3 class="post-title entry-title"&gt; &lt;a href="http://bonvivant-literatur.blogspot.com/2010/08/liebe-leidenschaft-und-gluck-in-linz.html"&gt;Liebe, Leidenschaft und Glück in Linz&lt;/a&gt; &lt;/h3&gt; &lt;div class="post-header"&gt;  &lt;/div&gt;  Manuela und Franz sind an diesem Samstagvormittag unterwegs um ihren Wochenendeinkauf zu tätigen.&lt;br /&gt;Manuela  arbeitet am Krankenhaus in Linz als Stationsärztin. Franz ist Ingenieur  und arbeitet bei einem größeren Ingenieurbüro, ebenfalls in Linz.&lt;br /&gt;Und  Linz? Linz liegt in Oberösterreich hat mehr Arbeitnehmer als Einwohner  und ist sozusagen ein Jobmotor. Außerdem finden hier das Leben und die  Liebe genauso statt, wie auf jedem anderen Flecken dieser Erde.&lt;br /&gt;Manuela  bleibt vor einer Boutique stehen. „Schau Franzl, ganz tolle Sachen  haben die hier in dem Laden. Ich werde mir wohl was zum Anziehen  kaufen.“&lt;br /&gt;Ihr Gatte schaut ein wenig verwundert, „Hast Du nicht erst letzte Woche neue Klamotten gekauft?“&lt;br /&gt;„Aber geh, Frauen brauchen immer Mal was Neues.“&lt;br /&gt;Franz kratzt sich am Hinterkopf überlegt, wie er es ihr beibringen soll. Manuela wirft einen Blick zur Seite.&lt;br /&gt;„Geh! Was schaust Du mich so komisch an? Hast wieder Angst ich gebe zuviel Geld aus?“&lt;br /&gt;Franz  atmet tief durch und dann lässt er die Katze aus dem Sack. „Wir kriegen  kein Geld mehr auf der Bank. Unser Limit ist voll ausgeschöpft und die  Bank will mit uns reden.“&lt;br /&gt;Manuela zuckt mit den Schultern. „Na da mache ich dem Mann ein paar schöne Augen und die Sache ist erledigt.“&lt;br /&gt;Franz  schüttelt den Kopf. „Sage hinterher bloß nicht ich hätte dich nicht  gewarnt. Den Menschen von der Bank beeindruckst du auch nicht mit  schönen Augen. Die Jungs wollen Kohle sehen.“&lt;br /&gt;Manuela schaut fasziniert in die Schaufensterauslage.&lt;br /&gt;„Wir verdienen doch Geld, die Bank soll die Klappe halten. Meinst nicht, das Kleid steht mir gut?“&lt;br /&gt;Franz  ist fassungslos. „Ich sage dir, wir sind Pleite und du schaust nach  Kleidern. Das ist wieder einmal so typisch für dich, verstehst du nicht  oder willst du es einfach nicht kapieren?“&lt;br /&gt;„Mensch, Franzl, du versaust mir immer mein Shopping, du bist ein alter Geizhals. Geh ins Kaffeehaus, ich komme später nach.“&lt;br /&gt;„Manuela!  Dir ist nicht zu helfen. Vielleicht merkst du ja an der Kasse was los  ist!“ Franz dreht sich um und geht wortlos davon.&lt;br /&gt;Am Zeitungsladen  späht er in die Auslage und dann sieht er die Frau an der Kasse. Die  sieht einfach nur zuckersüß aus und wie die lächelt.&lt;br /&gt;Kurzerhand betritt er den Laden und schaut sich um. Verstohlen wandert sein Blick immer wieder in Richtung Kasse.&lt;br /&gt;Die junge Dame hinter der Kasse heißt Sandra. Irgendwann später spricht sie den Mann an.&lt;br /&gt;„Mein Herr kann ich Ihnen helfen?“&lt;br /&gt;Franz strahlt über zwei Backen. „Ja und nein.“&lt;br /&gt;Sie lächelt freundlich. „Wie darf ich Sie verstehen?“&lt;br /&gt;Franz ist ihrem Charme erlegen und so pirscht er voll auf das Ziel los.&lt;br /&gt;„Haben Sie schon was vor am Abend? Darf ich Sie einladen? Ich bin leider ein wenig knapp bei Kasse.“&lt;br /&gt;Die  junge Frau lächelt immer noch, jetzt wohl eher amüsiert. „Ich weiß  nicht was Sie vorhaben mein Herr. Ihr Anbaggerspruch ist aber mit  Abstand der Blödeste der mir je unter die Augen kam. Haben sie  eigentlich eine Vorstellung was so eine Verkäuferin verdient? Ich bin  doch nicht da um Blödmänner auszuhalten!“&lt;br /&gt;Franz sieht seine Felle davonschwimmen. „Ich habe auch einen Wagen, vollgetankt, wenn ich bemerken darf.“&lt;br /&gt;Sandra  mustert den Mann von oben nach unten und bemerkt natürlich den Ehering  am Finger. Auf der anderen Seite benötigt sie einen Wagen für den Abend,  also mit dem Burschen wird sie wohl noch fertig.&lt;br /&gt;„Gut, um sieben  hier vor dem Geschäft. Wir fahren auf eine Party zu einer Freundin  hundert Kilometer entfernt. Eine Wegstrecke ist dies wohlbemerkt. Saufen  Sie?“&lt;br /&gt;„Nein! Ich trinke keinen Alkohol.“&lt;br /&gt;„Um so besser, dann können wir auch wieder nach Hause fahren ohne Probleme. Ich trinke auch keinen Alkohol mehr.“&lt;br /&gt;Franz schaut sie mit großen Augen an.&lt;br /&gt;„Ich meine, ich habe gute Gründe, keinen  Alkohol mehr zu trinken.“&lt;br /&gt;Franz grinst. „Das geht mich auch wenig an. Ich meine sie werden es mir sicher noch bei Gelegenheit sagen.“&lt;br /&gt;Sandra nickte zustimmend. „Ja, vielleicht bei Gelegenheit, schauen sie zu, dass sie pünktlich sind.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Franz schwebt aus dem Laden und ist erst einmal glücklich.&lt;br /&gt;Manuela  hat langen Dienst und wird erst wieder am Montagmorgen auftauchen, da  kann er in der Zwischenzeit so richtig den ganzen Mist vergessen. Er  wird die Kleine flachlegen keine Frage und dann wird er sich von Manuela  trennen und, und.... . In seiner Euphorie hat er seine Umgebung total  ausgeblendet und rennt voll gegen einen Mann. Der ist erst wütend, dann  lacht er.&lt;br /&gt;„Hallo Franz, bist wohl ein wenig stürmisch am Samstagvormittag.“&lt;br /&gt;„Mensch Harald, dich habe ich glatt übersehen.“&lt;br /&gt;Harald lächelt freundlich. „Ich bin auch so klein, einen Hünen wie mich übersieht man leicht.“&lt;br /&gt;„Quatsch ich war in Gedanken, die Welt ist einfach so toll.“&lt;br /&gt;Harald versteht im Moment nur Bahnhof.&lt;br /&gt;Was ist bloß los mit dem Kerl?&lt;br /&gt;„Gehen wir ins Kaffeehaus?“&lt;br /&gt;„Ich war gerade auf dem Weg dahin, weißt du Manuela versucht sich wieder in Klamotten kaufen.“&lt;br /&gt;Harald  winkt ab. „Das kenne ich, von meiner Frau, bei der dauert so ein  Einkauf oft Stunden. Ich bin darüber nur verzweifelt. Frauen sind halt  Frauen.“&lt;br /&gt;Im Kaffeehaus nehmen sie Platz an ihrem Tisch, der ist an  diesem Morgen rein zufällig frei. Die nächste Stunde plätschert im  Männergespräch dahin.&lt;br /&gt;Manuela hingegen hat ihre Wahl getroffen und steht an der Kasse. Die Verkäuferin sagt freundlich.&lt;br /&gt;„Gnädige Frau, das macht Vierhundertfünfzig Euro.“&lt;br /&gt;Sie  nimmt ihre Scheckkarte und reicht sie der Verkäuferin. Diese versucht  die Karte einzulesen. Leider wird der Betrag nicht akzeptiert. Die  Verkäuferin nimmt die Karte aus dem Lesegerät. „Sicher ist da ein Fehler  in unserem Lesegerät. Ich versuche es noch einmal.“&lt;br /&gt;Nach drei Versuchen ruft sie den Chef. Der erkennt sehr schnell die unangenehme Lage.&lt;br /&gt;„Gnädige Frau, Ihre Bank akzeptiert ihre Karte nicht mehr.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manuela wird verlegen, auf ihr Gesicht legt sich die Schamesröte. Sie nimmt wortlos ihre Karte und verlässt die Boutique.&lt;br /&gt;An der frischen Luft atmet sie tief durch und rennt fast bis zum Kaffeehaus.&lt;br /&gt;Im  Kaffeehaus sitzt Franz mittlerweile allein an seinem Tisch und wartet  der Dinge, die kommen mögen. Ein komisches Gefühl in der Magengegend  lässt ihn Unangenehmes erahnen.&lt;br /&gt;Seine Frau reißt die Tür zum  Kaffeehaus auf und stürzt auf seinen Tisch zu. Sie lässt sich auf den  Stuhl fallen und starrt ihn stumm an.&lt;br /&gt;„Wieso hast Du blöder Kerl mich  nicht gewarnt? Weißt du überhaupt wie peinlich das ist?  Du stehst in  einer Boutique und deine Kreditkarte ist nicht gedeckt. Wie peinlich!  Frau Doktor zahlungsunfähig. Warum hast Du mir nicht gesagt, wie schlimm  es um uns steht?“&lt;br /&gt;Franz schaut zum Fenster hinaus.&lt;br /&gt;„Hättest Du es mir geglaubt?“&lt;br /&gt;Die Serviererin kommt zum Tisch und stellt eine Wiener Melange vor Manuela ab. Sie lächelt freundlich.&lt;br /&gt;„Bitte schön Frau Doktor. Wie immer?“&lt;br /&gt;Manuela nickt stumm. Plötzlich wird ihr schlagartig bewusst, sie sind Pleite!&lt;br /&gt;„Du Franz können wir überhaupt den Kaffee noch bezahlen?“&lt;br /&gt;„Ich habe noch hundertfünfzig Euro in der Tasche. Das ist unser letztes Bargeld und heuer haben wir erst den 25.“&lt;br /&gt;Manuela nippt still an ihrer Kaffeespezialität.&lt;br /&gt;„Franz warum hast Du so viele Schulden gemacht?“&lt;br /&gt;Franz ist erst sprachlos dann aber schlägt er zurück.&lt;br /&gt;„Meine  Liebe unsere Schulden, die gehören zur Hälfte auch Dir. Wir haben drei  Kredite zu bedienen und leider das gemeinsame Girokonto mit zwölftausend  Euro überzogen. Wir unterhalten zwei Autos, haben eine teuere  Mietwohnung und fahren auch noch zweimal im Jahr in Urlaub. Dein Faible  für teuere Markenkleidung schlägt ebenso nicht zu knapp zu Buche.“&lt;br /&gt;Manuela schaut ihn erstaunt an.&lt;br /&gt;„Meine Klamotten? Du tickst wohl nicht ganz richtig im Kopf! Ich kaufe mir nicht so oft Kleider.“&lt;br /&gt;Franz zuckt mit den Schultern. „Das ist Ansichtssache, unser Kontostand ist Fakt.“&lt;br /&gt;„Ich werde zu Hause meine Kosten aufstellen und dann laufen Dir die Augen über Franzl!“&lt;br /&gt;Franz  lächelt milde. „Wann gedenkst Du dies zu tun? Hast Du vergessen, Du  hast Dich über das Wochenende freiwillig zum Dienst gemeldet.“&lt;br /&gt;„Das ist Blödsinn, zwei Kollegen sind krank und die Vertretung hat Urlaub, da muss ich ja ran.“&lt;br /&gt;„Auf jeden Fall werden wir nicht umhin kommen mit der Bank zu reden.“&lt;br /&gt;„Ich werde jetzt bei meiner Mutter vorbeischauen, die gibt mir immer Geld. Außerdem wird mein Paps auch noch was abdrücken.“&lt;br /&gt;Franz schüttelt den Kopf. „Wann wirst Du eigentlich eine Erwachsene? Du bist eine total verwöhnte Göre!“&lt;br /&gt;Manuela streckt die Hand über den Tisch.&lt;br /&gt;„Gib mir die Hälfte von unserem Geld.“&lt;br /&gt;Franz grinst und fragt.&lt;br /&gt;„Gibst Du mir auch die Hälfte vom Geld Deiner Eltern?“&lt;br /&gt;Manuela tippt sich an die Stirn.&lt;br /&gt;„Spinnst Du, das Geld ist für mich gedacht!“&lt;br /&gt;„Aha! Du bist und bleibst eine Egoistin.“&lt;br /&gt;Manuela steht vom Tisch auf. „Das nimmst Du sofort zurück! Ich rede ansonsten nie mehr ein Wort mit Dir.“&lt;br /&gt;Franz schaut sie verärgert an. „Dann haue doch ab! Verschwinde endlich aus meinem Leben, Du dämliche Nuss!“&lt;br /&gt;„Ach,  so denkst Du von mir? Eigentlich wollte ich mit Dir in der  Wienerstrasse beim Italiener essen gehen; aber jetzt kannst Du mich  Mal!“&lt;br /&gt;Franz erwidert. „Ich bin froh, wenn ich Dich nicht mehr sehen muss!“&lt;br /&gt;Manuela stemmt die Hände in die Hüften.&lt;br /&gt;„Damit wäre ja so gut wie alles gesagt!“&lt;br /&gt;Dreht  sich um und verlässt das Kaffeehaus. Franz legt das Geld auf den Tisch  und verschwindet ebenfalls. Dieser Auftritt war nur peinlich. Was sollen  die Leute nur von Ihnen denken?&lt;br /&gt;Manuela besucht an diesem Nachmittag ihre Eltern und hat das große Glück am Ende besser dazustehen, als zuvor.&lt;br /&gt;Ihr  Vater schüttelt nur den Kopf über soviel jugendliche Dummheit. Alle  Vorträge über den Umgang mit Geld scheinen hier wenig zu fruchten. Kind  ist nun einmal Kind und bleibt es auch als Erwachsene. Sie haben nur die  eine Tochter, so zeigt er sich von seiner großzügigen Seite. Er  verspricht, seiner Tochter am Montag ihre Schulden auf dem laufenden  Konto auszugleichen. Im Gegenzug erwartet er von seiner Tochter endlich  mehr charakterliche Reife, immerhin sind ihre Eltern bekannte  Persönlichkeiten.&lt;br /&gt;Manuela würde alles versprechen, und wie immer  nichts davon halten, nur dieses Mal ist es doch anders. Sie nimmt sich  ernsthaft vor an der Angelegenheit zu arbeiten.&lt;br /&gt;Ihre Mutter drückt  ihr dreihundert Euro in die Hand und gibt ihr noch eine halbe  Linzertorte mit. Der Franzl isst doch so gern Linzertorte.&lt;br /&gt;Am Auto  rollen Manuela die Tränen. Der Tag läuft echt bescheuert. Eigentlich  sollten sie sich doch vertragen, statt sich auch noch zu zerfleischen.  Im Grunde liebt sie doch Franzl, nicht auszudenken, er würde dieses  Wochenende Unsinn treiben. Sie will auf jeden Fall noch mit ihm reden  vor Dienstantritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Wohnung ist leer, Franzl hat schon das Weite gesucht.&lt;br /&gt;Tief enttäuscht fährt Manuela zum Krankenhaus, ausgerechnet dieses Wochenende muss sie auch noch die lange Schicht schieben.&lt;br /&gt;Auf  der Station hat sie sofort jede Menge zu tun und schnell hat sie ihre  Probleme verdrängt. Zu allem Elend fällt auch noch in der Notaufnahme  Personal aus und sie ist total im Treiben. Gegen vier Uhr am Morgen hat  sie endlich ein wenig Ruhe und sie ruft zu Hause an. Niemand hebt am  anderen Ende der Leitung ab. Manuela ist schlecht, die ganzen letzten  Wochen ist ihr schon schlecht und es wird nicht besser. Die letzte Zeit  hat sie häufiger so einen komischen Heißhunger auf total blöde Sachen.&lt;br /&gt;Um diese Zeit hängt Franzl meist am Computer und surft im Internet. Warum an diesem Sonntagmorgen nicht?&lt;br /&gt;Wie kann sie auch wissen, Franzl amüsiert sich prächtig auf&lt;br /&gt;einer Party. Er ist hundert Kilometer entfernt auf einem Bauernhof.&lt;br /&gt;Während  der Fahrt hat er schon versucht diese Sandra aufzureißen, nur die lässt  sich nicht auf ihn ein. Er beobachtet sie den ganzen Abend schon und  irgendwie wird er das Gefühl nicht los, die ist in festen Händen. Nur  warum verschweigt sie es?&lt;br /&gt;Vor dem Haus trifft er sie die Sterne betrachtend.&lt;br /&gt;„ Wieso hast Du mir nichts von Deinem Freund gesagt?“&lt;br /&gt;Sandra  schaut ihn erstaunt an. „Mein Freund ist ein verheirateter Deutscher  Volltrottel, der hier in Österreich arbeitet und zu dämlich ist, sich  für mich zu entscheiden. Ich bin außerdem zwanzig Jahre jünger als er.  Du trägst einen Ehering, was erwartest Du von mir?“&lt;br /&gt;Franz schaut auf  seinen Ehering. „Ja, ich bin verheiratet mit Manuela, einer Ärztin,  tolle Frau. Wir hatten Streit und ich wollte Ihr eins auswischen.“&lt;br /&gt;Sandra  schüttelt verständnislos den Kopf. „Und da denkst Du, wenn Du Mal so  nebenbei eine Andere nimmst, ist die Rache perfekt? Ich rate Dir lass  bloß die Finger von dem Unsinn. Du machst es am Ende nur noch  schlimmer.“&lt;br /&gt;Franz schaut in den klaren Sternenhimmel. „Und wie ist es bei Dir?“&lt;br /&gt;„Ich hoffe, es kommt eine Sternschnuppe und dann wünsche ich mir, er entscheidet sich endlich für mich.“&lt;br /&gt;Franz sagt leise. „Weiß der Trottel eigentlich, wie sehr Du ihn liebst?“&lt;br /&gt;Sandra lacht laut. „Ich glaube, er weiß es nicht! Vielleicht benutzt er mich ja nur. Ich will es nicht wahrhaben.“&lt;br /&gt;„Weißt Du Sandra Du, hast mich vor einem großen Fehler bewahrt. Wann fahren wir eigentlich zurück nach Linz?“&lt;br /&gt;Sandra nickt zustimmend. „ Ich denke wir fahren gleich.“&lt;br /&gt;Sie  verlassen die Party und fahren zurück in die Stadt. Franz hält vor dem  Geschäft. „Wieso wohnst Du eigentlich über dem Laden?“&lt;br /&gt;Sandra lacht. „Der Laden gehört mir, komm ich koche uns noch einen Kaffee.“&lt;br /&gt;Franz schaut sie lange an. „Aber nur einen Kaffee.“&lt;br /&gt;„Was denkst Du denn, ich habe Dir doch gesagt, wie es um mich steht.“&lt;br /&gt;Franz nickt beruhigt. „Dann ist alles in Ordnung.“&lt;br /&gt;Sie betreten das Treppenhaus und gehen nach oben in den ersten Stock. In Sandras Wohnung brennt Licht.&lt;br /&gt;„Mist! Ich habe wohl vergessen das Licht auszuschalten.“&lt;br /&gt;Sie schließt die Wohnungstür auf und sie betreten die Wohnung. „Gehe schon Mal in unser Wohnzimmer, da vorne die Tür rechts.“&lt;br /&gt;Franz geht in das Wohnzimmer und erschrickt. Ein Mann sitzt auf der Couch und schaut ihn wenig überrascht an.&lt;br /&gt;Franz zeigt hinter sich. „Ich habe Sandra nach Hause gefahren, sonst ist zwischen uns nichts gelaufen.“&lt;br /&gt;Der Mann lächelt freundlich. „Sandra würde nie einen Mann an sich heranlassen.“&lt;br /&gt;Franz  schaut ihn erstaunt an. „Sie sind ein Mistkerl hat Ihnen schon einmal  jemand diese Wahrheit gesagt. Sie haben eine der tollsten Frauen dieser  Stadt und Sie sind immer noch mit einer anderen Frau verheiratet. Sie  sollten sich schämen! In einem Punkt haben Sie recht, eine solche Frau  haben Sie nicht verdient, die liebt sie wirklich.“&lt;br /&gt;Verlegen schaut Franz nach unten auf den Teppichboden.&lt;br /&gt;„Ich gehe dann besser jetzt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er  verlässt die Wohnung und fährt nach Hause. In seiner Wohnung brennt  auch das Licht. Manuela hat wohl vergessen das Licht auszumachen, als  sie am Abend zum Dienst ging.&lt;br /&gt;Im Wohnzimmer erwartet Franzl eine Überraschung und die verschlägt ihm die Sprache.&lt;br /&gt;Auf der Couch liegt Manuela und schaut ihn stumm an. Er braucht einige Zeit um sich auf diese Situation einzustellen.&lt;br /&gt;„ Ich komme gerade von einer Party.“&lt;br /&gt;Manuela schaut ihn überrascht an. „Seit wann gehst Du auf Partys?“&lt;br /&gt;„Ich  brauchte ein wenig Abstand, etwas Ablenkung von meinen Gedanken. Ich  weiß nicht, wie es weitergehen soll? Wir reden doch viel zu wenig  miteinander. Wieso bist Du eigentlich nicht in der Klinik?“&lt;br /&gt;„Ich bin zusammengebrochen und da haben sie mich krankgeschrieben.“&lt;br /&gt;Franz ist erschrocken. „Hast Du was Ernstes?“&lt;br /&gt;Manuela nickt. „Ja, unser Leben wird sich auf den Kopf stellen.“&lt;br /&gt;Franz setzt sich kreidebleich auf einen Sessel. „So schlimm?“&lt;br /&gt;Manuela grinst breit. „Kommt darauf an, auf jeden Fall wird es in ein paar Monaten hier ein wenig enger werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Franz schaut sie lächelnd an. „Soll es etwa heißen, wir kriegen ein Baby?“&lt;br /&gt;Manuela richtet sich auf der Couch auf. „Was hast Du den gedacht?“&lt;br /&gt;Franz sagt mahnend. „Wir müssen unbedingt unsere Finanzen in Ordnung bringen.“&lt;br /&gt;Manuela  lächelt. „Mein Vater gleicht unser Konto aus und wahrscheinlich wäre es  klug, zu meinen Eltern zu ziehen. Ich will wieder arbeiten und meine  Eltern haben Personal.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Franz nickt zustimmend. „Ich denke unsere große Freiheit ist wohl vorüber.“&lt;br /&gt;Manuela sieht ihn an. „Bist Du mir noch böse?“&lt;br /&gt;„Nein mein Schatz, ich war doch auch nicht besser.“&lt;br /&gt;Ihre Lippen finden sich zu einem langen Kuss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra  kommt singend aus der Küche, vor sich ein Tablett balancierend. Fast  entgleitet es ihr vor Schreck aus den Händen. Auf der Couch sitzt nicht  Franz, sondern Christian. Sie setzt das Tablett mit letzter Kraft auf  dem Couchtisch ab.&lt;br /&gt;„Wo kommst Du her? Wo ist Franz?“&lt;br /&gt;Sie lässt sich mit diesen Fragen in einen der Sessel sinken, ahnend es wird ein unangenehmes Gespräch.&lt;br /&gt;Christian lächelt sie an. „Der hat es vorgezogen zu gehen. Das ist auch besser so, wir haben zu reden.“&lt;br /&gt;Sie  hat es schon befürchtet, sicher wird er ihre Geschichte bezweifeln. Sie  hebt verzweifelt die Hände hoch. „Da war überhaupt nichts. Ich war mit  ihm auf der Party, zu der Du keine Zeit hattest. Du wolltest das  Wochenende in Deutschland bei Deiner Frau verbringen.“&lt;br /&gt;Christian lächelt sie immer noch an. „Meine Rose, ich weiß doch schon längst die Wahrheit.“&lt;br /&gt;Sandra schaut ihn erstaunt an. „Du weißt die Wahrheit? Während Du Dich in deinem Ehebett wälzt, weine ich mir die Augen aus.“&lt;br /&gt;Er zeigt auf den Platz neben sich auf der Couch.&lt;br /&gt;„Komm setze Dich zu mir meine Rose.“&lt;br /&gt;Sie  ist sich nicht sicher. Was soll sie jetzt davon halten? So nimmt sie  neben ihm Platz und Ihr Herz pocht laut und stark. Irgendwie befürchtet  sie, er wird das Ende Ihrer Beziehung verkünden. Nur warum nennt sie  dann noch seine Rose?&lt;br /&gt;Christian hingegen sucht nach den passenden  Worten. Es wird nicht einfach werden. Er blickt ihr in ihre strahlenden  Augen und seine Angst fliegt davon.&lt;br /&gt;„Ich denke ich muss Dir die  Wahrheit sagen, Sandra. Ich habe Dich die ganze Zeit belogen. Es gibt  keine Ehefrau mehr, Brigitte ist seit sechs Jahren tot.“&lt;br /&gt;Die Worte hallen durch den Raum und Sandra hört nicht das Wort von der Lüge, sie hört nur: keine Ehefrau!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr  Herz schlägt Salto und am liebsten würde sie an die Decke springen,  stattdessen blickt sie ihn vorwurfsvoll an. Soll er bloß ein schlechtes  Gewissen haben.&lt;br /&gt;„Ich hatte Angst vor einer neuen Bindung, außerdem  bist Du so viele Jahre jünger. Wie soll so etwas gut gehen? Am Anfang  unserer Beziehung war ich mir sicher solch eine Liebe ist auf Zeit,  kurze Zeit. Im ersten Jahr habe ich immer den Tag gefürchtet, an dem Du  Schluss mit mir machst. Das zweite Jahr wurde ich mir Deiner Liebe  sicherer, aber die Panik wuchs, weil ich doch zu alt für Dich bin. Im  dritten Jahr wollte ich Dich nur noch auf Händen tragen und zu Deinen  Füssen einen Teppich voller Rosen streuen. Irgendwann fragte ich mich,  wie finde ich jetzt in die Wahrheit zurück.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra schaut ihn mit großen Augen an. Was passiert jetzt?&lt;br /&gt;Christian lächelt sie an, kann dieses Lächeln noch lügen oder gar betrügen? Das muss doch Liebe sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich  habe den Kindern das Haus in Deutschland überschrieben, die  Lebensversicherungen lauten auf Dich und mein kleines Vermögen werden  wir wohl noch für schöne Dinge brauchen.  Ehe ich es ganz vergesse, ich  gehe auch nicht nach Australien, ich brauche den Job nicht. Ich weiß  jetzt genau was ich in meinem Leben wirklich vermissen würde. Das bist  Du, immer nur Du.“&lt;br /&gt;Christian geht auf die Knie vor ihr und schaut sie lange an. Er beginnt, in seiner Jackentasche zu kramen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich  habe da etwas für Dich, meine Rose.“ Er zieht ein Schmuckkästchen  hervor. Behutsam öffnen seine Finger das Kästchen und dann strahlt ein  Diamantring vor ihren Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Moment entsteht die Frage: Wer strahlt mehr, der Schmuck oder die Dame?&lt;br /&gt;„Ich möchte Dich fragen, Sandra Meiergruber, willst Du meine Frau werden?“&lt;br /&gt;Sandra strahlt noch mehr und aus ihren wunderschönen Augen, fließen die Tränen wie strahlende Diamanten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich  habe gestern Nacht in die Sterne geguckt und ich bin mir sicher, ich  habe eine Sternschnuppe gesehen. Ich kann es kaum fassen, am nächsten  Morgen erfüllt sich mein lang ersehnter Traum. Ja! Ja! Natürlich will  ich.“&lt;br /&gt;Sie zieht ihn an sich heran und sie küssen sich heiß und innig.  In einem kurzen Augenblick zwischen ihren Liebkosungen, streift ihr  Christian den Ring an den Finger.&lt;br /&gt;Sandra betrachtet immer wieder  ihren Ring. Alle ihre verzweifelten Stunden der Vergangenheit sind wie  im Rausche dahin. Sie schwebt auf Wolken und ist so richtig rundum  glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es ist Sonntagmorgen Christian und ich würde gerne in  ganz Linz meinen Ring zeigen, außerdem habe ich Hunger. Ich habe ganz  vergessen Dir zu sagen, ich bin in anderen Umständen.“ Sie hebt ihre  Hand zum Schwur. „Ich weiß es erst, seit ich bei der Frauenärztin war.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christian lacht laut und gibt ihr einen Kuss.&lt;br /&gt;„Was würde gnädige Frau von einem Brunch im ersten Haus am Platz halten?“&lt;br /&gt;Sandra streichelt seine Wange. „Oh, das würden der gnädige Herr für mich tun?“&lt;br /&gt;Christian sagt ihm Brustton der vollen Überzeugung.&lt;br /&gt;„Für  Dich meine Rose ist mir kein Weg zu weit und nichts zu teuer. Außerdem  vielleicht wird es ein Mädchen, schauen wir Mal. Ich bin auf jeden Fall  total begeistert.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandra lächelt glücklich. „Auf was warten wir noch?“&lt;br /&gt;Sie gehen händchenhaltend durch die Innenstadt und am liebsten würde Sandra ihr Glück in die Welt hinausschreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein!  Sie will lieber ihr Glück für sich selbst behalten. Es hinaus zu  brüllen in den Tag, könnte auch bedeuten das Glück wieder zu verlieren,  da schweigt sie dann doch lieber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, Schriftsteller, Germany&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Autor des Romans&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;a href="http://i2h.de/apS5"&gt;„Das Chaos“&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-7824979063210912650?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/7824979063210912650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/05/liebe-leidenschaft-und-gluck-in-linz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7824979063210912650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7824979063210912650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/05/liebe-leidenschaft-und-gluck-in-linz.html' title='Liebe, Leidenschaft und Glück in Linz'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-6623034117264637856</id><published>2011-04-22T23:16:00.000-07:00</published><updated>2011-04-22T23:20:34.323-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ostern'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fest'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sozial'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Freude'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gemeinschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Chaos'/><title type='text'>Osterüberraschung im Ostertal</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Ihr Herz hüpfte vor Freude, es würde viele Ostereier geben, Eierlikör und eine Menge Kuchen konnte sie backen und nicht zu vergessen ihr berühmter Eiersalat. Zufrieden machte sie sich auf den Weg zu ihrem Haus. Sie pfiff ein lustiges Lied. Plötzlich stolperte sie auf dem Weg und fiel auf den Boden, der Weidenkorb entglitt ihren Händen und die Eierpracht ergoss sich auf den Boden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Alle Eier waren kaputt und nun floss das Eiweiß vermischt mit dem Eigelb über den Gartenpfad. Frieda setzte sich in das Gras und schaute verzweifelt auf die Bescherung. Tränen kullerten die Wangen herab.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Um die Ecke kam Otto auf seinem Fahrrad sitzend, gleich einem Pfeil geschossen und stoppte kurz vor dem Eiermatsch. „Ach her je, das ist aber kein schöner Anblick!“ Frieda weinte nun hemmungslos und schluchzte. „Damit ist Ostern ins Wasser gefallen! Wo soll ich jetzt neue Eier herbekommen?“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Otto stellte sein Fahrrad auf dem Weg ab, setzte sich neben Frieda und nahm sie tröstend in den Arm. „Frieda, Schwesterchen, wer wird da so verzweifelt sein? Für alles gibt es eine Lösung.“ Frieda schüttelte den Kopf. „Jungs haben immer nur dumme Sprüche auf Lager.“ Otto nahm es ganz gelassen. „Wieso? Ich besorge dir ganz schnell neue Eier.“ Die Schwester tätschelte seinen Arm. „Du Großmaul! Heute ist Gründonnerstag, da kriegst du nirgends mehr frische Eier!“ Otto ganz bei seiner Ehre gepackt, meinte dazu nur. „Du wirst schon sehen, ich bekomme Eier.“ Frieda sagte zweifelnd. „Daran kannst nur du Osterhase glauben. Viel Spaß beim Eiersuchen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Otto schnappte sich den Weidenkorb, befestigte ihn auf dem Gepäckträger seines Rades und machte sich auf die Socken. Auf dem ersten Bauernhof lächelten sie ihn mitleidig an, der zweite Bauer lachte ihn schallend aus und der dritte Bauer zeigte ihm seine leeren Hände. Am Ende des Dorfes lag der Hof vom alten Ludger. Normalerweise traute sich hier kein Mitbewohner des Ortes hin. Der alte Bauer begrüßte seine Gäste mit der Schrotflinte in der Hand. An diesem Tag arbeitete er in seinem Bauerngarten mit dem Spaten in der Hand. Er blickte kurz auf, um zu schauen, wer da ungefragt mit seinem Fahrrad auf seinen Hof fuhr. Dann zog er sein Taschentuch aus der Hosentasche und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Wenig freundlich murmelte er. „Was willst du Langohr von mir, du Lümmel von der anderen Seite des Tals? Soll ich dir deine Eselsohren noch länger ziehen?“ Otto sprach mutig. „Ich habe keine Eselsohren!“ Ludger entgegnete. „Du musst Eselsohren haben, weil du ein Esel bist, kein normaler Bewohner dieses Tales würde es wagen meinen Hof zu betreten. Alle haben Angst vor meiner Schrotflinte.“ Otto hatte nicht die geringste Lust auf eine lange Auseinandersetzung und so erzählte er ohne Punkt und Komma, die ganze Geschichte. Ludger hingegen hörte aufmerksam zu. Er kratzte sich am Hinterkopf und meinte. „Weißt du mein Junge, die Angelegenheit ist sehr ernst und Ostern ohne Eier, das ist einfach undenkbar. Leider habe ich auch keine Eier mehr, ich wüsste aber wer noch Eier im Überfluss hat.“ Otto war sprachlos und seine Knie wurden weich. Ludger sprach derweil weiter.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;„Tief im Wald auf einer Lichtung steht die Hütte des Meisters Reineke. Der üble Schurke hat in den letzten Tagen viele Eier aus unserem Ort getragen. Er versteckt sie in seiner Hütte. Du solltest ihn um die Eier bitten, sei aber vorsichtig, der Kerl ist mit allen Wassern gewaschen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Otto setzte sich auf sein Fahrrad und radelte in den Wald, über die Hauptwege, die Nebenwege und Trampelpfade gelangte er zu der Lichtung. Reineke lag gemütlich in einem Liegestuhl vor seiner Hütte und hob kurz den Kopf. „Schau an! Schau an! Der Otto hat sich wohl verfahren. Soll ich dir Fersengeld geben?“ Mutig stieg Otto von seinem Fahrrad ab und sprach. „Nein! Gib mir lieber die Eier, welche du in deiner Hütte versteckt hast.“ Reineke hob seinen Kopf an und blickte mit großen Augen auf den Jungen. „Wie kommst du zu der Annahme, ich würde in meiner Hütte Eier verstecken? Blödsinn! Was soll einer wie ich schon mit Eiern anfangen.“ Otto hatte die Nase voll und so erzählte er ohne Komma und Punkt, seine Geschichte. Reineke erhob sich von seinem Liegestuhl und überlegte. „Für das Ostertal bedeutet es eine Katastrophe, wenn Frieda an Ostern keine Eier färbt, keinen Eiersalat macht, es keinen Eierlikör gibt und an die feinen Backwaren will ich schon gar nicht denken.“ Otto atmete auf. „Dann ist ja alles klar!“ Er nahm seinen Weidenkorb und hielt ihn dem Meister Reineke unter die Nase. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Der hob seine Hände abwehrend und meinte. „Nicht so schnell, mein junger Freund, für mich muss bei dem Geschäft auch eine Rendite herausspringen. Habe ich keine Eier zu Ostern, so möchte ich wenigstens eine Gans. Bringst du mir die Gans, gebe ich dir die Eier, so macht man Geschäfte.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Otto stöhnte mächtig. – Wo nimmt er eine Gans her, wen nicht sogar stehlen? –&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Er setzte sich auf sein Rad und fuhr über die Trampelpfade, die Nebenwege über die Hauptwege zurück in das Dorf. An jedem Haus hielt er an, doch niemand gab ihm freiwillig eine Gans und schon gar nicht für Meister Reineke. In seiner Verzweiflung hielt er am Dorfteich an und setzte sich auf eine Bank, blickte griesgrämig auf den Teich und murmelte. „So ein Pech aber auch, jetzt ist Ostern wohl doch gelaufen.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die Fee Mariechen hörte seine Worte und setzte sich neben ihn. „Hallo mein Freund, was hast du für Probleme an einem solch schönen sonnigen Tag.“ Otto erzählte seine Geschichte und es sprudelten die Worte aus ihm hervor, einem Wasserfall gleich. Am Ende lächelte ihn Mariechen an. „Währest du gleich zu mir gekommen, ich hätte dir sofort geholfen. Eine Gans, das ist doch kein Problem. Die kannst du von mir bekommen. Folge mir.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Staunend folgte Otto der Fee in einen Schuppen und dort hing tatsächlich eine Gans an einem Balken. Die Fee zeigte auf das Tier. „Diese Gans hat mein Opa, der Zauberer Heiner, heute Morgen geschlachtet. Eigentlich sollten wir den Braten an Ostern auf unserem Tisch haben, doch für das Ostertal, da ist es den Verzicht wert.“ Otto blickte sprachlos auf die Gans und dann wieder auf die Fee. Mariechen nickte nur grinsend. Der Junge hängte die Gans vom Balken ab, da sprach eine Stimme aus dem Schatten. „So, so, und mich fragt wieder keiner.“ Erschrocken blickte Otto in die Ecke, aus der die Stimme kam. Opa Heiner schlurfte mühsam zu ihnen herüber. „Tja Kinder, das ist alles sicher rührend nur meinen knurrenden Magen wird es zum Feste wohl kaum besänftigen können.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Otto verstand sofort. „Das ist doch vollkommen logisch, ihr seit an Ostern unsere Gäste.“ Der alte Zauberer lächelte. „Angesichts dieser Nachrichten spricht wohl nichts mehr dagegen, nimm die Gans, bringe sie dem Meister Reineke und lass dich von dem Schuft nicht über das Ohr hauen.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Das brauchte er Otto nicht zwei Mal zu sagen. Der machte sich auf den Weg zu besagter Hütte mitten im Wald. Meister Reineke staunte nicht schlecht über die Gans und entgegen seiner Art packte ihn sogar die Ehrlichkeit. Er packte den Weidenkorb randvoll mit frischen Eiern.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Frieda hingegen machte ganz, ganz, große Augen ihr Herz hüpfte voller Freude. Sie färbte Eier, machte ihren berühmten Eierlikör, den Eiersalat und zauberte hingebungsvoll die tollsten Kuchenkreationen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Am Ostersonntag saßen der Heiner, das Mariechen, der Otto und die Frieda an der köstlich gedeckten Tafel auf der Terrasse. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Man wird es kaum glauben, aber der Ludger kam auch und war ganz friedlich.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Im Ostertal waren die Freude und der Frieden eingekehrt und die Sonne strahlte mit den bunten Eiern um die Wette. Die Bienen summten munter umher und sangen bereits das Lied des nahenden Mai. Meister Reineke schnarchte hochzufrieden mit vollem Bauch auf seinem Liegestuhl liegend. So hatte das Ostertal am Ende doch noch seine Osterüberraschung und zum Dank dafür erhielten die Kinder dieser Welt auch in diesem Jahr ihre bunten Osternester.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, Schriftsteller, Germany&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Autor des Romans &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;"Das Chaos"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-6623034117264637856?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/6623034117264637856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/04/osteruberraschung-im-ostertal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/6623034117264637856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/6623034117264637856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/04/osteruberraschung-im-ostertal.html' title='Osterüberraschung im Ostertal'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-3169313307879241844</id><published>2011-01-26T09:14:00.000-08:00</published><updated>2011-01-26T09:16:46.974-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bank. 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  &lt;w:lsdexception locked="false" unhidewhenused="false" name="Revision"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="34" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="List Paragraph"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="29" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Quote"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="30" semihidden="false" unhidewhenused="false" qformat="true" name="Intense Quote"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="66" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 2 Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="67" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 1 Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="68" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 2 Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="69" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 3 Accent 1"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="70" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Dark List Accent 1"&gt; 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  &lt;w:lsdexception locked="false" priority="65" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 1 Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="66" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 2 Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="67" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 1 Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="68" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 2 Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="69" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 3 Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="70" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Dark List Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="71" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful Shading Accent 2"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="72" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Colorful List Accent 2"&gt; 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  &lt;w:lsdexception locked="false" priority="63" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 1 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="64" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Shading 2 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="65" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 1 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="66" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium List 2 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="67" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 1 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="68" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 2 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="69" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Medium Grid 3 Accent 5"&gt;   &lt;w:lsdexception locked="false" priority="70" semihidden="false" unhidewhenused="false" name="Dark List Accent 5"&gt; 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&lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable  {mso-style-name:"Normale Tabelle";  mso-tstyle-rowband-size:0;  mso-tstyle-colband-size:0;  mso-style-noshow:yes;  mso-style-priority:99;  mso-style-qformat:yes;  mso-style-parent:"";  mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;  mso-para-margin:0cm;  mso-para-margin-bottom:.0001pt;  mso-pagination:widow-orphan;  font-size:11.0pt;  font-family:"Calibri","sans-serif";  mso-ascii-font-family:Calibri;  mso-ascii-theme-font:minor-latin;  mso-fareast-font-family:"Times New Roman";  mso-fareast-theme-font:minor-fareast;  mso-hansi-font-family:Calibri;  mso-hansi-theme-font:minor-latin;  mso-bidi-font-family:"Times New Roman";  mso-bidi-theme-font:minor-bidi;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die goldene Sonne Kaliforniens&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich kam 1823 als Gustav Friedrich von Freyenhausen zur Welt. Früh schon hielten meine Eltern mich für einen Taugenichts. Ich hatte viele Ideen in meinem Kopf doch leider passten sie nicht zu meinem Stande. Im Jahre 1843 hatte mein werter Vater endlich die Schnauze voll von mir. Er buchte ohne mein Wissen eine Schiffspassage in die neue Welt, verfrachtete mich zum Kai. Versehen mit einer bemerkenswerten Abfindung sollte ich mein Glück in der neuen Welt suchen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Offenbar hatte der alte Herr doch Gewissensbisse seinen zweiten Sohn so einfach in die Welt zu werfen. Zu meiner Schande musste ich eingestehen, es hatte mich nicht im Geringsten gereut zu gehen. Mein alter Herr hatte es dennoch für notwendig gehalten, mich nach Kalifornien zu einem alten Freund zu schicken. Der werte Herr hatte einen Zeitungsverlag in San Francisco. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich war bei meiner Ankunft ein wenig enttäuscht, San Francisco hatte nicht einmal 1.000 Seelen zu bieten. Das Amüsement war eher bescheiden und die Damen auch nicht gerade die erste Wahl. In meinem Hotelzimmer waren die Wanzen und es war keineswegs als sauber zu bezeichnen. War ich etwa in der Welt des Teufels gelandet? Nein! &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Es sollte noch viel schlimmer kommen, doch dies wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. So begab ich mich zu meinem Antrittsbesuch bei diesem Verleger. Ich hatte eigentlich eher den Müßiggang und die Lasterhaftigkeit auf meine Fahne geschrieben. Leider musste ich gleich bei meinem Gespräch mit dem werten Verleger, einem Schweizer feststellen, mein alter Herr versuchte, meinem Drang einen Riegel vorzubauen. Das Ansinnen an mich war keineswegs unverschämt, ich sollte als Redakteur arbeiten und zusammen mit einem Fotografen vernünftige Artikel für die Zeitungen in Europa erarbeiten. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Der Fotograf hieß Maurice Chevalier und war wie der Name schon andeutete Franzose. Dieser Umstand machte ihn mir gleich sympathisch, ein Franzose verstand zu leben. Ich sollte noch lernen, dass es Unterschiede gibt in der Auffassung, wie man lebte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Um es kurz zu machen, ich nahm die Herausforderung an. Mein größter Wunsch war es diesem Hotel zu entkommen und so musste ich mir dringend eine standesgemäße Unterkunft suchen. Es sollte sich in meinem Leben ein neues Dach finden auf eine äußerst originelle Art. Während ich wieder einmal enttäuscht von einer möglichen Wohnstätte zurück zu meinem Hotel lief, war das Schicksal an meiner Seite. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Erst roch ich ein angenehmes Parfüm und dann nahmen meine Augen eine Dame wahr. Ja, sie war eine Dame vom Kopf bis zum Fuß. Was ich noch sah, waren zwei Flegel, die sicher nichts Gutes im Sinn hatten. Sie hielten die Dame an und versuchten ihr den Weg zu versperren, dabei machten sie sehr eindeutige Angebote. Ein Mann mit Ehre und Anstand kann solches Treiben nicht tatenlos geschehen lassen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich stellte mich den Herren vor und bat sie die Dame in Ruhe zu lassen. Es gelang mir dem ersten Schlag auszuweichen und dann stürzte sich einer der beiden Flegel auf mich. Es kam zu einer wilden Rauferei. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Unterdessen wollte der zweite Flegel der Dame unter den Rock fassen. Solches hätte er besser gelassen. Das nachfolgende Ereignis gereichte einer Dame zum Ruf als Miss Unnahbar. Die Dame trat ihn an seine empfindlichste Stelle und schlug ihm mit ihrer rechten Faust an die Schläfe. Der Bursche fiel wie ein Sack zu Boden. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Sein Kumpel ließ von mir ab und starrte überrascht auf den am Boden liegenden Freund. Eine Frauenstimme sagte laut und deutlich. „Wenn diese üblen Burschen nicht Land gewinnen, dann schieße ich euch die Männlichkeit ab!“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Sie hielt einen Revolver in der Hand und das Funkeln ihrer Augen und die Zornesröte in ihrem Gesicht, fand zumindest ich einfach nur toll. Eine Menschenmenge hatte sich mittlerweile gebildet und klatschte Beifall. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Miss Maureen hatte sich Respekt verschafft und nicht nur solches, die Männer ließen sie ab diesem Tage in Ruhe. Während die Menschenmenge sich auflöste und ich aus dem Dreck der Straße auferstand, überkam mich ein gewisses Gefühl der Scham. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich klopfte an meiner Kleidung den Staub ab, dann sah ich wie die Dame mich musterte. Verlegen suchte ich dem Blick auszuweichen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;„Herr von Freyenhausen macht es ihnen Spaß sich wie ein Schwein im Dreck zu wälzen?“ Es waren Peitschenhiebe und sie trafen bis auf das Knochenmark. Woher kannte sie meinen Namen? Sie winkte mich herbei wie einen Lakai. „Folgen Sie mir, immerhin ist eine Reinigung von Nöten.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich folgte ihr in ein echtes Haus aus Steinen gemauert, ein herrschaftliches Gebäude. Eine schwarze Perle sah mich kopfschüttelnd an. „Miss Maureen, soll der etwa?“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die Dame blickte sie streng an. „Ja! Der soll und ich möchte keine weiteren Kommentare hören. Herr von Freyenhausen hat schließlich für meine Ehre gekämpft.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Ich wurde in eine Badewanne gesteckt, es war das schönste Gefühl seit meiner Abreise aus Europa, wenn ich etwas vermisst hatte; dann war es die geeignete Badestelle. Ich kleidete mich in neue saubere Kleidung. Woher sie kam, war mir in diesem Moment unwichtig. Einige Zeit später führte mich die schwarze Perle in den Salon. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Maureen Ó Cinnéide war die Tochter eines angesehenen Bankers mit irischen Wurzeln. Während ich ihre Schönheit bewunderte, reichte ihr Vater mir die Hand. Ich war so gefangen von diesem Anblick, dass ich dabei meine Umwelt vergessen hatte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wir speisten zu Abend und Mister Ó Cinnéide fand die Konversation mit mir sehr angenehm. Bei einem Glas Whisky vor dem Kamin nahm ich die Einladung in seinem Haus zu wohnen dankend an. Diese Entscheidung war wohl die Klügste in meinem ganzen Leben. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Während ich meine zarten Bande zu Maureen webte, brach um uns herum die Hölle los. Innerhalb von nur 2 Jahren wuchs unser San Francisco um das 25-fache. Das Zauberwort hieß Gold. Die Menschen stürmten unsere Stadt und die Kaufleute erhöhten die Preise. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Maurice Chevalier und meine Schreibkunst standen plötzlich hoch im Kurs. Unsere Berichte über den Goldrausch fanden reißenden Absatz. Erstaunlich war dabei, kein einziger Verlag fragte uns, wie es uns möglich war, so viele Nachrichten in die Welt hinaus zuposaunen. Alle Welt war nur noch fasziniert von dem glitzernden Gold. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die Bank von Mister Ó Cinnéide wurde über Nacht zur mächtigsten Bank des Südens Amerikas.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Das Leben&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;hatte aber auch Schattenseiten zu bieten, in den Jahren 1849 bis 1851 brannte San Francisco insgesamt sechs Mal ab. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Na ja, nicht die ganze Stadt, aber die ganzen Holzhäuser und die dichtgedrängten Armenbehausungen schon.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Maurice und ich hatten uns derweil so in die Arbeit gestürzt und begonnen die Welt mit Nachrichten zu versorgen, wir merkten nicht einmal mehr, wie die Zeit verflog. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Lediglich Maureen erinnerte mich an ein anderes Leben. Maureen hatte es plötzlich unheimlich eilig aus San Francisco zu ziehen. Sie bestand auf die Ehe und ein Haus außerhalb der Stadt. Zugegeben die Ehe war überfällig, nur mit dem Bau eines Hauses außerhalb der Stadt zögerte ich noch. Diese Frau kannte kein Erbarmen, alle meine Einwände wurden von ihr in der Luft zerpflückt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Am Ende kam es, wie es kommen musste, wir bauten ein neues Haus weit von San Francisco weg. Wir zogen sozusagen auf das Land. Der alte Ó Cinnéide fand es gut. Mein Freund und Partner Maurice fand es schlecht. Er wollte nicht weg von seiner Stadt. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Die Nächte voller Abenteuer und ständig in den Armen anderer Frauen hatten ihm die Syphilis beschert. Ich war voller Dankbarkeit, Liebe und Wärme für jene Frau, die mir dieses Schicksal ersparte. Ich trug Maureen auf Händen, es war mir schlagartig bewusst geworden, welches großartige und einzigartige Geschöpf ich an meiner Seite hatte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wir wohnten jetzt auf dem Land und in der Stadt breiteten sich immer mehr die Flöhe und Ratten aus. Die Hygiene war in der schnellwachsenden Stadt kein Thema mehr. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wie goldrichtig die Entscheidung meiner Frau war, wurde uns im Winter des Jahres 1851 vor Augen geführt. Ein Schreckgespenst hatte die Stadt ergriffen, die Cholera. Der Tod zog durch die Straßen und machte reichlich Beute. Er verschonte auch meinen Freund Maurice nicht. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Das Leid des einen, des anderen Freud. An diesem Spruch stimmte vieles, während ein Großteil der Bevölkerung in Kalifornien verstarb, ging es uns blendend. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Meine Frau gebar vier Kinder und ich hatte endlich beschlossen, anständig zu werden. Ich war in der Bank meines Schwiegervaters zum stellvertretenden Präsidenten aufgestiegen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Unsere große Zeit kam erst. Wir bauten nun unsere Bank, das Bankhaus Ó Cinnéide &amp;amp; von Freyenhausen zu einer der mächtigsten Banken der Welt. Wir beteiligten uns an Minengesellschaften, Eisenbahnen und Fabrikationen. Die Nähe zum Pazifik brachte uns auf die Idee, uns eine Schiffsflotte zu zulegen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;So wurden wir ohne selbst nach Gold gesucht zu haben dennoch Gewinner des Goldrausches in Kalifornien.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt; &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;, Germany&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-3169313307879241844?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/3169313307879241844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/01/die-goldene-sonne-kaliforniens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3169313307879241844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3169313307879241844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2011/01/die-goldene-sonne-kaliforniens.html' title='Die goldene Sonne Kaliforniens'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-3137237068708924710</id><published>2010-12-31T03:36:00.000-08:00</published><updated>2010-12-31T03:39:19.210-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sizilien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Italien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Freude'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='amore'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lifestyle'/><title type='text'>Sizilianische Liebe</title><content type='html'>&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt; 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Ich war hingegen so pleite, keiner meiner Wege würde noch in weite Ferne führen. Ich sah an einem Freitagnachmittag zu meinem Küchenfenster hinaus, der Regen klatschte gegen die Scheibe. Das hob nun überhaupt nicht meine Laune. Es stand mir eine Menge Ärger bevor. Ich hatte nämlich für die letzten beiden Monate keinen Unterhalt mehr gezahlt. Das lag nicht allein an mir, mein Verleger hatte Insolvenz angemeldet. So saß ich eben auf dem Trockenen, ich schrieb zwar für einige Zeitschriften, doch erstens gab es dafür nicht das große Geld und zweitens hieß es auch hier Geduld mitbringen. Ich beschloss, mein letztes Bargeld in die Pizzeria meines Freundes Riccardo zu tragen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Im strömenden Regen führte der Weg hinüber zur Pizzeria. Riccardo blickte kurz auf, als ich den Raum betrat, und lachte mich an. Seine Frau Sofia packte mich hingegen gleich am Arm und zog mich zu einem der Tische. An dem Tisch saß ein älterer, freundlicher Herr und lächelte mich an. „Sie also sind der Schriftsteller, Alex Blau. Nehmen Sie bitte Platz. Ich möchte mit ihnen sprechen. Mein Name ist Francesco Santini. Ich bin der Vater von Riccardo und komme aus Sizilien wegen eines persönlichen Anliegens.“ Ich setzte mich zu ihm an den Tisch. Was wollte er wohl von mir? Herr Santini stellte ein Glas vor mir ab und füllte es mit Rotwein. „Sehen Sie, ich, bin ein einflussreicher Mann und ich möchte meine Memoiren schreiben. Ich benötige hierfür allerdings einen Schreiber, der sowohl flüssig im Stil wie auch unterhaltsam schreibt. Ich dachte an Sie.“ Er erhob sein Rotweinglas und prostete mir zu. Ich erhob ebenso mein Weinglas und wir ließen die Gläser klirren. Der Gedanke die Memoiren eines Mannes zu schreiben erweckte nicht gerade große Freude in mir. Ich fragte mich, welche Vorstellungen er wohl hatte vom Erfolg seines Unternehmens. Santini stellte sein Glas auf den Tisch und lächelte mich entwaffnend an. „Sehen Sie, ich kann mir vorstellen, Memoiren sind nicht aufregend. Ich biete Ihnen einen Vorschuss von 5.000 Euro und hier.“ Er griff in seine Jackentasche und zog ein Flugticket hervor. „Dieses ist das Flugticket, sie müssten mich am morgigen Tag schon begleiten.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Hoppla dachte ich, dieser Deal ging aber megaschnell. Das musste einen Haken haben. Auf der anderen Seite brauchte ich dringend das Geld. Ich musste meiner Exfrau noch zwei Monate Unterhalt zahlen und deshalb gab es wohl nicht viel zu entscheiden. „Wie sieht es mit einem Vertrag aus?“ Francesco Santini winkte ab. „Wir brauchen keinen Vertrag. Sollten wir nicht zu einem Ergebnis kommen, dann betrachten Sie das Geld als Entschädigung für ihren zeitlichen Aufwand.“ Ich sah ihn an und nickte zustimmend. Was mochte es wohl heißen, sollten wir nicht zu einem Ergebnis kommen? Egal, für mich zählte erst einmal die Rettung. Herr Santini bewirtete mich vorzüglich und so blieb ich lange an diesem Abend in der Pizzeria. Gegen Mitternacht verabschiedete ich mich und eilt zur nächsten Sparkasse. Ich zahlte 4.000 Euro auf mein Konto ein, dann marschierte ich zurück in meine Wohnung. Am nächsten Morgen überwies ich den Unterhalt an meine Exfrau über meine Onlinebanking Verbindung. Anschließend packte ich einen Koffer für meinen Flug nach Sizilien. Gegen Mittag fragte ich mich, ob ich überhaupt das Richtige tat, doch der Gedanke an das Geld ließ meine Zweifel verfliegen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich traf Francesco Santini am Abfertigungsschalter der Fluglinie. Meine Erwartung der Mann würde mir etwas aus seinem Leben erzählen wurde enttäuscht, stattdessen las er Wirtschaftsnachrichten. Der Flug nach Sizilien verlief ebenso schweigend. Am Flugplatz erwartete uns bereits ein Chauffeur und unsere Reise führte aus der Stadt auf das Land. Plötzlich begann Santini zu reden. „Jetzt mein Freund fahren wir in das wirkliche Sizilien. In Sizilien hat es ein Großteil der Bevölkerung schwer, die Menschen leben in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen. Das war schon immer so und früher gab es deshalb sogar Aufstände. Ein Großteil der Sizilianer wanderte deshalb aus. Ihr Weg führte sie in die Welt doch im Herzen blieben sie Sizilianer. Das kann nur jemand verstehen, der hier geboren wurde und dieses Land liebt. Sizilien ist ein Schmelztiegel und am besten spürst du es an unseren Kochtöpfen. Wir haben eine der besten, gesündesten und schlichtesten Küchen der Welt. Wir haben gelernt, von unseren Eroberern das Gute zu behalten und das Schlechte nicht anzunehmen.“ Der Wagen fuhr durch eine Einfahrt und es dauerte noch ein wenig, bis wir an das Haus gelangten. Was heißt hier schon Haus, es war eine Villa. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Francesco stellte mir seine Frau Eleonora vor und einige Verwandte, die wohl seine Rückkehr erwartet hatten. Die Frau des Hauses führte mich zu meinem Zimmer und zeigte mir die Ausstattung, danach ließ sie mir Zeit, mich für das Abendessen umzuziehen. Während ich mich umzog, nahm ich die Gerüche wahr. Es waren die ersten Wegbegleiter einer anderen Welt. Ein Blick von meinem kleinen Balkon stimmte mich glücklich. Es war genau die passende Zeit, in der die Sonne ihr schönstes Licht ein letztes Mal über die Welt sendete, ehe sie sich zum Schlafe legte. Ich war fasziniert von diesem Moment und am liebsten wäre ich gar nicht mehr auf diese Welt zurückgekehrt, so sehr war ich mitten in einem Tagtraum gefangen, voller Zärtlichkeit und Sanftmut. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich hörte weder das Klopfen an meiner Zimmertür noch bemerkte ich die Person in meinem Rücken, einzig und allein der dezente Geruch eines Parfüms, welches mich an Mill erinnerte, irritierte mich ein wenig. Eine zarte Hand legte sich auf meine Schulter und eine betörende Frauenstimme flüsterte mir die Worte ins Ohr. Ich verstand nicht ihren Sinn, ich hörte nur auf die Melodie ihres Tonfalls und musste eingestehen, diese Stimme fesselte mich. Langsam fast im Zeitlupentempo drehte ich mich um, dann trafen sich unsere Augenpaare. Es waren zwei Augen, die glänzten wie die Sterne, klar wie ein Kristallsee in den Bergen. Ihr Haar war schwarz und ihr Gesicht strahlte voller Wärme, ihr Mund war lieblich und die Gesichtszüge zeigten die Reife einer wunderschönen Frau. Hätte ich geschrieben der Blitz, schlug ein oder ich war plötzlich von Sinnen, ich war sicher nicht mehr bei klarem Verstand. „Haben Sie mich nicht gehört? Ich habe an der Tür geklopft, mein Vater meinte ich solle sie rufen. Wir warten auf der Terrasse oder haben Sie etwa keinen Hunger?“ Natürlich hatte ich Hunger, es dürstete mich nach Leben und Frohsinn. Hatte ich mich etwa so plötzlich verliebt? Nein! Das konnte nicht sein, ich war hier, weil ich ein Buch schreiben sollte. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;„Mein Name ist Alessia.“ Sie reichte mir ihre zarte Hand und ich ergriff sie behutsam, so als würde man mir Juwelen reichen. Ich stammelte so einen Mist. „Ich bin entzückt. Sie haben einen sehr schönen Vornamen. Ich heiße Alex Blau.“ Das war wohl die platteste und dümmste Anmache aller Zeiten, es fehlte mir aber tatsächlich in diesem Augenblick an der Klarheit und Brillanz meiner Gedanken und so gereichten meine Worte eben nur zu einer seichten Kommunikation. Wie konnte ich auch außerdem auf die Idee kommen dieses zarte Geschöpf würde an mir Interesse entwickeln. Schlagartig war mir bewusst, ich war nur ein Schriftsteller, sie aber war die Göttin Aphrodite aus einer anderen Welt. Nie würde es mir gelingen in dieser Welt Beachtung zu finden. Ich spürte einen leichten Herzschmerz, als ich ihr zur Treppe folgte. Während Alessia die Treppe hinab schwebte, kam ich mir wie ein Bauernlümmel vor. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich setzte mich an den mir zugewiesenen Platz und meine Angebetete saß genau neben mir. Ich versuchte mich an diesem Abend zu konzentrieren, nichts falsch zu machen und keine Gefühle zu zeigen. Ich verkroch mich geradezu in mein Schneckenhaus und hoffte niemandem würde meine Pein auffallen. Natürlich fiel ich auf, Francesco grinste verschmitzt und seine Frau lächelte mich ständig freundlich an. Einige Mal berührte Alessia mich, legte ihre Hand auf meinen Handrücken und bat mich ihr Dinge vom Tisch zu reichen. Es war als würde ich Stromschläge verpasst bekommen, Gefühle wallten durch meinen Körper und eine Gluthitze erfasste mein Herz.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Francesco kam zu mir herüber und fragte. „Wollen wir zwei noch einen kleinen Spaziergang machen oder willst du lieber mit meiner Tochter den Sternenhimmel genießen?“&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Hatte ich mich so daneben benommen? War es mir nicht gelungen, meine Gefühle für mich zu behalten? In diesem Augenblick spürte ich eine leichte Röte auf meiner Visage und ich hasste mich dafür. Alessia hingegen lächelte ihren Vater an. „Vater du bist doch sicher müde. Ich denke meine Wenigkeit wird unserem Gast noch unser Land zeigen. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich ihn gerne Morgen zu einer Wanderung entführen.“ In mir regte sich ein letzter Versuch, sich meinem nahenden Schicksal zu entziehen. „ Das ist zwar nett von ihnen Alessia, ich denke nur ich sollte langsam anfangen, die Memoiren ihres Vaters zu schreiben.“ Francesco Santini klopfte mir auf die Schultern. „Entspanne dich Alex, das Buch hat doch noch Zeit. Große Ereignisse brauchen ihre Zeit um zu reifen. Du musst erst Sizilien kennenlernen, ehe du schreiben kannst. Uns läuft doch die Zeit nicht davon, wir müssen sie eben nur richtig und sinnvoll nutzen. Meine Tochter ist eine sehr begabte Architektin. Übrigens ist meine Kleine die beste Partie weit und breit.“ Das mochte wohl so sein aber bestimmt nicht für mich. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich beschloss, am nächsten Tag nach unserer Wanderung mit Francesco zu sprechen. Es schien mir wichtig ihm die Wahrheit zu sagen. An diesem Abend verlor ich unter dem sizilianischen Sternenhimmel gänzlich mein Herz. War es die atemberaubende Fee an meiner Seite, war es der Duft, welcher in der Luft lag oder war es die klare Nacht voller glitzernder Sterne, ich hatte mich unsterblich verliebt.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Der nächste Tag führte Alessia und mich an einem trocken, heißen Sommertag durch eine die Sinne berauschende Landschaft. Die Vegetation war unbeschreiblich, Wildblumen wie Jasmin, Mimosen und Orchideen wuchsen entlang unseres Weges. Überall waren Wildkräuter und ihr Aroma lag in der Luft. Sie führte mich zu Gummibäumen, Bananenstauden um anschließend unter Olivenbäumen mit mir zu sitzen. Sie sprach und ich hörte zu, meine Augen hingen an ihren Lippen. Am liebsten hätte ich sie geküsst, doch dazu fehlte mir der Mut. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Eine innere Stimme rief mich zur Vernunft auf, ich sollte ihr weder Schmerz noch Leid zufügen,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;es war mein stilles und leises Leiden. Am Abend suchte ich das Gespräch mit Fancesco. Er ließ mich nicht zu Wort kommen, stattdessen sagte er mir es wäre im Moment keine Zeit. Wir würden in der kommenden Woche am Samstagnachmittag miteinander reden. Er habe extra ein Boot für dieses Gespräch geordert. Ich solle mich doch an Alessia halten, die wisse schon, was zu tun wäre. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;In meinem Zimmer wurde mein Laptop ausgepackt und ich begann mir meinen Frust von der Seele zu schreiben. Die Frage war doch: Konnte diese Situation noch gerettet werden? Alessia ließ mir keine Zeit, rein zufällig kam sie in mein Zimmer. Ich sollte sie zu den Arabern begleiten. Araber? Pferde, was denn sonst. So verbrachte ich auch diesen Abend mit Alessia. Die folgenden Tage litt ich die höchsten Qualen, die Liebe hatte mich in Brand gesetzt und ich drohte, daran innerlich zu verglühen. Während mich die Frau durch die Blütezeit der Insel führte und ich den kulinarischen Genüssen erlag, wünschte ich mir insgeheim diese Zeit möge nie vergehen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Am Samstag war es dann so weit. Wir fuhren zum Meer und bestiegen ein großes Schiff. Es war festlich geschmückt und alles sprach für ein großes Ereignis. Alessia flüsterte mir zu. „Vater hat heute Geburtstag.“ Das war wieder so ein Moment, an dem ich vor Scham fast im Boden versank. Ich hatte kein Geschenk für ihn, das war mir sehr peinlich. An Bord des Schiffes wurde mir ein Platz am Tisch Francescos zu gewiesen und wieder saß ich neben Alessia. Ich war so mit den Eindrücken beschäftigt und so entging mir das Ablegen des Schiffes. Auf See wurden erst einmal Reden geschwungen, wie es bei solchen Anlässen üblich war.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Irgendwann gelang es mir, das Geburtstagskind für einen Augenblick ungestört zu erwischen. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wir standen am Heck des Schiffes sahen hinaus auf das Meer und ich erzählte ihm die Wahrheit. Er legte seine Hand auf meine rechte Schulter. „Ich habe von meinem Sohn schon Deine Geschichte gekannt und ich habe nur darauf gewartet, dass Du mir es selber erzählst. Du bist ein anständiger Mensch. Willkommen in meiner Familie.“ Er umarmte mich. Was sollte dies nun heißen? Ich hatte keine Zeit zum Nachdenken, Riccardo und Sofia, verwickelten mich in ein Gespräch. Geschickt bugsierten sie mich zurück an meinen Tisch. Ich setzte mich und Eleonora gab mir einen Kuss auf die Wange. &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Francesco kam an den Tisch. „Es wird langsam Zeit, das ein alter Sizilianer seinen Herzenswunsch erfüllt bekommt. Meine Tochter ist nun schon vierzig Jahre und immer noch unverheiratet. Ich will nicht sagen, es sei eine Schande. Nein! Ich liebe meine Tochter und ich gebe sie nur in gute Hände ab. Es wird langsam Zeit, meine Memoiren zu schreiben. Was meinst Du dazu Alex?“ Ich zuckte verlegen mit den Schultern. „Ich stimme natürlich zu.“ Francesco nickte. „Das heißt Du wirst meine Tochter zur Frau nehmen. Sie ehren, achten, respektieren und Ihr treu sein?“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich war sprachlos. Was geschah hier? Wie konnte er einem Menschen wie mir einen solchen Diamanten anvertrauen? Verzweifelt suchte ich nach einem Strohhalm. „Lieber Francesco, ich kann doch keine Frau heiraten ohne ihr Einverständnis.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Alessia beugte sich zu mir herüber und gab mir einen langen, zärtlichen Kuss. Ich konnte nicht anders, aber jetzt brachen alle meine Dämme auf einmal. Ich hielt sie eng umschlungen und ich ließ sie so schnell nicht mehr los. Einige Zeit später trennten sich unsere Lippen und Alessia flüsterte mir ins Ohr. „Glaubst Du wirklich mein Vater verheiratet mich, ohne vorher sich genau zu informieren, wenn ich mir da anlache.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Eleonora liefen Tränen der Freude die Wangen hinab. Francesco hingegen klatschte in die Hände und alle Stimmen waren schlagartig still. „Ich, Francesco Santini, der alte Sizilianer, verkünde euch Allen mein schönstes Geburtstagsgeschenk. Meine Tochter Alessia und Alex werden heiraten.“&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Die ganze Familie freute sich. Ich hatte geglaubt, mir ausmalen zu können, wie Sizilianer feiern, aber die nachfolgenden Stunden zeigten mir eine überschwängliche pure Lebensfreude. Francesco sagte irgendwann zu mir. „Alex, jetzt haben wir dann doch noch schnell meine Memoiren geschrieben.“ &lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Ich schaute ihn erstaunt an. „Hast du wirklich geglaubt, ich würde meine Memoiren schreiben? Es war nur ein Vorwand um dich auf diese Insel zu entführen. Es sei mir verziehen.“ Ich strahlte über mein ganzes Gesicht vor Freude und Glück. „Ich glaube es war die sinnvollste Entführung meines Lebens. Ich werde meine neue Freiheit unter der Sonne Siziliens und an der Seite meiner sizilianischen Liebe genießen.“&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Eleonora klatschte freudig in die Hände. „Das heißt, Du bleibst hier auf der Insel.“ Ich nickte. „Gibt es einen schöneren Ort für die Liebe und das Leben?“ Alessia und ich heirateten im Herbst dieses Jahres. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Im Jahr darauf waren wir schon zu dritt.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant,&lt;/a&gt; &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;, Germany&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;,&amp;quot;serif&amp;quot;;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-3137237068708924710?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/3137237068708924710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/12/sizilianische-liebe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3137237068708924710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3137237068708924710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/12/sizilianische-liebe.html' title='Sizilianische Liebe'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-7541373566092243659</id><published>2010-10-29T09:39:00.000-07:00</published><updated>2010-10-29T09:42:22.148-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Familie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><title type='text'>Jens und Maria</title><content type='html'>Maria und Jens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren noch an der Uni, als sich unsere Liebe fand.&lt;br /&gt;Zwei junge Menschen auf dem Weg in ein Leben voller Abenteuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Sinn war es die große Karriere zu machen, etwas anderes kam nie infrage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während andere Paare heirateten und Kinder bekamen, lehnte Maria solche Lebensweise total ab. Kinder niemals!&lt;br /&gt;Ich hatte mich längst damit abgefunden, unser Leben ließ uns ohnehin dafür keine Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marias Weg führte sie nach Frankfurt an die Börse, mein Weg führte mich in einen großen internationalen Konzern.&lt;br /&gt;Während Maria sehr schnell Aufstieg in der Liga der Händler und ein unglaubliches Gehalt verdiente, war mein Aufstieg zumindest was das Geld betraf nicht so rosig ausgefallen. Gestört hatte mich dieser Unterschied nie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere kleine Welt war wirklich sehr begrenzt, die gemeinsamen Stunden konnten an der Hand abgezählt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bauten uns ein Haus in der Pfalz, umgeben vom Wald und unsere Nachbarschaft bekamen wir fast nie zu sehen.&lt;br /&gt;Finanziell ging es uns sehr gut, wer kann schon von sich behaupten ein wahres Luxushaus innerhalb von fünf Jahren bezahlen zu können. Wir schon! Aber wo war unser Leben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war für uns kein Thema und bei der wenigen Zeit auch nie sonderlich von Bedeutung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Freitagnachmittag änderte sich unser Leben schlagartig, sozusagen innerhalb von Sekunden. Maria war mit ihrem Porsche auf dem Weg zu unserem Haus. Es regnete in Strömen und sie musste noch unbedingt für das Wochenende einkaufen. Ich hatte an diesem Tag keine Zeit, ein Meeting hetzte die nächste Besprechung und dazwischen qualmte es an allen möglichen Stellen. Wir hatten an diesem Tag einen kleinen Gau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria raste hingegen mit ihrem Porsche durch den Regen und circa drei Kilometer vor unserer Autobahnabfahrt passierte das Unvermeidliche. Ein Lastzug scherte einfach auf die Überholspur und Maria musste voll auf die Bremse gehen. Auf der nassen Fahrbahn begann der Porsche zu schwimmen, erst touchierte er die Leitplanken, dann streifte er einen Kleinlaster, der gab dem Wagen einen leichten Dreh und schon raste der Porsche über den Seitenstreifen in die Böschung hinab. Das hohe Tempo hielt den Wagen nicht unten, sondern ließ ihn einen steilen Weinberg ansteigen, immerhin noch gut hundertfünfzig Meter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war ein Bild der Verwüstung, auf der Autobahn lagen überall Fahrzeugteile, nachfolgende Pkw waren ineinandergefahren und der Porsche hatte den Weinberg in einer breiten Flucht zerstört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wrack stand am Berg und durch den Regen waren die Sichtverhältnisse durch den bevorstehenden Abend schlecht. Die Feuerwehr musste erst einmal die Unfallstelle ausleuchten, bevor sie erkannten, ohne Bergungsgerät war der Porsche nicht mehr zu öffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria, die aus mehreren offenen Wunden blutete, war ohne Bewusstsein und eingeklemmt. Es dauerte zwei Stunden, bis sie aus dem Fahrzeug befreit war und in ein Krankenhaus transportiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bekam von dem Unfall erst mit, als ich die Unfallstelle passierte und den Porsche auf dem Abschleppwagen sah. Ich hielt an und sprach mit den Polizisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Krankenhaus erwartete mich die nächste Hiobsbotschaft. Maria würde zwar überleben dafür aber gelähmt sein. Das war ein Schock! Sie lag bewusstlos auf der Intensivstation und ich stand an ihrem Bett und konnte nicht helfen. Wer sollte informiert werden? Niemand, wir hatten doch keine Verwandten mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich saß an ihrem Bett und fragte mich: „Was hat uns das Leben bisher eigentlich gebracht?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinem Chef machte ich verständlich, meine Lebensgefährtin braucht mich jetzt. Seine Worte trafen mich erneut. „Ihnen ist wohl bewusst, dass sie in Zukunft weniger verdienen werden, außerdem mit einem Manager der hier nicht zu zweihundert Prozent arbeitet, kann ich nichts anfangen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Monate später konnte ich Maria aus dem Krankenhaus nach Hause holen. Ich setzte sie auf den Beifahrersitz, verstaute den Rollstuhl im Kofferraum und wir fuhren zu unserem Haus. Sie hatte die ganze Fahrt über kein Wort gesagt, bleich, einem Häufchen Elend gleich saß sie auf dem Beifahrersitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren zwei wahre Planer und wir hatten unser Haus schon vom ersten Stein an auch für das Alter gebaut. Wer hätte gedacht wir würden dies schon viel schneller brauchen als gedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fuhr den Wagen in unsere Doppelgarage und half ihr in den Rollstuhl. An unserem Haus waren die Wege ebenerdig und so konnte der Rollstuhl ohne Probleme ins Erdgeschoss gelangen. Wir hatten sogar einen Aufzug eingebaut. Unsere Freunde haben uns damals alle belächelt und sagten. „Die zwei Römer spinnen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria ging mir die nächsten zwei Monate so gut es ging aus dem Weg. Ein Gespräch war einfach nicht möglich.&lt;br /&gt;Ich hatte meine Hoffnung schon längst aufgegeben, da schob sie ihren Rollstuhl neben meinen Wohnzimmersessel und lächelte mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In ihren Händen hielt sie ein Schreiben. Ich fragte wie es so oft in solchen Augenblicken vorkommen mag das Falsche.&lt;br /&gt;„Geht es dir gut?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Eine noch blödere Frage fällt dir dazu nicht ein. Ich habe heute meinen Rentenbescheid bekommen.“ Sie lachte fast hysterisch, dann schlug sie mit der geballten Faust auf ihren Stuhl ein. „Verdammte Scheiße! Ich bin doch erst vierzig! Soll ich in solch einem Scheiß Rollstuhl dahin verkümmern? Ich bin doch kein Krüppel!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuchte, sie zu trösten. „Nein! Du bist kein Krüppel, aber ändern kannst du die Dinge auch nicht mehr.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du hast gut reden, du bist von dieser Geschichte nicht betroffen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir sind ein Paar, in einer Gemeinschaft sind immer beide Teile betroffen. Geht es dir schlecht, geht es auch mir nicht gut.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria giftete. „Du schwallst doch nur Scheiße!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserem ganzen Leben hatte ich noch nie aus ihrem Mund innerhalb kurzer Zeit solche heftigen Worte gehört. Sie war immer beherrscht, hatte jede Situation im Griff. Es schien als sei über ihr die große Verzweiflung hereingebrochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir können über alles reden, Maria. Schau wir haben ein schuldenfreies Dach über dem Kopf und unsere Ersparnisse sind auch noch nicht weg. Wir können jede Situation meistern.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria schrie laut. „Wir sind bettelarm. Du Armleuchter hast dich in eine schlechtere Position versetzen lassen und ich kriege ganze 1.350 Euro Rente, dafür habe ich jahrelang den Höchstbeitrag in diesen Mistverein bezahlt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuchte sie in den Arm zu nehmen, doch sie wies mich ab. Hemmungslos liefen die Tränen die Wangen hinab. Ich versuchte das Gespräch erneut in Gang zu setzen.&lt;br /&gt;„Ist dir schon einmal aufgefallen unser Leben dreht sich nur um das liebe Geld. Geld, Haus, Auto und wo bleiben wir? Was haben wir in fünfzehn Jahren Gemeinsamkeit erlebt? Ich meine wirklich erlebt außer der Arbeit. Nichts!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria schaute mich entrüstet an.&lt;br /&gt;„Ach ein Haus ohne Schulden hat wohl keinen Wert?“&lt;br /&gt;„Darum geht es doch nicht. Waren wir jemals in Urlaub?“&lt;br /&gt;Maria verschränkte ihre Arme vor ihrem Oberkörper, trotzig wie ein Kind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das geht schlecht, so ein Haus abzahlen, alle zwei Jahre neue Autos und teuere Designerklamotten. Irgendwo muss eben auch bei Leuten wie uns gespart werden.“&lt;br /&gt;Ich war entsetzt. „Du willst mich wohl nicht verstehen. Unsere alten Freunde sind alle verheiratet und haben zumindest ein Kind. Und was haben wir?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria schrie. „Ich brauche keine Kinder, Windelscheißer, eine Bande durch das Haus ziehender Ungeheuer. Die machen mir doch meine Einrichtung kaputt. Die Vase dahinten, aus China, achthundert Jahre alt. Weißt du, wie wertvoll diese Vase ist?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Maria, diese Dinge mögen einen materiellen Wert haben und wo bei allen deinen Einwänden ist der Wert deines Lebens.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria blickte zornig. „Mein Leben hat keinen Wert mehr oder soll ich ihn mit 1.350 Euro monatliche Rente ansetzen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte es nicht fassen. „Du hast deine Zusatzversicherungen vergessen, außerdem hast du aus deinen Policen Geld bekommen. Du klagst auf hohem Niveau. Die Rente, die du bekommst, kriegen viele nicht einmal für ein langes Leben in harter Knochenarbeit!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du Armleuchter, dafür habe ich studiert.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Komme lieber schnell herunter von deinem Egotrip, der ist überhaupt nicht hilfreich. Wir sollten uns lieber Gedanken um die Zukunft machen. Ich würde zum  Beispiel auch ein Kind adoptieren.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria schrie das ganze Haus zusammen. „Ich werde in diesem Haus niemals Kinder akzeptieren, außerdem geh doch zu deinem Flittchen und mache der ein Kind. Meinst du, ich wüsste nicht von deinem Verhältnis!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das verschlug mir nun fast vollends die Sprache. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich und Verhältnis, was habe ich den die ganzen Monate für dich getan. Warum habe ich mich in meiner Position verschlechtert? Weil ich im Gegensatz zu dir begriffen habe, mein Leben gehört mir und nicht irgendeinem monatlichen Scheckgeber.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jens, du spuckst ganz schön große Töne! Wie willst du unser Haus erhalten? Wie willst du mir einen behindertengerechten Wagen finanzieren?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie drehte sich mit ihrem Rollstuhl um und verschwand.&lt;br /&gt;Es vergingen weitere zwei Monate, in denen wir uns wieder nur anschwiegen. Einen Wagen hatte sie noch keinen, wozu auch. Sie hatte beschlossen sich in ihr Schneckenhaus zu verziehen und dort hatte außer ihr keiner mehr Zutritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bereute schon fast, zu früh in meinem Job eine Veränderung herbeigeführt zu haben. Im Leben weiß man oft erst viel später, wozu die gewagten Schritte, dann doch gut waren.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ein Freund, dessen Unternehmen fast an unserem Wohnort lag, hatte mir einen Job mit gleichen Konditionen geboten. Ich hatte die Herausforderung angenommen, in einem kleinen Unternehmen zu arbeiten. Es war eine völlig neue Welt für mich und die Arbeit machte mir auch wieder richtig Spaß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marias Meinung dazu war eher bissig. „Damit hat er wohl seine Karriere endgültig begraben. Du warst schon immer ein unzuverlässiger Versager.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Worte blieben auf meiner Seele tief eingebrannt. Es würde lange dauern, bis ich wieder mit ihr sprechen würde.&lt;br /&gt;Ich fragte mich immer mehr: „Was lief in unserem Leben einfach so verdammt schief? Wir hatten doch wirklich keinen Grund so miteinander umzugehen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten Wochen herrschte in diesem Haus ein eisiger Wind. Das lag nicht nur am beginnenden Winter. Das Weihnachtsfest wurde wohl das traurigste Fest meines Lebens. An Neujahr kam mir sogar der Gedanke, meinem Leben ein Ende zu setzen. Maria war meine große Liebe, doch ich konnte sie nicht mehr erwärmen. Ihre Gefühle waren zunehmend erkaltet und ihr Herz voller Bitterkeit verschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Februar lag hoher Schnee vor unserem Haus und ich blickte an einem Samstagmorgen verträumt über die Schneedecke. Vor meinen Augen zogen die Kindertage vorbei, Schlittschuhe, Rodelschlitten, Schneeballschlachten und das übermütige Kinderlachen. Ich hörte nicht die Klingel und ich merkte auch nicht die Besucher, die längst in ein Gespräch mit Maria vertieft waren. Ich war meilenweit weg von diesem Leben in einer anderen Welt.&lt;br /&gt;Irgendwann sah ich eine alte Frau an unserem Wohnzimmertisch heulend eine Geschichte erzählen. Eine junge Frau saß daneben und stellte ständig irgendwelche Fragen. Ich wollte davon keine Silbe hören, doch Maria rief mich an den Tisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie aus weiter Ferne fand ich in die Gegenwart zurück und mein Gehirn nahm die Worte wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wer kümmert sich jetzt um die armen Kinder? Das ist wohl unsere Angelegenheit.“ Irgendwie verstand ich diese Worte nicht. Welche Kinder? Wir hatten doch keine Verwandten mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war unsere Sicht der Verhältnisse, doch in Ostfriesland gab es tatsächlich eine entfernte Cousine meiner Frau. Die guten Leute hatten dort einen Bauernhof und zwei Kinder, ein Mädchen fünf und einen Jungen sieben Jahre alt. Ihr Hof war abgebrannt und die Eltern an einer Rauchgasvergiftung gestorben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das plätscherte alles an mir vorbei wie ein Wasserfall, betraf mich nicht und war auch nicht von Bedeutung für mich, wäre da nicht dazwischen ein Sirenengesang gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria interessierte sich für das Schicksal dieser beiden Kinder. „Natürlich nehmen wir die beiden Kinder, nicht wahr Jens. Unser Haus ist groß genug und außerdem haben wir einen großen Garten. Kinder sind doch wichtig im Leben, außerdem sind es meine einzigen Verwandten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich traute kaum meinen Ohren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dame vom Jugendamt meinte. „Es wäre gut sie wären verheiratet, es würde manches einfacher machen. Ich bin mir auch nicht sicher ob Kinder in dieses Haus passen, die wertvollen Sachen, die hier so herumstehen. Kinder werfen schon einmal was um.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria nickte zustimmend. „Heiraten wollten wir schon lange, aber dann kam mein Unfall dazwischen. Irgendwie haben wir dann dieses Ziel aus den Augen verloren. Das Zeugs hier.“ Sie zog mit der Hand einen Kreis durch die Luft. „Das ist doch nur tote Materie. Die besonders wertvollen Sachen werden wir bei einem Auktionshaus versteigern lassen. Das Geld nehmen wir dann für die Ausbildung unserer Kinder. Du teilst doch meine Meinung Jens?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir blieb erst einmal die Spucke weg. Ich nickte nur zustimmend. Das war für mich nicht nachvollziehbar, meine Maria übernahm so ganz nebenbei meine Ansichten.&lt;br /&gt;Die nächste Zeit war mit Hektik verbunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maria nicht ich, entrümpelte das Haus. Die wertvollen Sachen kamen unter den Hammer in einem Düsseldorfer Auktionshaus auf der Kö und brachten eine für mich unvorstellbare Summe ein. Hatten wir wirklich in unserem bisherigen Leben in so einem wertvollen Staub gelebt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wandlung Marias ging mit einem Affentempo weiter. Ich konnte nicht einmal so schnell schauen, wie sie plötzlich unser Haus und dabei auch sich veränderte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie richtete beiden Kindern ihre Zimmer ein und kaufte sich einen behindertengerechten Peugeot 1007.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Maria und ich heirateten und was ich längst nicht mehr gewagt hatte zu hoffen, trat ein. Wir wurden eine richtig starke Familie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere beiden Kinder entwickelten sich prächtig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tom ist mittlerweile achtundzwanzig Jahre alt, von Beruf Anwalt und heiratet am heutigen Tag seine langjährige Freundin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Tochter Lisa ist Ärztin und sie hat im letzten Jahr die Praxis unseres Hausarztes übernommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir? Wir haben viele glückliche Jahre geschenkt bekommen, trotz Rollstuhl. Wir haben gelernt, das Leben zu leben. Maria würde heute nicht glauben, dass sie einmal drauf und dran war,  ihr Leben nur für das Geld zu opfern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebe meine Frau immer noch so wie in unseren Studententagen und eigentlich möchte ich keinen Tag missen, auch die weniger Guten nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, Schriftsteller, Germany&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;    Autor des Romans  « &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Das Chaos &lt;/a&gt;»&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-7541373566092243659?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/7541373566092243659/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/jens-und-maria.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7541373566092243659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7541373566092243659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/jens-und-maria.html' title='Jens und Maria'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-1819806970726886322</id><published>2010-10-23T04:43:00.000-07:00</published><updated>2010-10-23T04:49:11.471-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Reise'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kreuzfahrt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebesleid'/><title type='text'>Kreuzfahrt ins Glück</title><content type='html'>Kreuzfahrt ins Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sophie knallt ihr Weinglas auf den Tisch und schaut wütend zu ihrem Tischnachbarn hinüber. „Weißt du, was du bist! Ein kleiner Maurermeister, der sich zum großen Bauunternehmer aufspielt. Du Spießer! Wenn ich mich amüsieren will, dann tue ich es auch. Es gibt auch noch andere Männer auf dieser Welt, Eduard. Ich suche mir jetzt einen mit dem entsprechenden Charisma.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Oberkellner eilt zu dem Tisch. „Meine Dame, wir sind in einem 5 Sterne Hotel. Ich möchte sie bitten, Ihren Ton etwas leiser anzuschlagen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sophie stemmt ihre Hände in die Hüften. „Steck du Würstchen deine 5 Sterne sonst wohin, du dämlicher Lackaffe! Eduard ich lasse mich scheiden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sophie springt vom Tisch auf und rennt davon. Der Oberkellner schaut ihr sprachlos hinterher. „Ist ihre Frau immer so?“  Eduard lacht. „Seit sie den Verstand verloren hat, sie glaubt allen Ernstes, sie gehöre zu den besseren Kreisen.“ &lt;br /&gt;Der Oberkellner grinst. „Da wird sie aber noch lange üben müssen, so wird sie besten Falls bekannt in der Boulevardpresse.“ Eduard ist diese Aktion peinlich. Einige Leute starren ihn immer noch an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bringen sie mir bitte die Rechnung.“ Der Oberkellner schaut Eduard verwundert an. „Welche Rechnung soll ich ihnen bringen? Sie haben doch noch gar nichts bestellt.“ Eduard nickt nur und steht auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.“ Der Oberkellner orakelt. „Hoffentlich kommen nicht noch mehr solche Peinlichkeiten durch die Tür herein spaziert.“ „ Ich kann mich nur für meine Frau entschuldigen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Oberkellner meint tröstlich. „Seien sie froh, wenn sie diese Furie los sind.“&lt;br /&gt;Dieses unangenehme Ereignis hat sich genau vor acht Monaten, drei Tagen und vier Stunden zu getragen. Seit drei Tagen ist Eduard geschieden und jetzt steht er an der Reling eines Kreuzfahrtschiffes und schaut hinunter in das geschäftige Treiben des Hafenbetriebes. Diese Reise verdankt er seiner Schwester Elvira und die hat nichts Besseres zu tun, als sich angeblich unsterblich zu verlieben. Wie bescheuert sind eigentlich die Menschen? Vor drei Jahren ist ihr Ekel von Mann bei einem Unfall mit seiner Geliebten ums Leben gekommen. Er hatte geglaubt seine kleine Schwester wäre intelligenter und jetzt kommt sie doch tatsächlich mit einem eher mittellosen Schriftsteller an. Das will Eduard nicht akzeptieren und schon gar nicht erst dulden. Er wird diesen Hochstapler entlarven. Jawohl! Er wird ihm die Fratze des angeblichen Ehrenmannes entreißen, ihn bloßstellen und der Welt zum Spott vorwerfen. Während Eduards Gesichtsausdruck Bände spricht, steht plötzlich Elvira neben ihm.&lt;br /&gt;„Also wirklich, Bruderherzchen, ich habe dir diese Reise geschenkt, weil ich dachte, du freust dich und jetzt machst du eine Visage wie drei Tage Regenwetter.“ &lt;br /&gt;Eduard wird sich seiner Gefühle bewusst und lächelt sie an. „Entschuldigung, mein kleiner Engel, ich fürchte du schlägst mich noch mit einer größeren Dummheit.“ Elvira hakt sich bei ihm unter und meint. „Nur weil du auf diese größenwahnsinnige Friseuse reingefallen bist, muss ich nicht automatisch ein ähnliches Schicksal haben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard ist da ganz anderer Meinung. „Was weißt du über deinen Schriftsteller? Nichts! Das ist ein absoluter Hochstapler, der sucht doch geradezu ein warmes Nest, in dem er sich wohlfühlen kann.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira nimmt den rechten Zeigefinger und stupst ihn auf seine Nase. „Hallo großer Bruder, höre ich da etwa die Eifersucht aus deinen Worten?“ Eduard drückt seine Schwester an sich. „Nein! Ich will wirklich nur dein Glück.“ „Na dann ist ja gut.“ „Wo steckt der Typ eigentlich?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der Typ hat einen Namen und heißt Sebastian.“ „Wie? Sebastian, wie kann einer schon so heißen. Der richtige Name für einen Heiratsschwindler.“ Elvira lacht laut. „Jetzt reicht es aber wirklich mit dir. Nimm dich gefälligst zusammen. Er weiß nichts von meinem Bruder und ich wollte ihn eigentlich auf die Probe stellen. Jetzt kommen mir aber erste Zweifel.“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard atmet erleichter auf. „Wenn es so ist, dann werde ich mich ganz anständig verhalten.“ Elvira drückt ihren Bruder an sich. „Falls ein Baulöwe so etwas überhaupt kann.“ Eduard lächelt mit der Sonne um die Wette. „Ich kann, du wirst schon sehen.“ Elvira ist beruhigt. „Okay! Ich mache mich erst einmal rar. Er sitzt an der Bar.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard schaut missbilligend auf seine Uhr. „Doch nicht schon um diese Zeit? Ist er Alkoholiker?“ Elvira meint schelmisch. „Da habt ihr dann was gemeinsam.“ &lt;br /&gt;Der Bruder sucht die Bar. Auf einem großen Kreuzfahrtschiff gibt es mehr als eine Bar. Eine halbe Stunde später wird er fündig. An der Kaffeebar sitzt ein Mann in einem dunklen Anzug mit Krawatte. Diese Person ist wohl Mitte vierzig. Eduard ist der Spund viel zu jung, er müsste älter sein, sechzig, siebzig. Jetzt ist er schone einmal hier, warum also nicht näher begutachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Gestatten, ist der Platz neben ihnen frei?“ Der Mann dreht sich kurz um und lächelt ihn an. „Von mir aus können sie die ganze Bar haben, mir reicht dieser kleine Platz, auf dem ich zur Zeit sitze.“ Eduard ist ein wenig erstaunt. „Ich heiße Eduard.“ Er reicht dem Mann die Hand. „Ich bin der Sebastian.“ Eduard setzt sich neben ihn. „Was trinken sie?“ Sebastian lächelt. „Einen doppelten Espresso und einen Bitterino.“ Eduard fragt interessiert. „Wie viele Umdrehungen hat der Bitterino?“ „Null, alkoholfrei.“ Eine junge Dame kommt herüber und fragt. „Was darf es für sie sein mein Herr?“ Eduard zeigt schweigend auf seinen Nachbarn. Die Bedienung lächelt freundlich. „Verstehe und für sie sicher auch noch einmal?“ Sebastian nickt. Während die Bedienung sich an die Arbeit macht, wandern Sebastians Augen über die Tische. „Suchst du etwas Bestimmtes? Ich darf doch du sagen?“ Sebastian nickt, eine leichte Röte breitet sich auf seinem Gesicht aus. „Ich wollte nur einmal wissen, was es so kostet.“ Eduard lacht laut auf. „Du machst mir wirklich Spaß. Wir haben gerade erst abgelegt und du bist schon klamm.“ Sebastian sagt freundlich. „Behalte es für dich, ich habe meine Spargroschen zusammengelegt. Diese Reise ist mir eher eine Nummer zu groß.“ Eduard meint erstaunt. „Ach, so! Und wie hast du dein Ticket bezahlt?“ Sebastian winkt ab. „Es ist egal, was die Leute von mir halten, meine Freundin hat die Reise bezahlt.“ Eduard ist begeistert. „Heißt das, du hast hier eine Alte aufgerissen, die voll Knete hängt. So eine suche ich nämlich auch.“ Sebastian grinst. „Das ist nicht, wie du denkst, meine Freundin ist eine Putzfrau und langsam denke ich sie hat sich übernommen oder mich geleimt.“ Eduard ist sprachlos. „Wie geht denn so was?“ Sebastian lässt die Schultern hängen. „Sie ist nicht einmal gekommen und so wie es aussieht auch nicht an Bord. Das Ticket scheint aber bezahlt zu sein, sonst hätten sie mich doch längst Achtkant von Bord geworfen.“ Eduard kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Wie lange bist du mit deiner Putzfrau zusammen?“ „Seit einem Jahr.“ Das verschlägt allerdings Eduard die Sprache, er hatte geglaubt, das Paar kennt sich erst ein paar Wochen. „Und da ist dir nicht in den Kopf gekommen, deine Freundin hat gar kein Geld?“ „Doch schon aber sie hat wohl ein wenig geerbt.“ Eduard nickt zustimmend. „Klar doch! Und wie hast du sie kennen gelernt?“ „Ich war Zeuge.“  „Trauzeuge?“ „Nein! Sie hat einen Unfall gebaut mit dem Wagen von ihrem Boss. Das war ein teueres Auto.“ Eduard spricht unbeabsichtigt. „Sag bloß, es war ein Jaguar.“ Sebastian nickt. „Genau, ein Jaguar und der gehörte ihrem cholerischen Chef, einem Millionär am Wannensee.“ Eduard schüttelt den Kopf, erstens war es sein Jaguar und zweitens war er kein Choleriker, er nicht. „Vielleicht bist du einer Betrügerin aufgesessen.“ Sebastian nickt zustimmend. „Diesen Verdacht habe ich allerdings mittlerweile auch. Ich habe mich wohl sehr getäuscht in ihr. Warum verliebe ich mich immer in die falschen Frauen?“ Eduard hingegen stellt fest, da läuft was aus dem Ruder. Was hat sich seine Schwester bei der Nummer gedacht. Der arme Kerl ist völlig naiv und obendrein auch noch so zutraulich. Er nippt an seinem Espresso. „Das ist wohl deine erste Kreuzfahrt.“  Sebastian hat seinen Humor wieder gefunden. „Ja! Meine erste Schiffsreise und zugleich die letzte Reise in meinem Leben.“ Eduard meint betroffen. „Du musst dich nicht gleich umbringen, kein Mensch ist so viel wert.“ „Ich mich umbringen wegen einer Frau? Dann müsste ich schon lange tot sein.“ „Warum ist es dann deine letzte Reise?“ „Ich bin ein Schriftsteller und meine Mittel sind beschränkt.“ Eduard schüttelt den Kopf. „Also weißt du, du siehst gut aus, hast Manieren, warum angelst du dir keine Millionärin?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian lächelt vor sich hin. „Das kannst du nicht verstehen, bei mir geht es nicht um das liebe Geld. Ich brauche Gefühle, Düfte, Atem, Träume und Visionen, das kannst du mit Geld nicht bezahlen.“  Eduard lacht laut. „Weißt du, was dein Problem ist? Du bist blind! Jawohl! Mach die Augen auf, in dieser Welt zählt nur das Geld und sonst interessiert es kein Schwein, was du tust oder wer du bist.“ Sebastian klopft ihm auf die linke Schulter. „Siehst du, du bist genauso verblendet, lässt dich vom Geld narren und läufst winselnd hinter jeder Gelegenheit her, noch mehr Geld zu machen. Was hast du am Ende davon? Nichts! Vielleicht einen Goldsarg, aber drei Meter tiefer gehst auch du.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard nickt zustimmend. „An dieser Ansage ist etwas Wahres dran, wenn mir auch die andere Vorstellung eben besser gefällt. Wenn du auf mich hörst, dann angelst du hier auf diesem Schiff endlich eine Frau mit Geld.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian steht auf. „Kann ich bezahlen?“ Die Bedienung lächelt freundlich. „Können schon, mir reicht aber ihre Codekarte.“ Sebastian reicht ihr die Karte. „Am Ende der Reise starte ich eine Karriere als Tellerwäscher oder Knastbruder.“ Eduard meint dazu nur. „Du hast einen merkwürdigen Humor.“ Sebastian entgegnet. „Ich weiß, jedem Tierchen sein Pläsierchen und mir meine Welt. Ich wünsche dir viel Glück beim Angeln. Mir steht danach nicht mehr der Sinn. Ich sage es ganz banal: Habe fertig mit Frauchen, soll sich anderes Hündchen suchen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian geht in seine Suite und ist für die nächste Zeit mit seinem Laptop verheiratet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard schwant weniger Gutes, er befürchtet zu Recht die ersten tiefen Regenwolken am Liebeshimmel seiner Schwester. Er ist bereits auf dem Weg zu seiner Unterkunft, da stellt sich ihm Elvira in den Weg. „Na, wie findest du ihn? Süß, nicht war, ein ganz toller und großartiger Mann.“ Eduard, der angetreten ist, um die Verbindung zu verhindern, hat längst seine Entscheidung getroffen. „Elvira, ich mache da nicht mehr mit.“ Elviras Gesicht wird kreidebleich. „Mache mir das nicht kaputt!“ Eduard lacht wenig erfreut, eher voller Hohn. „Du brauchst niemanden um etwas kaputt zu machen, die Kleinigkeit erledigst du spielend, ganz allein.“ „Was redest du für einen Blödsinn?“ „Denkst du nicht, es wäre an der Zeit gewesen, wenn man eine Beziehung schon so lange pflegt, auch einmal mit der Wahrheit herüberzurücken? Glaubst du wirklich, dass du das jetzt noch gebacken bekommst? Ich Vollidiot! Der arme Mann hat auf dich gewartet.“ „Na und? Das macht die Sache interessanter.“ Eduard entgegnet trocken. „Falls du die Liebe als ein Spiel verstehst, dann wirst du ja auch wissen, wann man verloren hat. Du hast auf jeden Fall mehr als schlecht gespielt.“ Elvira ist geschockt. „Das ist nicht wahr! Ich liebe ihn doch.“ Eduard schüttelt fassungslos den Kopf. „Dazu gehört auch Vertrauen und vor allem Ehrlichkeit. Ich weiß wirklich nicht ob dir noch zu helfen ist. Ich gebe zu, ich habe es nicht gewusst, wie sehr dich doch noch deine Vergangenheit gefangen hält. Nur im Leben muss man auch loslassen können.“ Elvira faucht. „Männer sind eben Schweine!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard hat keine andere Antwort erwartet. „Du hast gedacht, da spiele ich mit dem armen Kerl, der ist so hilflos und es macht auch nichts, wenn er noch ein paar Fußtritte im Leben abkriegt. Elvira, so etwas ist pervers! Das ist krank entweder du bringst es in Ordnung oder ich. Ich lasse nicht zu, dass du so mit einem Menschen umgehst.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira stehen die Tränen in den Augen. „Danke! Das war wohl überfällig, hoffentlich habe ich noch eine Chance. Eduard, wenn ich alles falsch gemacht habe, fängst du mich dann noch auf.“ Eduard geht auf seine Schwester zu und nimmt sie in den Arm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja! Du bist und bleibst mein kleiner Engel.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wäre das Leben, wenn es ohne Zwischenfälle stattfinden würde? Einige Meter weiter steht ein Mann und blickt hinaus auf das Meer und die Worte rauschen an sein Ohr. Natürlich versteht er nur Bruchfetzen, aber eines versteht er sehr wohl. Die beiden Personen, kennen sich sehr gut und die Frau war seine Putzfrau. Merkwürdig, wie sich doch die Ereignisse gleichen und es scheint als müsse man immer wieder diese Situationen durchlaufen, wie Lehrstunden aus denen die Lehre nicht gezogen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erscheint Sebastian nicht neu, es ist auch nicht anders und der Schmerz ist keineswegs betäubt. Wie in Trance geht er zurück in seine Kabine, die ihm vorher riesig erschien und nun eher viel zu klein ist für die Pein seines Herzens.&lt;br /&gt;Während er in diesem Raum steht, sein Herz pocht und sein Blut pulsiert und der Verstand immer noch nicht bereit ist die Informationen zu verarbeiten, klopft es zaghaft an seiner Tür. Der Weg erscheint ihm endlos und ohne lange zu zögern, öffnet er die Tür. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor seinen Augen steht die falsche Schlange, die Versuchung aus dem Paradies, der Traum der Sehnsüchte, der Duft der Rose und die Dornen, die den Tod der Liebe bringen. Es ist nicht mehr der Flügelschlag des Glücks und nicht mehr der Glanz ihrer Augen, vielmehr der Mund, der spricht. „Es ist nicht so, wie du denkst, es ist vielmehr ganz anders.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Sebastians Ohren dröhnt es wie Donnerschlag, die Ouvertüre hat begonnen, die Dämmerung setzt ein. Das letzte große Finale und dann die vollkommene Stille. Er hat nicht mehr ihre Worte gehört, er hat nicht mehr ihre flehendliche Bitte vernommen und schon gar nicht mehr den ganzen Rest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweigend stehen sie sich gegenüber, ob Sekunden, Minuten oder Stunden, es gleicht einer Ewigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leise flüstern ihre Lippen. „Kannst du mir nicht verzeihen? Ich liebe dich so sehr und ich hatte so große Angst dir die Wahrheit zu sagen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian lächelt und sagt entwaffnend.&lt;br /&gt;„Das hatte ich alles schon einmal und ich habe nicht vor es noch einmal zu erleben. Es ist nicht so, wie du denkst, es ist vielmehr ganz anders. Das hat damals meine erste Frau auch gesagt, als ich sie mit dem Schornsteinfeger im Bett erwischt habe. Ich habe geglaubt du bist anders. Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft Elvira. Die Kosten für das Ticket werde ich dir abbezahlen. Das geht leider nur in Monatsraten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hilflos entgegnet Elvira.&lt;br /&gt;„Das Ticket ist doch überhaupt kein Thema. Es geht um uns, Sebastian.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian meint ganz ruhig.&lt;br /&gt;„Das hatte ich auch einmal geglaubt, jetzt weiß ich es besser.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira blickt unter sich und stammelt.&lt;br /&gt;„Das ist alles nur ein Irrtum. Lass uns darüber reden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mann schließt langsam die Tür und sagt.&lt;br /&gt;„Was soll es da noch zu reden geben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira flüchtet heulend in die Arme ihres Bruders. Ernüchternd meint Eduard. „Jetzt muss ich auch noch Gott Amor spielen, wenn das Mal gut geht, bei meinen beschissenen schauspielerischen Qualitäten.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den nächsten drei Tagen sieht es sowohl für den Gott der Liebe als auch für seine Boten auf Erden schlecht aus, es herrschen Donner und Blitz und die Wolken hängen tief. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira vergießt ihre Tränen ins Bettlaken und Sebastian sucht das Heil unter den Menschen. Irgendwann auf dieser Tour begegnet er dann Eduard.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hallo Sebastian, lass uns einen Kaffee trinken.“ Sebastian willigt ein. „Warum nicht, wie ich sehe, bist du beim Angeln erfolgreich.“ Eduard hebt erstaunt den Kopf und schaut Sebastian an. „Wie meinst du das?“ „Wie soll ich das schon meinen, wo du doch aus einer Putzfrau eine Millionärin gemacht hast.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard beginnt ganz langsam die Katastrophe zu begreifen, welche sich da zwischen den Beteiligten entwickelt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich glaube ich muss was klarstellen. Ich war von Anfang an gegen dich eingestellt und habe auch Stimmung gemacht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian winkt ab. „Lass es gut sein, du hattest recht außerdem, wenn eine Frau dich nicht wirklich liebt, dann sollte sie dir auch gestohlen bleiben. Das ist zumindest meine Auffassung.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard grinst. „Du hast mich wohl nicht richtig verstanden, Elvira ist meine Schwester.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunt schüttelt Sebastian seinen Kopf.&lt;br /&gt;„Mein Gott und ich dachte immer ich erfinde gute Geschichten und dann schreibt das Leben noch unglaublichere Geschichten. Ihr braucht euch nicht mehr zu verstecken, ich weiß auch so bescheid.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard ist fassungslos, der Kerl schnallt es immer noch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich gebe zu, meine Schwester hat es übertrieben, aber du scheinst ihr wohl in nichts nachzustehen. Ihr zwei seit wie geschaffen füreinander. Meine Schwester hat mit ihrem Mann sehr schlechte Erfahrungen hinter sich. Das liegt wohl in der Familie. Meine Frau, Sophie, war auch ein brillanter Fehlgriff meinerseits.“ Eduard klatscht in die Hände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So ist das Leben, Schnee von gestern, aufgewärmt ist auch nur Wasser.“&lt;br /&gt;Sebastian meint humorvoll. „Eine kalte Dusche kann manchmal wirklich gut tun.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard sieht seine Chance gekommen.&lt;br /&gt;„Jetzt allen Ernstes, das Mädchen heult sich die Augen aus. Das schadet der Schönheit einer Frau und sie ist nicht mehr die Jüngste, da dauert es noch viel länger, bis die Augen wieder schön leuchten. Liebst du sie?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian gestikuliert mit seinen Händen.&lt;br /&gt;„Das ist mein Problem, ich kann nicht mehr ohne sie.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard kann kaum glauben, was er da hört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mann, du sitzt hier und wirst nicht aktiv. Jetzt musst du die Initiative ergreifen. Geh zu ihr, sprich mit ihr. Eine bessere Zeit findest du doch nicht. Ein Kreuzfahrtschiff, strahlend blauer Himmel, da vorne hängen die Geigen und dort hinten am Horizont geht gerade die Romantik auf. Mach hin sonst werde ich noch sauer. Weißt du überhaupt, wo ihre Suite ist?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eduard schwebt zwischen Fassungslosigkeit und Verzweiflung.&lt;br /&gt;„Ihr zwei seit echt die Härte.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er greift in seine Hosentasche und zieht die Zimmerkarte hervor. Er reicht den Chip Sebastian. Der nimmt ihn zaghaft in die rechte Hand. Eduard lächelt.&lt;br /&gt;„Ab jetzt will ich endlich meine Ruhe, der Stress mit euch, der ist mir echt zu viel.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian begibt sich zu Elviras Suite. Er öffnet zaghaft die Tür und wirft einen Blick hinein. Auf dem Bett sitzt Elvira und wirft einen Blick herüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hau bloß ab, du Mistkerl. Ihr Männer seit es nicht wert auch nur eine Träne für euch zu vergeuden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie beeindruckt dieses Bild voller Elend Sebastian und er schließt hinter sich die Tür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bist du gekommen, um mich zu demütigen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian setzt sich auf ihr Bett und lächelt sie an.&lt;br /&gt;„Du hast immer noch die schönsten Augen der Welt. Tut mir leid. Ich weiß auch nicht, was da passiert ist. Ich war eben völlig verzweifelt, du fehlst mir so.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira rückt näher und nimmt Sebastian in den Arm.&lt;br /&gt;„Ich weiß auch nicht, ich habe irgendwie große Angst bekommen. Ich will nicht schon wieder leiden müssen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Lippen treffen sich zum Kuss. Ihre Hände suchen den Weg in die vertraute Zweisamkeit und irgendwann sind ihre Körper eins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich haben sie sich wieder gefunden und das trennende überwunden. Zärtlich haucht Elvira.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So einen Unsinn machen wir nicht wieder. Jetzt haben wir schon die Hälfte der Reise verplempert.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian haucht ihr zärtlich ins Ohr. „Dafür läuft unser Kreuzfahrtschiff aber endlich auf unserer Glückswelle.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira meint ausgelassen. „Dann könnten wir doch auch auf einem Kreuzfahrtschiff heiraten?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian streichelt sanft über ihre Haare. „Ist das jetzt ein Heiratsantrag?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira feixt. „Heute macht den eben die Frau.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian fährt über ihre Venushügel und meint.&lt;br /&gt;„Ich denke, da muss Mann wohl ja sagen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira stöhnt.&lt;br /&gt;„Das machen wir dann aber richtig.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sebastian atmet schwer.&lt;br /&gt;„Dann müssen wir aber eine neue Kreuzfahrt buchen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elvira haucht.&lt;br /&gt;„Was hast du denn gedacht, also wenn, dann wird das eine Reise ins Glück.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;, Germany&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-1819806970726886322?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/1819806970726886322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/kreuzfahrt-ins-gluck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1819806970726886322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1819806970726886322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/kreuzfahrt-ins-gluck.html' title='Kreuzfahrt ins Glück'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-3902882082465618009</id><published>2010-10-06T09:09:00.000-07:00</published><updated>2010-10-06T09:15:23.012-07:00</updated><title type='text'>Mit Eis geschrieben</title><content type='html'>Mit Eis geschrieben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liebte einst,&lt;br /&gt;war sehr glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wollte alles für die Ewigkeit aufschreiben,&lt;br /&gt;wollte alles festhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Baum im Garten&lt;br /&gt;Das Laub am Ast&lt;br /&gt;Meine Träume auch für die Zukunft&lt;br /&gt;Meine Freuden und meine Trauer&lt;br /&gt;Meine Liebe, meinen Schmerz&lt;br /&gt;Augenblicke, Schwüre,&lt;br /&gt;Versprechen, schöne Sätze&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie dran gedacht, nie geglaubt auf ein Ende...&lt;br /&gt;In meinem Eifer nahm ich ein Stift&lt;br /&gt;ohne zu sehen _woraus_.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schrieb alles wie im Trance auf&lt;br /&gt;wollte jedem der Welt mitteilen..&lt;br /&gt;Nicht nur in Liebe verweilen, raus schreien;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hört bitte alle zu, lest meine Geschichte,&lt;br /&gt;die schicksalhafte, traumhafte, einmalig schöne..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Jahren machte ich mein Herz wieder auf,&lt;br /&gt;Ich wollte nachlesen, was drin steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suchte, suchte,  fand nichts geschriebenes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine einzige Zeile stand drin,&lt;br /&gt;kein Wort war mehr vorhanden...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich das merkte war ich schon ein Greis...&lt;br /&gt;Ich schrieb anscheinend mit einem Stift-&lt;br /&gt;aus Eis...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Tedora- 7. Juli. 2006 00.30 Paraguay&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr über Tedora können Sie übrigens direkt auf ihrer Seite lesen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://tedora.de/"&gt;Medium Tedora&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ein Nachkomme der Göktürken aus dem Altai- Gebirge&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-3902882082465618009?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/3902882082465618009/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/mit-eis-geschrieben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3902882082465618009'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3902882082465618009'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/mit-eis-geschrieben.html' title='Mit Eis geschrieben'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-5698240706457790246</id><published>2010-10-06T09:01:00.000-07:00</published><updated>2010-10-06T09:03:58.833-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chemiecocktail'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leistungssport'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hiebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Treue'/><title type='text'>Liebe: Alles Nix! Oder was?</title><content type='html'>Liebe: Alles nix! Oder was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rede ist natürlich von der Liebe&lt;br /&gt;und dann gibt es auch gleich Hiebe.&lt;br /&gt;Liebe kommt vom Herzen, aus dem Bauch.&lt;br /&gt;Verwirrte Sinne, benebelt mit zartem Hauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Chemiker sagt dazu ganz gelassen:&lt;br /&gt;Das sind primitive Schlüsselreize&lt;br /&gt;aus einem angeborenen Urzeitprogramm.&lt;br /&gt;Die Evolution findet solches biologisch sinnvoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wird so langsam klar: Es ist der Botenstoff!&lt;br /&gt;Gedopt wird auch dabei mit Dopamin.&lt;br /&gt;Liebe ist also gedopter Leistungssport,&lt;br /&gt;im Verbund mit einem Chemiecocktail?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gipfel aber ist doch wahrlich die Idee,&lt;br /&gt;mittels Chemie die ewige Treue einzuführen.&lt;br /&gt;Können die uns Menschen nicht leiden,&lt;br /&gt;oder tun sie uns die Liebe nur neiden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, &lt;br /&gt;    Autor des Romans  « &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Das Chaos&lt;/a&gt; »&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-5698240706457790246?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/5698240706457790246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/liebe-alles-nix-oder-was.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/5698240706457790246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/5698240706457790246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/liebe-alles-nix-oder-was.html' title='Liebe: Alles Nix! Oder was?'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-1258113067122759232</id><published>2010-10-06T08:54:00.000-07:00</published><updated>2010-10-06T08:56:44.680-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Morgen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Freude'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Qual'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blüte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Trauer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sorgen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blume'/><title type='text'>In eine neue Zeit der Liebe reisen</title><content type='html'>Ein blonder Engel am Morgen&lt;br /&gt;vertreibt meist sofort die Sorgen.&lt;br /&gt;Schnell ist der Reiz verflogen,&lt;br /&gt;hat sich die Liebe davon gestohlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So manche Liebe verweht im Wind,&lt;br /&gt;lässt zurück kein unschuldiges Kind.&lt;br /&gt;Die Tränen im Auge füllen einen See.&lt;br /&gt;Komm  trinke beruhigenden Tee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Trauer, großer Schmerz,&lt;br /&gt;die Liebe ist gestorben, kein Scherz.&lt;br /&gt;Lass sie gehen in aller Stille.&lt;br /&gt;Tue so, als sei es dein Wille.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höre auf zu flehen oder gar zu klagen,&lt;br /&gt;darfst neue Schritte ins Leben wagen.&lt;br /&gt;Auf jedes Tief folgt ein Hoch,&lt;br /&gt;du musst nur in Geduld warten noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ein zarter Hauch kommt die Liebe,&lt;br /&gt;erweckt in dir neue einzigartige Triebe.&lt;br /&gt;Einer Blume gleich zur Blüte reifen,&lt;br /&gt;in eine neue Zeit der Liebe reisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-1258113067122759232?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/1258113067122759232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/in-eine-neue-zeit-der-liebe-reisen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1258113067122759232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1258113067122759232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/10/in-eine-neue-zeit-der-liebe-reisen.html' title='In eine neue Zeit der Liebe reisen'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-8168862164470178221</id><published>2010-09-26T02:05:00.000-07:00</published><updated>2010-09-26T02:09:56.814-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aphrodite'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Amor'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebesleid'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gefühle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Seele'/><title type='text'>Die Liebesfee</title><content type='html'>Die Liebesfee&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf ewig langen Pfaden durch das Leben gezogen, das Glück gesucht und doch nur Katzengold gefunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An die Liebe geglaubt und trotzdem seines Glaubens beraubt. Gehofft, gebangt, gekämpft und doch den Gral nicht gewonnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer stillen Minute ein Zwiegespräch geführt. Das Resultat eindeutig schmerzlich und wahr, das große Glück war diesem Leben nicht beschieden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffnung sollte im Herzen verbleiben und vielleicht das kleine Glück an einer verschwiegenen Ecke sich zeigen. Manchmal tut es gut, in Bescheidenheit und Demut durch die Welt zu wandeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach dem kleinen Glück steht plötzlich ein unscheinbares Wesen auf dem Lebensweg. Es schaut in die Augen, blickt tief in die Seele. Plötzlich spürende Wärme, eine fühlbare Nähe. Was will dieses Wesen sagen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Distanz versucht, die Gefühle zu verbergen, hinabsteigen in die Eiseskälte, gefrostet das Herz, verschlossen den Mund. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wesen aber spricht. „Kennst du mich nicht? Unter diesem Himmelszelt ist ein jedem Menschen ein Seelenpartner beschieden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das kann nur eine Täuschung sein, viel zu oft im Leben genarrt und verblendet, so will der Verstand nicht mehr finden den Glauben. Damit ist ein für alle Mal Schluss!“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das unscheinbare Wesen aber spricht. „Erlöst du mich, erlöse ich dich!“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Solchen Unsinn mag so im Märchen beschrieben sein, doch in Wahrheit sieht es anders aus.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Aus der Wesensmitte beginnt es sanft zu strahlen, eine warme Energie, erfasst das kalte Herz. Lässt es binnen Sekunden auftauen und die Sinne werden berauscht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Funken sprühen, die Welt versinkt in einem Abendrot und der Mond scheint in strahlender Helle. Was mag nur hier geschehen?&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Leise, zaghaft öffnet sich der Mund, haucht zärtlich leise Worte. Welche Kühnheit kommt so plötzlich ungeniert zu Tage. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lippenpaare sich treffen, Donnern und Rauschen, Ouvertüre und Sinnlichkeit. Die Augenpaare strahlen sich an, das Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Auf einmal scheint alles wunderbar und klar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das unscheinbare Wesen ist längst bezaubernd, betörend geworden zur schönen Frau. Was braucht es Verstand, wenn längstens die Herzen regieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Herzen tanzen im Reigen, ein Meer aus Blumen wiegt sich sanft in dieser zarten Brise und die Vögel stellen sich zum Konzert ein. In der Luft schweben leichte sommerliche Düfte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sterne funkeln wie ein Meer aus Juwelen und ein Feuerwerk der Sternschnuppen prasselt auf die Erde hernieder. Ihre zarte Haut verströmt das Liebesaroma, ihre Lippen schmecken voller sinnlicher Süße.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zarte Knospen beginnen zu sprießen, streichelnd und liebkosend die Haut. Gefühle lösen alle Bedenken auf, zwei Körper verschmelzen zu einer gemeinsamen kleinen Welt. Der Geliebten die Hände verwöhnt anschließend im Überschwang die Füße liebkost. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Liebesfee engumschlungen, nicht endend wollende Zärtlichkeit. Amor sendet seine Pfeile aus und Aphrodite applaudiert von ihrem Throne, dass zwei Menschen endlich sich gefunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die liebenden Herzen in Glückseligkeit verbunden, wandeln nun auf gemeinsamen Pfaden. Endlich ist das Zeitalter des großen Glückes angebrochen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der neue Morgen dieser Liebe möge ewiglich im goldenen Schein erstrahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;, Germany&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-8168862164470178221?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/8168862164470178221/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/die-liebesfee.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8168862164470178221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8168862164470178221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/die-liebesfee.html' title='Die Liebesfee'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-4031090208799326594</id><published>2010-09-25T02:49:00.000-07:00</published><updated>2010-09-25T02:51:44.342-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><title type='text'>Rudi und die Frau für ein Leben</title><content type='html'>Rudi und die Frau für ein Leben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rudi war ein gutaussehender Mann, nur leider fand sich&lt;br /&gt;nicht die richtige Frau für ein gemeinsames Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran mochte solches liegen? Hatte er zu hohe Ansprüche?&lt;br /&gt;War er gar ein Hallodri? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er stand mit beiden Füssen auf dem Boden, nur bei den Beziehungen zu Frauen griff er immer daneben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor ein paar Wochen traf er in einem Supermarkt die Frau für ein Leben. Die Dame war Mitte dreißig, blond, gertenschlank und hatte einen nicht zu übersehenden Busen.&lt;br /&gt;Ihre blonden langen Haare umhüllten das Gesicht eines Engels und mittendrin leuchteten ein paar warme, braune Augen. Ihrer Kleidung nach musste diese Frau der gehobenen Gesellschaft angehören. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es passierte zweierlei, ihre Augen trafen sich, um Rudi war es geschehen. Das Glas Gurken in seiner Hand glitt zu Boden. Der Aufschlag des Glases, das zerplatzende Glas, die sich auf den Boden ergießenden Gurken, in aromatischer Würze eingelegt; alle diese Sekunden hatte er nicht einmal mitbekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Augenpaare verschmolzen ineinander, die Welt um sie herum verschwamm in einem grauen Schleier. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Verkäuferin schüttelte nur den Kopf und bekümmerte sich um die Sauerei am Boden. Diese Arbeit wurde ihr zudem erschwert, der Mann stand wie eine Wachsfigur zwischen den Regalen, auch die Dame seines Herzens schien am Boden festgeklebt zu sein. Ihre Herzen tanzten dagegen Walzer im Dreivierteltakt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verkäuferin maulte. „Gehen sie endlich zur Seite!“ Keine Reaktion, Rudi schien seine Außenwelt nicht mehr wahrzunehmen. Die Verkäuferin stellte sich demonstrativ vor den Mann und schrie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Regalreihen weiter hielt sich der Marktleiter die Ohren zu. Er kam natürlich sofort angelaufen, um seine Mitarbeiterin zur Rede zu stellen. Angesichts dieser Situation war er aber auch nur sprachlos, so etwas hatte er noch nie in seinen dreißig Jahren als Marktleiter gesehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Gruppe von neugierigen Kunden hatte sich bereits um das Geschehen aufgebaut. Ein Mann äußerte sich in mehr als abfälliger Weise. Rudi hingegen schritt endlich auf die Frau zu, diese reichte ihm wie in Trance die Hand. Er ergriff ihre Hand, hielt sie behutsam, fast zart in seiner Hand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Paar verließ den Supermarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verkäuferin zeigte auf die beiden Einkaufswagen. „Was passiert damit?“ Der Markleiter stöhnte. „Das weiß ich jetzt auch nicht! Ich denke die werden im Moment an so etwas nicht denken.“ Die Verkäuferin meinte. „Schöne Bescherung und ich darf die Ware wieder in das Regal zurückbringen. Eigentlich gehören solche Menschen nicht auf die Strasse.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine ältere Frau kicherte verlegen. „Das müsste mir Mal passieren.“&lt;br /&gt;Der Markleiter grinste. „Ich denke der Ehemann wird den Typen durch die Strassen dieser Stadt jagen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das interessierte Rudi an der Stelle wenig, er genoss die Zeit mit Krystyna Dzierwa. In beiden Menschen war eine Liebe entflammt und sie vergaßen ihre Umwelt.&lt;br /&gt;Krystyna war aus Polen nach Deutschland gekommen, sie wollte hier in ihrem Beruf als Verkäuferin arbeiten. Leider hatten ihre Anwerber in Polen, sie für einen anderen Job vorgesehen. Sie sollte in einem Bordell anschaffen. Krystyna war dort nicht einmal einen Tag geblieben, sie war bei der ersten Möglichkeit geflohen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Weg führte sie direkt in die Arme einer älteren Dame, diese war überaus froh, eine Gesellschafterin gefunden zu haben. Sie kleidete Krystyna ein und hatte ihr ein Dach über dem Kopf gegeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alte Dame nahm die Beziehung zu Rudi sehr gelassen auf. Ihre einzige Bitte war, Krystyna sollte ihr weiterhin als Gesellschafterin zur Verfügung stehen.&lt;br /&gt;Das Paar schwebte auf Wolken, getragen von einer großen, einzigartigen Liebe. &lt;br /&gt;Krystyna meldete ihre Ausweispapiere als gestohlen. Die polnische Botschaft sicherte ihr zu, so bald als möglich neue Papiere zu übergeben. Natürlich mussten dafür eine Reihe Anfragen in ihrer polnischen Heimat gestellt werden. Irgendwie mussten auch die Vermittler in Kenntnis gesetzt worden sein. Sie standen eines Morgens vor der Haustür und wollten Geld sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rudi vereinbarte mit ihnen einen Übergabetermin, schließlich brauchte er Zeit um das Geld zu besorgen. Die alte Dame schaltete hingegen einen guten Bekannten, einen ehemaligen Polizeidirektor ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend der Geldübergabe durften die Geldeintreiber leider nicht über Los, sondern mussten direkt in die Gefängniszelle.  Krystyna hingegen erhielt ihren Ausweis und ihren Reisepass zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Überglücklich meinte Rudi. „Jetzt können wir doch das Aufgebot bestellen?“ Die alte Dame meinte lächelnd. „Ich denke Rudi, du hast etwas vergessen. Ich weiß auch schon wie ihr das gelöst bekommt.“  Sie verschwand für einige Minuten, um anschließend Rudi einen Ring mit Rubinen zu überreichen. Der stammelte verlegen. „Diesen Ring kann ich nicht annehmen, der ist viel zu wertvoll.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alte Dame meinte. „Der ist doch nicht für dich, der ist für Krystyna.“ Rudi nahm die Hand seiner Geliebten, streifte ihr über den Ringfinger der linken Hand den Ring. Anschließend ging er vor ihr auf die Knie. „Du bist die Frau für ein Leben. Krystyna, willst du meine Ehefrau werden?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Krystyna strahlte, ein leichtes zartes Rosa legte sich auf ihre Wangen. Ihre warmen Augen sagten bereits ja, ehe die Lippen noch die Worte formten. „Ja, ich will deine Ehefrau werden. Du bist der Mann für ein Leben.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hat Rudi am Ende doch noch die Frau für ein Leben gefunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-4031090208799326594?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/4031090208799326594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/rudi-und-die-frau-fur-ein-leben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/4031090208799326594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/4031090208799326594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/rudi-und-die-frau-fur-ein-leben.html' title='Rudi und die Frau für ein Leben'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-5049305208363306886</id><published>2010-09-21T10:32:00.000-07:00</published><updated>2010-09-21T10:36:02.586-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chablis'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Paris'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schicksal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Langusten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bretagne'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebenskünstler'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunst'/><title type='text'>Madame Elaine Perrault</title><content type='html'>Madame Elaine Perrault&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am frühen Morgen ist Serge in meiner Begleitung mit dem kleinen Boot hinausgefahren. Unser Ziel war eine Stelle, an der es Langusten gibt. Erfreut stellen wir fest, vier große Langusten sind unser Fangergebnis. Schweigend fahren wir zurück zu unserer Bootsanlegestelle. Ich nehme meine Angelausrüstung und setze mich auf die Kaimauer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge zündet sich eine Gitanes an und hüllt sich gleich in weißen Rauch ein. „Willst du auch eine Gitanes, Jean?“ Er hält mir die Packung unter die Nase. „Serge behalte bitte die Sargnägel für dich.“ Serge ereifert sich. „Na höre Mal, ausgesprochen freundlich bist du an diesem Morgen nicht. Ich biete dir eine Zigarette an und du quatschst irgendeinen Blödsinn von Sargnägeln.“ Ich atme tief durch und lache. „Das ist meine Art von Galgenhumor.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge schaut mich besorgt an. „Du fällst mir noch von der Kaimauer ins Wasser. Was glaubst du eigentlich, was du da machst?“ „Ich angele, das sieht man doch!“ Serge grinst. „An dieser Stelle wirst du noch in drei Tagen sitzen und kein Fisch wird anbeißen.“ Ich verteidige mich. „Ich habe einen erstklassigen Köder.“ „Das ist keine Frage des Köders, diese Stelle ist ungeeignet.“ „Lieber Serge, du bist Chefkoch und kein Fischer.“ „Lieber Jean, du bist garantiert kein Fischer.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Rücken erklingt eine weibliche Stimme. „Was machst du auf der Kaimauer, Jean? Wo sind meine Langusten?“ Serge zeigt auf das Boot. „Habe ich dich gefragt? Bekomme ich bald eine Antwort, Jean.“  Ich klettere von der Mauer und lege meine Angel auf die Brüstung. „Kein Wunder, hier kann kein Mensch einen Fisch fangen, bei dem Lärm.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Madame Elaine Perrault klatscht in die Hände. „Auf! Auf! Zeige mir den Fang.“ Ich gehe zum Boot und werfe einen Blick auf die Reuse. „Es sind vier Madame.“ Die Dame betrachtet den Fang genauer und nickt zustimmend. „In Ordnung, bringt die Langusten zum Haus. Die wird es heute anlässlich meines Geburtstages geben. Ich muss noch ein paar Erledigungen machen. Wir sehen uns dann später.“ Sie drückt mir einen zarten Kuss auf meine linke Wange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Serge schaut mich fragend an. „Was willst du, Serge?“ „Hast du gewusst, dass sie heute Geburtstag hat.“ „Nein, ich habe es vergessen.“ Serge haut sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Wie blöde bist du eigentlich? Lass mich raten, du hast natürlich auch kein Geschenk für Madame!“ Ich zucke mit den Achseln. „Vergessen.“ Serge brüllt. „Du hast was? Vergessen! Bist du eigentlich noch ganz normal. Eine Frau wie diese bekommst du so schnell nicht mehr.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir tragen die Langusten zum Haus. „Wer sagt überhaupt, dass ich Madame will?“ Serge wütend. „Ich! Du Schwachkopf! Manchmal frage ich mich, ob du überhaupt in deinem Kopf so etwas wie Intelligenz hast? Du bist ein typischer Mann! Vergisst den Geburtstag seiner Angebeteten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stellen das Behältnis mit dem Fisch auf dem Küchentisch ab. Die Köchin schaut mürrisch zu uns herüber. „Wie ich sehe, darf ich wieder die Arbeit machen. Wieso kocht heute eigentlich nicht der 5 Sternekoch, Monsieur Serge?“ Serge zieht tief Luft ein. „Eine noch dümmere Frage kann diese Köchin nicht stellen! Monsieur Serge hat zurzeit Urlaub. Das steht groß an der Tür meines Restaurants verkündet.“ Die Köchin mault. „Wenn ich die Herren so betrachte, dann habe ich das Gefühl, sie haben das ganze Jahr Urlaub.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das reicht, zu mindestens uns. Wir kehren ihr den Rücken zu und verlassen verärgert ihr Küchenreich. Serge zeigt zur Kellertür. „Sollten wir nicht ein wenig Wegzehrung mitnehmen? Ich denke der Keller wird uns mindestens zwei Flaschen Chablis hergeben.“ Ich flüstere leise. „Die Köchin zählt die Flaschen.“ Serge grinst. „Und hat die hier etwas zu melden?“ „Nein! Natürlich nur Madame Eliane Perrault.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir steigen die Stufen hinab in den Weinkeller und Serge meint beiläufig. „Mache mir einen Gefallen und lasse den ganzen Unsinn weg. Sie heißt Elaine, wann begreifst du das?“ Ich suche derweil den Wein aus. „Wenn dir so viel an ihr liegt, Serge, dann heirate doch deine Elaine.“ Mein Freund schüttelt den Kopf. „Ich würde sie sofort heiraten, Elaine will aber dich. Eine bessere Partie findest du in der ganzen Bretagne nicht. Die Frau hat Geld, sieht gut aus und akzeptiert einen Lebenskünstler wie dich. Was willst du eigentlich noch mehr?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe endlich den Wein gefunden und lege die Flaschen in einen Weidenkorb. Serge hat einen Flaschenöffner und zwei saubere Gläser entdeckt. „Junge, Junge, ich werde Elaine sagen, dass du sie liebst und jetzt hauen wir endlich ab, bevor die alte Köchin uns noch verdrischt.“ Serge nimmt mir den Korb ab. „Nur damit du Bescheid weißt, wir gehen jetzt erst einmal für Elaine ein Geschenk besorgen.“ Ich muss anlässlich dieser Hartnäckigkeit grinsen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Heute mein Freund ist Sonntag, da werden wir wohl allenfalls ein paar Feldblumen auftreiben.“ Serge tippt mir auf die Brust. „Du wirst ihr ein anständiges Geschenk überreichen und wenn ich die Ladenbesitzer einzeln in ihre Geschäfte schleppen muss.“ Das beeindruckt mich nun überhaupt nicht, große Sprüche waren ein Bestandteil seines ganzen Lebens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will nicht verhehlen peinlich ist mir die Angelegenheit schon. Während wir das Haus verlassen, kommt mir ein Gedanke. Wie kann Madame Elaine Perrault an einem Sonntag noch Erledigungen machen? Vielleicht hat sie gar einen Freund, den Apotheker, Arzt oder den Bäcker, wer weiß schon was in einer Kleinstadt so alles hinter dem Rücken der Öffentlichkeit passiert? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der alte Fuchs, Serge, stellt den Weidenkorb auf dem Boot ab. Anschließend gehen wir durch die Innenstadt. Wie ich vermutet habe, sind an diesem Sonntag die Geschäfte zu. Lediglich eine Art Trödlerladen hat geöffnet. Eine junge Dame schleppt gerade Kisten in das Geschäft. Wir folgen ihr und schauen uns die Auslagen an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann bemerkt die junge Frau ihre Besucher. „Hallo! Meine Herren heute ist Sonntag, da habe ich geschlossen.“ Ich lächele sie freundlich und ergeben an. „Entschuldigung, Madame, meine Freundin hat heute Geburtstag und ich möchte ihr noch ein Geschenk besorgen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Dame schüttelt missbilligend den Kopf. „ Ich frage mich immer wieder, was wir Frauen an euch Männern finden? Ihr vergesst ohne Not unsere Geburtstage, Verlobungstage, Heiratstage und was weiß ich alles. Na gut, eine Ausnahme, aber nur eine und nur an diesem Sonntag. Verstanden!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge nickt zustimmend. „Mir passiert so etwas nicht, dem Typ hier laufend.“ Die junge Dame schaut sich in ihrer Auslage um. „Was soll es sein? Wie alt ist die Dame? Wie heißt Madame?“ Wahrheitsgemäß antworte ich. „Madame Elaine Perrault und es ist nicht anständig, über das Alter einer Dame zu reden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau wird bleich im Gesicht. „Sie meinen doch nicht etwa die Perrault mit dem großen Anwesen?“ Ich frage etwas amüsiert. „Gibt es noch mehr von der Sorte?“ Die junge Dame verneint. „Ich glaube kaum. Das Geschenk für die Dame hätte ich.“ &lt;br /&gt;Sie geht zu ihrem großen Ladentisch und öffnet eine Schublade. Zum Vorschein kommt eine Schmuckschatulle. Die Frau stellt die Schatulle auf dem Ladentisch ab und öffnet das Kästchen. Was ich nun sehe, verschlägt mir den Atem. Vor meinen Augen kommen eine Kette, ein Armband und ein Ring zum Vorschein, die mir mehr als bekannt vorkommen. Ich frage leise. „Woher stammt dieser Schmuck?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau zuckt nicht wissend mit den Schultern. „Ich habe den Laden vor ein paar Monaten übernommen, nach dem ich mein Studium in Paris beendet habe. Merkwürdig ist, der Schmuck war bereits hier in diesem Tisch. Fragen Sie mich bitte also nicht nach seiner Herkunft. Es erscheint mir allerdings, als sei er ist ihnen wohlbekannt?“ Serge stupst mich an. „Die Dame hat dir eine Frage gestellt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nicke. „Ich kenne diesen Schmuck, dieses Kunstwerk ist in der Zeit Napoleons Bonaparte angefertigt worden von einem Juwelier in Paris. Dieser Schmuck gehörte einer bedeutenden Frau.“ Die junge Frau schaut mich überrascht an. „Dann ist der Schmuck sehr viel Geld wert?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das kann ich nicht beurteilen aber ich würde schon behaupten wollen, dass er auf einer Auktion sehr viel einbringen könnte. Der Schmuck selbst dürfte aber bestimmt immer noch als gestohlen gelten.“ Serge schüttelt den Kopf. „Du willst doch nicht behaupten, die junge Dame habe den Schmuck gestohlen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein! Das ist doch viel früher passiert. Die Frage ist doch nur, wie viel soll der Schmuck kosten? Ich möchte die Dame nicht über das Ohr hauen.“ Die junge Frau lächelt mich freundlich an. „Sie hätten mir nichts erzählen müssen, Monsieur. Meine Preisvorstellung wäre erst einmal zweihundert Euro gewesen. Was halten Sie von dem Preis?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich besitze tatsächlich noch dreihundertfünfzig Euro vor der Pleite. Im Grunde verdanke ich Madame Elaine Perrault eine ganze Menge. Irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los, diesen einzigartigen Menschen schon seit sehr langer Zeit zu kennen. Mein Entschluss steht fest. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jawohl, Madame, ich werde ihnen den Schmuck für diesen Preis abkaufen. Gerne würde ich ihnen mehr geben, nur meine Vermögensverhältnisse lassen dies augenblicklich nicht zu.“ Die junge Dame grinst. „Es würde mir schon zur Ehre gereichen, wenn sie mich bei Madame positiv erwähnen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verneige mich vor ihr. „Das werde ich selbstverständlich tun. Ich habe übrigens gelesen, sie restaurieren auch Bilder, Madame hat eine große Gemäldesammlung zeitgenössischer alter Meister. In dem Bereich gibt es eine Menge Arbeit.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Dame hält mir das verpackte Geschenk vor die Nase. „Sehen Sie, Monsieur, so können wir uns doch gegenseitig helfen.“ Ich reiche ihr das Geld und sie bedankt sich. „Es hat mich gefreut mit Ihnen Geschäfte machen zu dürfen, Monsieur.“ Ich reiche ihr die Hand. „Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, Madame.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Straße meint Serge. „Damit du es weißt, du hast die Kleine ganz schön angebaggert. Das ist nicht fair gegenüber, Elaine.“ Ich bleibe stehen und mustere ihn aus meinen dunklen Brillengläsern. „Ich habe mit der jungen Dame lediglich Konversation betrieben.“ Serge faucht wie ein Walross. „Du bist und bleibst ein alter Frauenbetörer!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lache laut auf. „Ich habe noch ganze hundertfünfzig Euro vor meiner endgültigen Pleite. Willst du mir meinen letzten Stolz auch noch nehmen?“ Serge schaut mich bekümmert an. „So schlimm steht es um dich?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja! Ich habe sogar die Auftragsarbeit angenommen, die Memoiren eines adligen Spaniers zu schreiben.“ Serge klopft mir mitleidig auf die Schultern. „Weißt du was, darauf nehmen wir einen Chablis. Die Welt sieht gleich besser aus. Dir scheint es ja mächtig dreckig zu gehen. Was ich nicht verstehe, warum nimmst du nicht Elaine zur Frau?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich winke ab. „Wie soll ich um ihre Hand anhalten. Vielleicht mit dem Spruch, ich bin chronisch pleite und auch ansonsten ist nicht mehr viel mit mir los. Was hätte ich zu bieten, was eine Frau interessieren könnte?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge sieht diese Sache vollkommen anders. „Im Leben geht es nicht immer nur ums Geld. Du bist liebenswürdig, zuverlässig und anständig. Du kannst sehr charmant sein und eine Frau fühlt sich durchaus in deiner Gegenwart wohl. Glaubst du etwa solche Werte, zählen nicht?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Um ehrlich zu sein, Serge, in dieser Welt zählen solche Werte rein gar nichts, da zählt nur die Kohle.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge betritt vor mir das Boot. „Ich weiß nicht, wenn die Welt tatsächlich nur noch so wäre, dann wäre es eine schlechte Welt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das mein Freund, kommt auf die Seite des Betrachters an. Die Menschen haben ein gutes Recht auf ihr eigenes Leben und Gedankengut. Die Masse der Menschen hat sowieso keine Zeit mehr, die hetzen nur noch hinter ihren vermeintlichen Erfolgen und Gelderträgen her.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge grinst. „Na, wenn das so ist, dann wollen wir jetzt ganz gemütlich unseren Chablis genießen. Übrigens was würdest du zu einem Stück Käse sagen?“ Ich nicke zustimmend. „Käse esse ich immer gerne.“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir gemütlich über Gott und die Welt plaudern, nähert sich uns bereits Madame. Sie taucht plötzlich und vor allem von uns unerwartet auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich bin ich überrascht, ihr Aussehen lässt keine Zweifel mehr offen, sie muss einen Liebhaber haben. Ob es der Friseur ist? Nein! Der Bock ist schließlich zu alt. Sie fragt ganz ungeniert. „Was bewunderst du mich so, Jean?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bewundern? Ich doch nicht! Ich frage mich eher, welcher Kerl dahinter steckt, obschon es mich doch überhaupt nichts angeht. Stattdessen versuche ich mich in Schadensbegrenzung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Madame haben ihre Haare verändert.“ Sie setzt sich neben mich und das Unheil nimmt seinen Lauf. Es knackt leicht unter ihrem Gesäß, beim Versuch sich zu setzen. Madame schaut nun genauer nach. Es gibt keine Chance mehr das Missgeschick zu verhindern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter meiner Nase winkt nun ein Geschenk. „Was bitte ist das für ein Geschenk, lieber Jean?“ „Das Madame Perrault ist ein Geschenk für das Geburtstagskind.“ Elaine kichert. „Serge, was hat der schon getrunken?“ Der bekreuzigt sich. „Madame Perrault, garantiert nur ein Glas Wein, ich schwöre es bei allem, was mir heilig ist.“ Nun lacht Madame laut schallend. „Das kann nicht besonders viel sein, Serge. Jetzt zu dir mein Liebster, wann gewöhnst du dir endlich dieses Madame vorne und hinten ab. Ich heiße Elaine, ist der Name so schwer auszusprechen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein, ich meine, ich will sagen.“ Elaine fährt mir über den Mund. „Es wäre gescheiter du machtest einfach für die nächste Zeit deinen Mund zu, sonst verdirbst du mir noch die Freude. Darf ich mein Geschenk auspacken?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nicke zustimmend und bleibe artig ruhig. Serge hingegen grinst sich voll eins weg. Tolle Leistung auf Kosten anderer! Elaine hat die Schmuckschatulle bereits auf ihren Beinen liegen. Ungefragt nimmt sie mein Weinglas aus der Hand und trinkt einen Schluck von meinem Wein. Serge grinst mich jetzt noch breiter an. Ich hingegen habe ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend und eine Art von Ahnung beschleicht mich, gleich wird es noch heftiger zu gehen. Madame öffnet den Deckel und ein merkwürdiges Strahlen liegt plötzlich auf ihrem Gesicht. Sie streichelt zart den Schmuck. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge meint ruhig und gelassen. „Ein schöner Modeschmuck, wenn auch nicht ganz alltäglich.“ Madame Perrault hebt den Kopf, schaut verständnislos Serge an. „Du alter Schwachkopf! Du hast doch wirklich keine Ahnung, allenfalls von deinen Kochtöpfen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge nimmt es ihr keineswegs Übel, er gießt sich ein Glas Chablis ein und prostet ihr zu. „Auf ihr Wohl, Madame.“ Elaine drückt mich an sich und gibt mir einen Kuss. Serge witzelt. „Muss Liebe schön sein, wenn ich groß bin, will ich auch einmal.“ Elaine lächelt mich an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Woher wusstest du?“ „Ich habe es gefühlt, dieser Schmuck ist von großer Bedeutung.“ Elaine nickt bedeutungsvoll. „Ja, dieser Schmuck ist von sehr großer Bedeutung für die Frauen des Hauses Perrault. Leider wurde er uns gestohlen. Jetzt kehrt er endlich in unseren Besitz zurück.“ Elaine streift sich das Armband an, legt sich die Kette um und reicht mir den Ring. „Kannst du mir bitte den Ring überstreifen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ahnungsloser Mensch tue es natürlich, aus reiner Höflichkeit versteht sich. Ob dieses für mich Folgen haben wird? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine streckt die Hand aus in Richtung Serge. „Siehst du Serge, jetzt habe ich doch noch meine Geburtstagsüberraschung bekommen, das ist mein Verlobungsring.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin wohl überrumpelt worden oder sehe ich die Angelegenheit im falschen Licht? Ich bekomme ganz schnell Klarheit. Elaine gibt mir einen Kuss auf den Mund. „Jetzt sind wir Verlobte, Jean. Du willst mich doch?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mache jetzt bloß keinen Fehler Jean, dazu, habe ich keine Zeit, zu sehr bin ich sprachlos. Mein Gefühl in der Magengegend und diese komischen Schmetterlinge haben mich also nicht betrogen. Allerdings es ist noch nicht vorbei, im Gegenteil es ist noch schlimmer geworden, ich brenne voller Leidenschaft und Liebe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ernüchterung bringt Serge. „Was ist also an dem Schmuck echt? Der liegt so einfach in einer Ladentheke rum, das ist doch merkwürdig.“ Elaine grinst. „Dieser Schmuck, mein Bester, wurde in Paris hergestellt mitten in den Wirren der Französischen Revolution. Diese grünen Steine sind Smaragde, eingefasst mit weißen Perlen und das, was hier so funkelt, sind Diamanten. Hast du noch eine Frage?“ Serge, der gerade genüsslich an seinem Rotwein kostet, verschluckt sich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine nimmt das Geschenkpapier und stutzt. „Jean, wer ist diese Nadine Perrault?“ Ich antworte nach besten Wissen und Gewissen. „Ich kenne keine Nadine Perrault.“ Madame nimmt ihren Zeigefinger, um mir deutlich zu machen, was sie von Falschaussagen hält. „Schwindele mich nicht an, du kennst die Dame.“ Ich grinse sie an. „Also wirklich Elaine, kaum bist du verlobt, da machst du schon Eifersuchtsszenen.“ Ihre Antwort hält sie mir vor meine Augen. Ich lese deutlich, Nadine Perrault, Rue de l´odéon 14, 6 arrandissement Paris. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das muss wohl die junge Dame in dem Laden erklären können. Ich muss zugeben ich habe nicht nach ihrem Namen gefragt. Eigenartig ist nur, sie bat mich um eine Empfehlung. Immerhin versteht die Frau sich auf die Restaurierung von Gemälden.“ Elaine klatscht in die Hände. „Gut mein Lieber, dann lass uns die junge Dame aufsuchen. Ich möchte das Mädchen sehen und mit ihr reden.“ Ich erhebe mich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serge hingegen meint trocken. „Ihr zwei Turteltäubchen habt sicher nichts dagegen, wenn ich euren Chablis mittrinke.“ Eine Antwort bekommt er nicht, wir sind auf dem Weg zu diesem kleinen Trödlerladen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ehrlich gesagt, ich habe wenig Hoffnung dort noch eine offene Tür vorzufinden. In dem Punkt irre ich gewaltig. Die Tür zu dem Laden steht wie am Morgen offen. Ich lasse Elaine den Vortritt. Nun gibt es Erscheinungen im Leben, die sind nicht nur merkwürdig, sondern haben den Beigeschmack der Mystik. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Elaine sich in dem Geschäft umsieht, mache ich im Nebenraum eine für mich ungeheuerliche Entdeckung. Vor meinen Augen steht die Glasvitrine von Napoleon Bonaparte. Das kann nun wirklich jeder Mensch behaupten. Das Einzigartige sind die Bewohner dieser Vitrine. Es sind alle Soldaten des napoleonischen Heeres vertreten, vom Trommler bis zum General. Die Figuren sind aus Zinn gegossen und ihre Kleidung und jeweilige Bewaffnung ist bis ins kleinste Detail vorhanden. Dieser Anblick versetzt mich in meine Jugend. Oft habe ich vor dieser Vitrine gestanden und die Figuren bewundert, da war Ehrfurcht in mir. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, diese Figuren zum Spiel zu nutzen. Kein Mensch musste mir erklären, welchen ungeheuerlichen Wert diese Sammlung hatte. Meine Großmutter war gezwungen gewesen aus Geldnot diese Vitrine zu verkaufen. Das habe ich nie verstanden, geschweige denn wirklich begreifen wollen. Bittere Tränen waren geflossen und tiefe Trauer hatte mein so junges Herz erfasst. Ich hätte nie in meinem Leben geglaubt, dieser Vitrine jemals wieder zu begegnen. Jetzt stehe ich unmittelbar davor und fasse mein Glück kaum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Elaine steht still hinter mir, lehnt sich an den Türrahmen. Sie hat sofort erkannt, um welche Sache es geht. „Das ist die Vitrine aus eurem Salon. Ich kann mich gut daran erinnern, davor stand der Flügel und an der Wand das Klavier. Ihr hattet damals noch Geld.“ Ich sage ein wenig ernüchtert. „Wir haben alles verloren.“ Elaine sagt zärtlich. „Das stimmt so nicht. Betrachte es genau, du hast das Vermögen und die Macht verloren; aber nur um daraus zu lernen. Außerdem hat die Familie Perrault in dieser Zeit im Gegenzug ein Vermögen aufgebaut. Du hattest hingegen die Zeit zur Reife und jetzt bekommst du die Frau und die Macht. Was gilt es, nun noch der Vergangenheit nach zu trauern. Die Vitrine werden wir kaufen und damit wäre dann wohl die Angelegenheit geklärt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nicke zustimmend. „Dein Einwand stimmt, es ist nicht gut der Vergangenheit nachzutrauern, darüber wird oft die Zukunft verschlafen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine scheint zufrieden. „Gut, wenn du diese Fakten erkannt hast. Jetzt bleibt nur noch die Frage. Wo steckt diese junge Dame?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Frage ist gut, immerhin sind wir schon eine geraume Zeit in diesem Laden. Wenn es in unserer Absicht liegen würde, so hätten wir genügend Zeit gehabt, um das Geschäft auszuräumen. Ich finde diese Situation merkwürdig und verlasse das Geschäft. Elaine folgt mir instinktiv. „Spürst du auch, hier stimmt etwas nicht, Jean. Das Mädchen ist sicher in Gefahr.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau, ich habe so ein merkwürdiges Gespür. „Du bleibst vor dem Laden, Elaine. Ich werde mir das Haus genauer ansehen.“ Ich betrete erneut das Geschäft und suche nun alle Räume systematisch ab. Aus einem der Zimmer höre ich ein Stöhnen. Langsam öffne ich die Tür und werfe einen Blick in den Raum. Am Boden liegt eine Frau und auf der Frau liegt ein Schrank. Ihre Augen schauen mich hilfesuchend an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich die Tür weiter öffne. stürmt Elaine bereits an mir vorbei. „Madame Perrault, sie schickt der Himmel.“ Elaine schaut mich fragend an, doch ich weiß hier im Moment auch keine Antwort. Vielleicht ist man sich irgendwann in Paris über den Weg gelaufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine beugt sich besorgt über die junge Frau. „Was haben Sie angestellt?“ Die junge Frau seufzt. „Ich wollte den Schrank aufbauen und dann ist plötzlich alles zusammengebrochen und ich mittendrin. Ich bin so unglücklich gefallen, ich kann mich nicht selbst befreien.“ Ich nicke. „Das sehe ich. Haben Sie vielleicht Schmerzen?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein! Ich habe Angst.“ „Das finde ich gut, sie sind wenigstens ehrlich. Ich werde jetzt langsam das Holz über ihnen beiseiteschaffen.“ Gemeinsam mit der Hilfe von Elaine schleppen wir die Einzelteile zur freien Wand und lehnen sie dort an. „Jetzt weiß ich auch, warum sie sich nicht befreien konnten. Dieser Schrank ist aus Massivholz.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Irgendwann ist die junge Frau endlich von allem Mobiliar befreit. Steht sie nun auf? Nein! Sie bleibt einfach am Boden liegen. Elaine macht es schon, sie reicht ihr die Hand. „Aufstehen, junge Dame.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hand wird ergriffen und Augenblicke später steht unsere verhinderte Möbelbauerin auf zwei Füssen vor uns. Sie streckt und bewegt sich, augenscheinlich ist der Körper heil geblieben. Elaine löst die Anspannung im Raum auf. „Woher kennen Sie mich eigentlich?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau, ein wenig verlegen. „Ich glaube wir sind verwandt.“ Elaine schaut ihr tief in die Augen. „So, so, die junge Dame glaubt. Was so viel heißt wie, ich weiß es nicht mit Sicherheit. Dann ist es wohl eher Unsicherheit.“ Die junge Dame schaut unter sich. „Entschuldigung, Madame.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Elaine nimmt ihr Gegenüber in den Arm. „Es gibt doch keinen  Grund sich zu entschuldigen auf der Suche nach der Wahrheit. Erzähle mir deine Geschichte.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau erzählt, von der Mutter, welche bei ihrer Geburt stirbt. Der Vater Maler, Künstler, Alkoholiker und Spieler. Er hat das ganze Vermögen durchgebracht und sich dann einfach drei Meter tiefer gelegt. Sie, ihr Name ist Nadine, war damals gerade 18 Jahre alt. Sie hat sich auf die Suche nach Verwandten gemacht, doch keiner wollte ein Habenichts im Haus. Der Vermieter hatte als einzige Person Mitleid mit ihr und stundete ihr die Miete. Sie hat gemodelt, gekellnert und wenn gar nichts mehr ging geputzt. Ihr Studium hat sie sich so finanziert. Ihre Studienkollegen hatten wenig Verständnis, wie auch, sie hatte nie Zeit, um an Feten oder Veranstaltungen teilzunehmen. Im letzten Monat schrieb ein Notar, sie habe ein Haus geerbt in der Bretagne. Es war die Schwester der Mutter, sie hat nicht einmal gewusst, dass ihre Mutter eine Schwester hatte. Tränen stehen in ihren Augen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich spüre Elaine lässt dieses Schicksal nicht kalt. „Jetzt hast du mir so viel erzählt aus deinem Leben mein Kind, aber wer dein Vater war, das weiß ich immer noch nicht.“ Nadine nickt tapfer. „Ich weiß, Madame, sie werden ihn sicher nicht kennen. Er hieß Gilbert Perrault.“  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine fasst sich mit beiden Händen an den Kopf. „Mein Gott, das ich da nicht von alleine drauf gekommen bin. Wer sonst als dieser total verrückte und bescheuerte Gilbert kann so etwas seinem Kind antun. Du musst wissen, dein Vater war das schwarze Schaf in der Familie. Wenn einer Mist gebaut hat, dann war es garantiert Gilbert. Weißt du was, wir bringen dein Leben jetzt auf Vordermann. Nicht wahr Jean? Wir haben selbst keine Kinder also kümmern wir uns um dich. Ich habe heute Geburtstag und damit fangen wir an.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nadine schaut etwas irritiert in die Runde. „Ich habe leider nichts anzuziehen. Was sollen die Leute denken?“ Elaine fragt neugierig. „Welche Leute? Zu meinem Geburtstag kommen nur Serge und du. Ich frage schon lange nicht mehr danach, was die Leute über mich denken oder schreiben. Für diese Lebenseinstellung habe ich allerdings auch ein paar Jährchen gebraucht. Jetzt habe ich nur noch ein Anliegen, die napoleonische Glasvitrine, dafür werde ich dir einen ordentlichen Preis bezahlen. Schließlich brauchst du für deine Zukunft eine gute finanzielle Basis.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Nadine fragt. „Von welcher Glasvitrine reden wir hier eigentlich?“ Elaine nimmt Nadine an der Hand und flüstert zu mir. „Bleibe du hier, ich möchte mit ihr alleine reden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; „Nein, ich gehe lieber zu Serge auf das Boot.“ „Ist gut, wir kommen später dort vorbei.“ „Später? Wann ist später?“ Diese Antwort bleibt sie mir schuldig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Boot finde ich einen schnarchenden Serge vor, offenbar war der Wein doch zu viel für ihn. Meiner vorsichtigen Einschätzungen nach dürfte der Tag für ihn gelaufen sein. Ich lehne mich mit dem Rücken an die Kaimauer und warte auf die Damen. Meine Befürchtung es könne eine lange Zeit vergehen, zeigt sich schon bald als unberechtigt. In voller Eintracht kommen die zwei Frauen die Straße entlang. Elaine hakt sich bei mir unter und meint bezüglich Serge. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Der ist wie immer voll! Lassen wir ihn seinen Rausch ausschlafen. Wir werden jetzt unsere neuen Familienbande festigen. Ich hoffe, Jean, du hast dich endlich mit deinem Schicksal abgefunden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Weißt du, hätte mir je etwas Besseres in meinem Leben passieren können als Madame Elaine Perrault?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine lacht. „Nein! Nicht wirklich und deshalb werden wir auch schon bald heiraten.“ Nadine fragt. „Ihr wollt wirklich heiraten?“ Elaine meint verschmitzt. „Wenn es gilt, dann gilt es, bevor mein Held wieder kalte Füße bekommt, mache ich dieses Mal den Sack zu.“ &lt;br /&gt;Nadine pflichtet dieser Entscheidung bei. „Ja, das stimmt, der Mann muss wissen, wer der Herr im Haus ist.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Antwort auf dieses Thema ist einfach.  „Das schockt mich jetzt überhaupt nicht mehr, Mesdames. Ich erlaube mir zu bemerken, mein Entschluss steht fest mit Elaine zusammenzubleiben. Die Machosprüche werden übrigens gerne an der Garderobe entgegengenommen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elaine küsst mich auf die Wange. „Monsieur haben vollkommen recht, wir wollen in unserer Hütte Frieden.“ Am Haus angekommen staunt Nadine nicht schlecht. „Diese Hütte ist ja ein Schloss!“ Elaine meint vergnügt. „Meine liebe Nadine, Madame Elaine Perrault liebt und wohnt standesgemäß.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-5049305208363306886?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/5049305208363306886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/madame-elaine-perrault.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/5049305208363306886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/5049305208363306886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/madame-elaine-perrault.html' title='Madame Elaine Perrault'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-2679474462039432030</id><published>2010-09-17T10:19:00.000-07:00</published><updated>2010-09-17T10:21:37.491-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Einsamkeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flaschenpost'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebesleid'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><title type='text'>Flaschenpost an eine tote Geliebte</title><content type='html'>Flaschenpost an eine tote Geliebte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du meine Liebe,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;schönste aller Blüten. Du einzigartige Rose ganz ohne Dornen. Deine zarte Unschuld hat mir den Verstand geraubt, der Geruch Deiner Haut trieb mich von Sinnen.&lt;br /&gt;Wie sehr verzehre ich mich nach Deinen Liebkosungen, Deinen liebevollen Küssen. &lt;br /&gt;In meinem Innern toben die Schmetterlinge, mein Herz bebt vor Liebe nach Dir. Leider sind wir so weit voneinander getrennt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeden Morgen spaziere ich an unserem Meer entlang nur in Gedanken bei Dir.&lt;br /&gt;Ich kann nicht mehr arbeiten vor Liebesqualen, kann nicht mehr schlafen ohne Dich, zwischen uns liegt ein großer Ozean.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach könnte ich, wie ich wollte, ich würde noch in dieser Stunde meine Reise antreten zu Dir.&lt;br /&gt;Ich habe noch nie für einen Menschen soviel empfunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche Deine Spuren im Sand, sitze an unseren vertrauten Plätzen, starre in die untergehende Sonne.&lt;br /&gt;Einst haben diese Augenblicke mein Herz erwärmt, ich spürte die große innere Freude.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt aber sieht es düster um meinen Seelenfrieden aus.&lt;br /&gt;Kein Tag vergeht, an dem ich mich nicht frage:&lt;br /&gt;Hätten wir es verhindern können? &lt;br /&gt;Ich weiß, es ist nicht mehr zu ändern, nur akzeptieren will und kann ich es nicht.&lt;br /&gt;Warum traf das Schicksal unsere Liebe? Warum kann ich nicht von Dir lassen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du fehlst mir so sehr, mein Leben ist so sinnlos geworden.&lt;br /&gt;Ewige Treue haben wir uns geschworen und ich werde Dich bis an das Ende meiner Tage lieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bleibe ich zurück in tiefer Erinnerung an unser großes Glück. Du aber meine Geliebte ruhst längst in Deiner Gruft.&lt;br /&gt;Warte auf mich auf der anderen Seite, mein Herz wird bald gebrochen sein vom Liebesschmerz, dann sind wir wieder vereint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du einzige große Liebe meines Lebens. Ich schicke Dir diese Flaschenpost, obschon ich weiß, sie wird Dich nicht erreichen. Verliebte tun zuweilen eben merkwürdige Sachen. Kannst Du mir verzeihen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann nicht mehr Leben ohne Dich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;, Germany&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-2679474462039432030?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/2679474462039432030/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/flaschenpost-eine-tote-geliebte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2679474462039432030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2679474462039432030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/flaschenpost-eine-tote-geliebte.html' title='Flaschenpost an eine tote Geliebte'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-2117211255060461452</id><published>2010-09-13T08:14:00.000-07:00</published><updated>2010-09-13T08:19:03.501-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Feuer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schönheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tau'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jugend'/><title type='text'>Schön, wie eine Rose sollst du sein</title><content type='html'>Schön, wie eine Rose sollst du sein. &lt;br /&gt;Sollst blühen und nie verwelken. &lt;br /&gt;Sollst ewig die Schönheit sein in meinem Herzen. &lt;br /&gt;Das frische Tau soll dir zur ewiglichen Jugend verhelfen. &lt;br /&gt;Magst auch noch im Alter, meine einzig wahre Rose sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;  &lt;a href="https://www.amazon.de/Das-Chaos-Bernard-Bonvivant/dp/3837200191/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1282374550&amp;sr=1-1"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-2117211255060461452?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/2117211255060461452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/schon-wie-eine-rose-sollst-du-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2117211255060461452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2117211255060461452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/schon-wie-eine-rose-sollst-du-sein.html' title='Schön, wie eine Rose sollst du sein'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-4146062387215988358</id><published>2010-09-12T05:44:00.000-07:00</published><updated>2010-09-12T05:48:29.156-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hoffnung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Erfolg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schmerz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><title type='text'>Liebe, Liebesleid geht und kommt zugleich</title><content type='html'>Liebe, Liebesleid geht und kommt zugleich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem Kämmerlein sitzt ein Mann ganz allein. Verflossene Träume von der Liebe hängen wie dicker Nebel im Raum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat er etwa Liebeskummer? Ist sein Herz endlich gebrochen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sucht die Antwort irgendwo in Raum und Zeit, wandert im Geiste alte Pfade. Fragt sich: Warum passiert solches immer ihm?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Panik, er ist auf dieser Welt mit solcherlei Wehwehchen nicht allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Liebe kommt und benebelt seine Sinne, wie ein zarter Duft eines wohlriechenden Parfüms. Plötzlich aber geht sie ohne Worte des Abschieds zur Tür hinaus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lässt einen Fragenden zurück doch die Antworten, werden ihm nicht gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll er jetzt, streichen den Gott aus seiner Philosophie, wie Sartre es schon tat, um die Liebe ihrer Wertigkeit zu berauben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh nein! Soweit lässt er nicht zu, dass es komme. Er wird nicht springen in die Gruft des Grabes mit gebrochenem Herzen und Leid.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein! Er wird sich hüten in Zukunft zarte Bande zu knüpfen oder gar sich in Gedanken einer neuen Liebe hinzugeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu oft hat er diese Augenblicke in seiner Lebenszeit durchlitten. Soll es etwa eine Lehrzeit sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da fragt er doch ganz ungeniert: Wann bitte soll diese Lehre endlich auch einmal zum Erfolg gereichen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wären nicht die Hoffnung und ein klitzekleiner Hauch vom Glück, er würde endlich dieser Gefühle abschwören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen sitzt er in seinem Kämmerlein und denkt bei sich. Jetzt wird er einfach nur noch warten, vielleicht klopft irgendwann die wahre Liebe doch noch an seine Herzenspforte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wäre doch Schade sich dieser Chance Selbst zu berauben. Liebe ist nun einmal kompliziert. Herzen die schon öfters Wunden erlitten sind schwer zu gewinnen. So gilt es eben sich in Geduld zu üben, damit es irgendwann dann doch noch kann gelingen, mit der wahren Liebe, die zu einer neuen Zeit gereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  © &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-4146062387215988358?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/4146062387215988358/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/liebe-liebesleid-geht-und-kommt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/4146062387215988358'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/4146062387215988358'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/liebe-liebesleid-geht-und-kommt.html' title='Liebe, Liebesleid geht und kommt zugleich'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-3222327023894528544</id><published>2010-09-11T00:39:00.000-07:00</published><updated>2010-09-11T00:44:03.071-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Alltag'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tod'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geld'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='London'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fieber'/><title type='text'>Fieber der Leidenschaft</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Fieber der Leidenschaft&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen auf dem Friedhof im strömenden Regen und schauen zu, wie der Sarg langsam in die Tiefe hinab gleitet. Ein Regentag in London ist nicht ungewöhnlich, aber auf einem Friedhof ist es schon ein merkwürdiges Gefühl. Neben mir steht Jeff und grinst, Mary und Kathleen beugen sich vor, um zu sehen, ob dieser Sarg auch wirklich unten bleibt. Immerhin war seinem Nutzer eine Menge zu zutrauen. Daniel liebte es zu überraschen. Einige Friedhofsbesucher schauen schon etwas verunsichert zu uns herüber. Das ist auch nicht verwunderlich bei unserem Verhalten, doch es gibt auch einen triftigen Grund für unser Benehmen. Unsere Vorgeschichte liegt fast 40 Jahre zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren Kinder jung und frech. Jeff, Daniel, Mary, Kathleen, Susan und ich kamen aus demselben Londoner Stadtteil, Waltham Forest, besser gesagt Walthamstow. Unsere Eltern waren allesamt einfache und ehrliche Bürger gewesen. Auf eines waren wir besonders stolz, unseren Straßenmarkt den angeblich längsten in ganz Europa und der Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, wir waren Rotznasen, unbekümmert und leicht wie ein Blatt im Wind. So wehte uns diese Brise in unser Leben. In der Schule schmiedeten sich unsere Bande enger, wir Jungens waren eine Gang und die Mädels unsere Bräute. Das war Schwachsinn, zugegeben, aber machen wir nicht in unserem Leben öfters Dinge, die wenig Sinn ergeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sommer unserer Leben verflogen und irgendwann waren wir schon im Alter von 15 Jahren. Wir Jungens interessierten uns plötzlich für die Röcke und was darunter steckte.  Für Jeff und mich ging es dabei mehr um die Theorie. Unser Freund Daniel hingegen war der Meinung er müsste es ganz schnell ausprobieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was er dann auch tat, häufig tat. Er war plötzlich mehr damit beschäftigt Weiber aufzureißen, als sich für die Schule zu interessieren. Eines Tages sprachen wir ihn auf sein Verhalten an, er war mittlerweile an der Schule zum Weiberheld verkommen. Daniel fragte uns. „Ihr seid doch nicht etwa schwul? Wenn nicht, dann macht es halt eben wie ich. Jede Braut einmal, wenn sie besonders gut ist, ein zweites Mal und dann weg damit.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir betroffen ihm nachstarrten, meinte Jeff. „Wenn er an Susan geht, drehe ich ihm den Hals um.“ Susan? Gab es da etwas, was ich nicht mitbekommen hatte. Ja! Der arme Jeff war total verliebt in Susan. Sie war seine Heilige und seine Einzige. Die zarte Rose und das duftende Jasmin. Ich befürchtete das Schlimmste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider behielt ich recht. Manche Zungen behaupteten er hat sie gegen ihren Willen genommen. Auf jeden Fall hatte er die Rose zerbrochen. Jeff erzählte mir erst an der Beerdigung von Susan, was wirklich passiert war. Ab diesem Tage war Daniel für mich im Grunde gestorben, nein, noch viel schlimmer, meine jugendliche Unschuld war dahin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Susan hatte sich bei Jeff ausgeheult. Dieser Bastard von Daniel hatte die Kleine geschwängert und danach mit einem supercoolen Spruch in die Wüste geschickt. „Du Schlampe hättest aufpassen müssen, außerdem mag ich keine mit einem Bauch.“ Susan war bis ins Mark tödlich getroffen. Da half auch der Trost durch Jeff wenig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Spätnachmittag ging es wie ein Lauffeuer durch den Ort Walthamstow. „Susan hat sich auf dem Dachboden erhängt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grausam sind der Menschentriebe zu spielen mit Gefühlen. Allzu oft sie damit verursachen große Qual und Leid. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte keine sechs Monate und die Eltern von Susan verstarben. Meine Mutter meinte, die armen Leutchen hätten den tragischen Tod ihrer einzigen Tochter nicht überwunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später machte mich Mary an. „Willst du eigentlich nur zugucken oder auch irgendetwas dagegen unternehmen? Daniel muss für seine Tat büßen!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeff blies in dasselbe Horn. Ich musste hoch und heilig am Grab von Susan versprechen, dass wir für die Gräber der Toten sorgen und der Tag kommen werde an dem Daniel für seine Tat büßen würde. Natürlich tat ich dies und wie so oft im Leben würde auch dieser Schwur gebrochen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Das war ein gewaltiger Irrtum, dieser Schwur war mächtig und hielt bis zum heutigen Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bahnten uns den Weg in die Welt der Erwachsenen. Jeff wurde Automechaniker mit einer eigenen Werkstatt in einem Hinterhof, wie es eben typisch ist für englische Verhältnisse. Ich wurde Volontär bei einer Zeitung und später Redakteur einer Boulevardzeitung. Kathleen wurde Häusermaklerin und Mary übernahm den Pub ihrer Eltern. Wir wurden demnach ganz normale Menschen bis auf Daniel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wurde natürlich Banker und Börsenhändler und wahrscheinlich der größte Frauenheld Londons. Jeff nahm ihm diesen Lebenswandel schwer Übel, vor allem weil er überall immer die große Fresse riskierte. Es nutzte auch wenig, wenn er Lokalrunden schmiss, er blieb in unserer Welt kein beliebter Mensch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel wusste es und es war ihm ganz egal. Er kam einfach in unser Pub, spielte uns den großen erfolgreichen Banker und Mann von Welt vor. Manche Armleuchter glaubten seine Sprüche, nur Mary glaubte ihm kein Wort. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lächelte nur und sagte. „Daniel, du bist ein Spieler, Betrüger, Abzocker und ein Liebhaber bist du schon gar nicht!“ Daniel wurde dann verlegen, ein zartes Rouge legte sich auf seine Wangen und er hielt tatsächlich die Klappe. Was wusste Mary, dass wir nicht wussten? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sollte noch einige Zeit dauern, bis sie es mir erzählte. In der Zwischenzeit schien London nur noch aus Bankern zu bestehen und Leuten, die Kohle hatten. Jeff meinte, ihm sei dies egal, er verdiene für sich genug Geld. Und die Liebe? Und die Frauen? Es war ein Teufelskreis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeff wollte keine und ich traute mich nicht. Warum? Nun, ich bildete mir ein, es wäre unfair gegenüber dem Freund plötzlich eine Frau zu haben. Wir waren allerdings nicht alleine mit unserem Problem, auch Kathleen und Mary hatten keine Beziehungen. Manchmal geht, das Schicksal eben merkwürdige Wege und was rein zufällig aussah, war Notwendigkeit für die Zukunft. Wer von uns vier Menschen dachte aber an eine solche Möglichkeit? Keiner!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wende brachte ein Freitagabend. Jeff und ich spielten gerade Billard als Mary zu uns kam und meinte. „Vor der Türe steht eine Dame, die hat ein Problem mit ihrem Wagen. Jeff helfe ihr doch bitte.“ Jeff sah mürrisch vom Billardtisch herüber. „Die Werkstatt ist geschlossen! Die soll sich halt einen Abschleppwagen kommen lassen. Außerdem fahre ich gleich wie jedes Wochenende zum Angeln.“ Mary sah mich flehentlich an. Ich bat ihn. „Jeff, tue Mary den Gefallen, helfe der Frau.“ Jeff legte den Queue beiseite und meinte nur. „Ihr zwei seit einfach eine verschworene Bande!“ Ich sah ihn an diesem Abend nicht mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mary hingegen ging zum Angriff über. „Du fährst bestimmt wie an jedem Wochenende nach Schottland.“ Ich nickte. „Hast du dort eine Freundin?“ Ich nickte und dann kam der Gummiknüppel. „Lüge mich nicht an, du fährst nicht nach Schottland und Jeff auch nicht zum Angeln. Ihr verkriecht euch jedes Wochenende in euren Wohnungen und glaubt der Rest der Welt wäre blind. Ich hätte eine gute Idee für dich, wie wäre es, wenn du zur Abwechslung bei mir bleibst, ich zeige dir dann schon die Bergwelt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jener Nacht erkundete ich ihre Venushügel, danach waren eigentlich alle Unklarheiten beseitigt. Ich erfuhr aber auch den Grund, weshalb Daniel immer schwieg, wenn Mary ihm ein paar Worte sagte. Es war wohl seine größte Schmach gewesen, dass bei Mary ihn seine männliche Größe im Stich gelassen hatte. Wir fragten uns außerdem, weshalb wir solange gebraucht, hatten uns zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Während ich das Wochenende auf Glückswolken verbrachte, hatte auch mein Freund Jeff den großen Glückstreffer. Seine Dame hieß Kathleen. Ein halbes Jahr später gab es unsere gemeinsame Doppelhochzeit. Wir hatten endlich unser persönliches Glück und die Liebe gefunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte nicht lange und Daniel tauchte wieder auf. An einem Donnerstagabend stand er plötzlich im Pub und schwafelte von großen Geschäften mit unermesslichen Renditen, nur man müsse schnell sein. Pst, mehr sage er nicht. Wir alle hätten doch noch Geld auf der Kante. Mary gab ihm die passende Antwort. Er spielte einen Mister sehr beleidigt. Schließlich jonglierte er doch so mit den Milliarden. Die passende Antwort gab ihm Jeff. „Wenn du schon mit Milliarden jonglierst, benötigst du unsere paar Kröten nicht. Ich sage dir noch etwas, du bist schneller tot, als du denkst!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daniel verließ den Pub und wir hatten ihn an diesem Abend tatsächlich zum letzten Mal lebend gesehen. Der nächste Tag, ein Freitag, wurde ein schwarzer Freitag, düstere Wolken am Finanzhimmel und haufenweise schlechte Nachrichten. Die erste Information betraf den alten Mister Brown, es hieß, er habe sich in seinem Büro in seiner Bank erschossen. Ich wusste sofort, diese schlechte Nachricht hatte mit Daniel zu tun. Einige Stunden später berichteten alle Medienkanäle über das Ausmaß einer gigantischen Pleite in Finanzkreisen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen mehrere Personen. Es hatte einen weiteren Todesfall gegeben, ein Börsenmakler hatte sich erhängt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Friedhof hat der Regen nachgelassen. Ich halte meine Mary im Arm und Jeff hält die Hand seiner Kathleen. Wir haben uns zu dem Grab auf der gegenüberliegenden Seite umgedreht. Mary sagt. „Findet ihr das nicht irgendwie unheimlich, der Mistkerl liegt genau gegenüber dem Grab von Susan.“ &lt;br /&gt;Jeff grinst. „Das finde ich vollkommen gerecht, er soll genau hinsehen. Das Mädchen, Daniel, hast du auf dem Gewissen, du allein. Jeden Tag, an dem du auf diesem Friedhof liegst, sollst du daran erinnert werden.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathleen stupst ihn an. „Ich denke es ist langsam Schluss mit dieser Geschichte. Wusstet ihr eigentlich, wenn sich ein Mann erhängt, soll er noch eine Erektion haben.“ &lt;br /&gt;Jeff ereifert sich. „ Das heißt doch nicht etwa ...?“ &lt;br /&gt;Ich lege meine Hand auf seine rechte Schulter und sage beruhigend. „Lass es gut sein, Jeff. Es ist endlich vorbei. Wir sollten endlich die Vergangenheit ruhen lassen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mary nickt zustimmend. „Kennt ihr den Spruch: Hochmut kommt vor dem Fall! Unrecht gedeiht nicht gut! Was wollen wir mehr, Daniel war der Erfolgreichste von uns, aber sein Glanz hielt nicht. Am Ende hat er alles verloren. Wir sind zwar kleine Leute geblieben aber uns geht es doch gut.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen den Friedhof, gehen endlich in unsere eigene Zukunft, viel zu lange hat uns die Vergangenheit festgehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, Schriftsteller&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;weitere Texte von Bernard Bonvivant finden Sie:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://menschen-schicksale-leben.blogspot.com/"&gt;Menschen-Schicksale-Leben&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-3222327023894528544?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/3222327023894528544/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/fieber-der-leidenschaft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3222327023894528544'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3222327023894528544'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/fieber-der-leidenschaft.html' title='Fieber der Leidenschaft'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-7404614708750458524</id><published>2010-09-11T00:10:00.000-07:00</published><updated>2010-09-11T00:15:45.204-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Moment'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Königing'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blüte'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Augenblick'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Diva'/><title type='text'>Rose</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Rose&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Rose, rosarot,&lt;br /&gt;so wunderbar zart.&lt;br /&gt;Mit Tropfen benetzt,&lt;br /&gt;ein Moment so schön.&lt;br /&gt;Die Königin der Blüten,&lt;br /&gt;bezaubernd und edel,&lt;br /&gt;welch große Diva,&lt;br /&gt;so meine Auge sie nie sah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203/"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, Schriftsteller&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-7404614708750458524?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/7404614708750458524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/rose.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7404614708750458524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/7404614708750458524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/rose.html' title='Rose'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-8640567634711099912</id><published>2010-09-05T02:11:00.000-07:00</published><updated>2010-09-05T02:14:01.953-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bank. Pazifik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='sun'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gold'/><title type='text'>Die golden Sonne Kaliforniens</title><content type='html'>Die goldene Sonne Kaliforniens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kam 1823 als Gustav Friedrich von Freyenhausen zur Welt. Früh schon hielten meine Eltern mich für einen Taugenichts. Ich hatte viele Ideen in meinem Kopf doch leider passten sie nicht zu meinem Stande. Im Jahre 1843 hatte mein werter Vater endlich die Schnauze voll von mir. Er buchte ohne mein Wissen eine Schiffspassage in die neue Welt, verfrachtete mich zum Kai. Versehen mit einer bemerkenswerten Abfindung sollte ich mein Glück in der neuen Welt suchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar hatte der alte Herr doch Gewissensbisse seinen zweiten Sohn so einfach in die Welt zu werfen. Zu meiner Schande musste ich eingestehen, es hatte mich nicht im Geringsten gereut zu gehen. Mein alter Herr hatte es dennoch für notwendig gehalten, mich nach Kalifornien zu einem alten Freund zu schicken. Der werte Herr hatte einen Zeitungsverlag in San Francisco. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war bei meiner Ankunft ein wenig enttäuscht, San Francisco hatte nicht einmal 1.000 Seelen zu bieten. Das Amüsement war eher bescheiden und die Damen auch nicht gerade die erste Wahl. In meinem Hotelzimmer waren die Wanzen und es war keineswegs als sauber zu bezeichnen. War ich etwa in der Welt des Teufels gelandet? Nein! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sollte noch viel schlimmer kommen, doch dies wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. So begab ich mich zu meinem Antrittsbesuch bei diesem Verleger. Ich hatte eigentlich eher den Müßiggang und die Lasterhaftigkeit auf meine Fahne geschrieben. Leider musste ich gleich bei meinem Gespräch mit dem werten Verleger einem Schweizer feststellen, mein alter Herr versuchte, diesem Drang einen Riegel vorzubauen. Das Ansinnen an mich war keineswegs unverschämt, ich sollte als Redakteur arbeiten und zusammen mit einem Fotografen vernünftige Artikel für die Zeitungen in Europa erarbeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fotograf hieß Maurice Chevalier und war wie der Name schon andeutete Franzose. Dieser Umstand machte ihn mir gleich sympathisch, ein Franzose verstand zu leben. Ich sollte noch lernen, dass es Unterschiede gibt in der Auffassung, wie man lebte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um es kurz zu machen, ich nahm die Herausforderung an. Mein größter Wunsch war es diesem Hotel zu entkommen und so musste ich mir dringend eine standesgemäße Unterkunft suchen. Es sollte sich in meinem Leben ein neues Dach finden auf eine äußerst originelle Art. Während ich wieder einmal enttäuscht von einer möglichen Wohnstätte zurück zu meinem Hotel lief, war das Schicksal an meiner Seite. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst roch ich ein angenehmes Parfüm und dann nahmen meine Augen eine Dame wahr. Ja, sie war eine Dame vom Kopf bis zum Fuß. Was ich noch sah, waren zwei Flegel, die sicher nichts Gutes im Sinn hatten. Sie hielten die Dame an und versuchten Ihr den Weg zu versperren, dabei machten sie sehr eindeutige Angebote. Ein Mann mit Ehre und Anstand kann solches Treiben nicht tatenlos geschehen lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stellte mich den Herren vor und bat sie die Dame in Ruhe zu lassen. Es gelang mir dem ersten Schlag auszuweichen und dann stürzte sich einer der beiden Flegel auf mich. Es kam zu einer wilden Rauferei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterdessen wollte der zweite Flegel der Dame unter den Rock fassen. Solches hätte er besser gelassen. Das nachfolgende Ereignis gereichte einer Dame zum Ruf als Miss Unnahbar. Die Dame trat ihn an seine empfindlichste Stelle und schlug ihm mit ihrer rechten Faust an die Schläfe. Der Bursche fiel wie ein Sack zu Boden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Kumpel ließ von mir ab und starrte überrascht auf den am Boden liegenden Freund. Eine Frauenstimme sagte laut und deutlich. „Wenn diese üblen Burschen nicht Land gewinnen, dann schieße ich euch die Männlichkeit ab!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hielt einen Revolver in der Hand und das Funkeln ihrer Augen und die Zornesröte in ihrem Gesicht, fand zumindest ich einfach nur toll. Eine Menschenmenge hatte sich mittlerweile gebildet und klatschte Beifall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Miss Maureen hatte sich Respekt verschafft und nicht nur solches, die Männer ließen sie ab diesem Tage in Ruhe. Während die Menschenmenge sich auflöste und ich aus dem Dreck der Straße auferstand, überkam mich ein gewisses Gefühl der Scham. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich klopfte an meiner Kleidung den Staub ab, dann sah ich wie die Dame mich musterte. Verlegen suchte ich dem Blick auszuweichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Herr von Freyenhausen macht es ihnen Spaß sich wie ein Schwein im Dreck zu wälzen?“ Es waren Peitschenhiebe und sie trafen bis auf das Knochenmark. Woher kannte sie meinen Namen? Sie winkte mich herbei, wie einen Lakai. „Folgen sie mir, immerhin ist eine Reinigung von Nöten.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich folgte ihr in ein echtes Haus aus Steinen gemauert, ein herrschaftliches Gebäude. Eine schwarze Perle sah mich kopfschüttelnd an. „Miss Maureen, soll der etwa?“ &lt;br /&gt;Die Dame blickte sie streng an. „Ja! Der soll und ich möchte keine weiteren Kommentare hören. Herr von Freyenhausen hat schließlich für meine Ehre gekämpft.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Ich wurde in eine Badewanne gesteckt, es war das schönste Gefühl seit meiner Abreise aus Europa, wenn ich etwas vermisst hatte; dann war es die geeignete Badestelle. Ich kleidete mich in neue saubere Kleidung. Woher sie kam, war mir in diesem Moment unwichtig. Einige Zeit später führte mich die schwarze Perle in den Salon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maureen Ó Cinnéide war die Tochter eines angesehenen Bankers mit irischen Wurzeln. Während ich ihre Schönheit bewunderte, reichte ihr Vater mir die Hand. Ich war so gefangen von diesem Anblick, dass ich dabei meine Umwelt vergessen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir speisten zu Abend und Mister  Ó Cinnéide fand die Konversation mit mir  sehr angenehm. Bei einem Glas Whisky vor dem Kamin nahm ich die Einladung in seinem Haus zu wohnen dankend an. Diese Entscheidung war wohl die Klügste in meinem ganzen Leben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich meine zarten Bande zu Maureen webte, brach um uns herum die Hölle los. Innerhalb von nur 2 Jahren wuchs unser San Francisco um das 25-fache. Das Zauberwort hieß Gold. Die Menschen stürmten unsere Stadt und die Kaufleute erhöhten die Preise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maurice Chevalier und meine Schreibkunst standen plötzlich hoch im Kurs. Unsere Berichte über den Goldrausch fanden reißenden Absatz. Erstaunlich war dabei, kein einziger Verlag fragte uns, wie es uns möglich war, so viele Nachrichten in die Welt hinauszuposaunen. Alle Welt war nur noch fasziniert von dem glitzernden Gold. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bank von Mister  Ó Cinnéide wurde über Nacht zur mächtigsten Bank des Südens Amerikas.  Das Leben hatte aber auch Schattenseiten zu bieten, in den Jahren 1849 bis 1851 brannte San Francisco insgesamt sechs Mal ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na ja, nicht die ganze Stadt, aber die ganzen Holzhäuser und die dichtgedrängten Armenbehausungen schon.  Maurice und ich hatten uns derweil so in die Arbeit gestürzt und begonnen die Welt mit Nachrichten zu versorgen, wir merkten nicht einmal mehr, wie die Zeit verflog. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lediglich Maureen erinnerte mich an ein anderes Leben. Maureen hatte es plötzlich unheimlich eilig aus San Francisco zu ziehen. Sie bestand auf die Ehe und ein Haus außerhalb der Stadt. Zugegeben die Ehe war überfällig, nur mit dem Bau eines Hauses außerhalb der Stadt zögerte ich noch. Diese Frau kannte kein Erbarmen, alle meine Einwände wurden von ihr in der Luft zerpflückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende kam es, wie es kommen musste, wir bauten ein neues Haus weit von San Francisco weg. Wir zogen sozusagen auf das Land. Der Alte Ó Cinnéide fand es gut. Mein Freund und Partner Maurice fand es schlecht. Er wollte nicht weg von seiner Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nächte voller Abenteuer und ständig in den Armen anderer Frauen, hatten ihm die Syphilis beschert. Nun war ich voller Dankbarkeit, Liebe und Wärme für jene Frau, die mir dieses Schicksal erspart hatte. Ich trug Maureen auf Händen, es war mir schlagartig bewusst geworden, welches großartige und einzigartige Geschöpf ich an meiner Seite hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wohnten jetzt auf dem Land und in der Stadt breiteten sich immer mehr die Flöhe und Ratten aus. Die Hygiene war in der schnellwachsenden Stadt kein Thema mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie goldrichtig die Entscheidung meiner Frau war, wurde uns im Winter des Jahres 1851 vor Augen geführt. Ein Schreckgespenst hatte die Stadt ergriffen, die Cholera. Der Tod zog durch die Straßen und machte reichlich Beute. Er verschonte auch meinen Freund Maurice nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Des einen Leid ist des anderen Freud. An diesem Spruch stimmt vieles, während ein Großteil der Bevölkerung in Kalifornien verstarb, ging es uns blendend. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Frau gebar vier Kinder und ich hatte endlich beschlossen, anständig zu werden. Ich war in der Bank meines Schwiegervaters zum stellvertretenden Präsidenten aufgestiegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere große Zeit kam erst. Wir bauten nun unsere Bank, das Bankhaus Ó Cinnéide &amp; von Freyenhausen zu einer der mächtigsten Banken der Welt. Wir beteiligten uns an Minengesellschaften, Eisenbahnen und Fabrikationen. Die Nähe zum Pazifik brachte uns ebenso auf die Idee, uns eine Schiffsflotte zu zulegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wurden wir ohne selbst nach Gold gesucht zu haben dennoch Gewinner des Goldrausches in Kalifornien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Schriftsteller&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, Germany&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-8640567634711099912?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/8640567634711099912/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/die-golden-sonne-kaliforniens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8640567634711099912'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8640567634711099912'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/die-golden-sonne-kaliforniens.html' title='Die golden Sonne Kaliforniens'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-6261578442728613873</id><published>2010-09-04T08:40:00.000-07:00</published><updated>2010-09-04T08:45:46.902-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben; Traum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bernard Bonvivant'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Biarritz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Rose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Effetto Venezia'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='London'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eifersucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Livorno'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Toskana'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lifestyle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Chantal meine Rose</title><content type='html'>Chantal meine Rose&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geschah an einem normalen Samstagnachmittag, an einem ganz gewöhnlichen Tag Ende Juli. Ich hatte immer geglaubt wir wären anders, besser in der Beziehung als diese ganzen Zeitreisenden. Ich dachte unsere Beziehung hält ein Leben. War wohl ein großer Irrtum.&lt;br /&gt;Ich hatte Chantal als junge Studentin kennengelernt, sie war aus Biarritz, das liegt an der französischen Atlantikküste, nach Deutschland gekommen. &lt;br /&gt;Wir hatten uns gleich heftig ineinander verliebt. Wir schwebten auf Wolken und trotz unserer bescheidenen Verhältnisse lebten wir wie die Fürsten.&lt;br /&gt;Chantal konnte kochen, sie zelebrierte geradezu die größten Menüs auf unseren bescheidenen Tisch.&lt;br /&gt;Ich verdiente mir während des Studiums mein Geld mit Taxi fahren und Pizza ausliefern.&lt;br /&gt;Meine Chantal hingegen schlug sich immer erfolgreicher als Fotografin durch die Gegend.&lt;br /&gt;Eines Tages eröffnete sie mir, das Studium ist vorbei. Jetzt arbeite sie nur noch als Fotografin. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, ich konnte sie mir eigentlich nie so richtig als Anwältin vorstellen.&lt;br /&gt;Ihre Fotos erschienen bald auf den wichtigsten Zeitschriften der Welt. Sie hatte es geschafft, damit sahen wir uns nur noch selten. In manchen Jahren sogar nur alle drei, vier Wochen und in ganz schlechten Jahren, auf dem Flugplatz, während wir entgegengesetzt eincheckten.&lt;br /&gt;Wir haben trotzdem geheiratet, und wie mir schien, waren wir sogar dreißig Jahre glücklich. Bis zu diesem Samstagnachmittag!&lt;br /&gt;Vielleicht sollte ich diesen Tag ganz aus dem Leben streichen. Würde dies etwas ändern? Sicher nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Chantal kam in mein Arbeitszimmer und setzte sich vorsichtig in den Sessel. Leise sagte sie.&lt;br /&gt;„Harald ich muss mit dir reden.“&lt;br /&gt;Ich blickte von meinem Buchmanuskript hinüber zum Sessel, aus dem mich eine bleiche Chantal ansah.&lt;br /&gt;„Was gibt es meine Rose? Du siehst blass aus.“&lt;br /&gt;„Ja, ich fühle mich nicht wohl. Ich fliege Morgen nach Tokio und mache Aufnahmen für einen Automobilkonzern. Auf dem Rückflug lande ich in London. Ich werde wohl für einige Zeit in London bleiben.“&lt;br /&gt;Solche Offenbarungen aus dem Munde meiner Frau war ich gewohnt. Ich verstand nur nicht weshalb sie nicht von London am Wochenende nach Hause kommen wollte. &lt;br /&gt;Schließlich lag London gerade Mal zwei Flugstunden von uns entfernt.&lt;br /&gt;„Du verstehst mich wohl nicht. Ich werde vorerst ganz in London bleiben. Ich habe dafür persönliche Gründe.“&lt;br /&gt;Sie reichte mir ein Foto. Ein junger Mann war darauf zu sehen. Sie nannte seinen Namen und sein Alter, ich habe es nicht gehört und ich wollte es nicht hören.&lt;br /&gt;Mist! Einfach nur Mist! Wie konnte ich nur so naiv sein und glauben wir wären ein ideales Paar. Lächerlich! Wir waren nicht besser oder schlechter, wir waren genauso unfähig, unsere Liebe durch ein Leben zu tragen.&lt;br /&gt;Wer daran die Schuld trägt? Mein Gott, beide und das Leben. Es bleibt nicht, wie es ist, jeder Tag bedeutet Veränderung und jede Veränderung bedeutet Gefahr für die Liebe. Das fiel mir plötzlich wie Schuppen von den Augen.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich hatte ich, der seine Frau immer noch liebte, nicht gemerkt, wie sie sich von mir entfernt hatte.&lt;br /&gt;Schweigend stand ich auf, verließ den Raum und ging nach oben in unser Schlafzimmer.&lt;br /&gt;Zum ersten Mal spürte ich mein Alter, zumindest schaffte ich kaum die Treppenstufen hinauf. Mühsam packte ich drei Koffer und wusste überhaupt nicht, wo meine Reise hinging. Ich war gerade fertig geworden, da stand Chantal in der Tür und fragte mich erstaunt.&lt;br /&gt;„Du packst? Was hast du nun vor?“&lt;br /&gt;Ich blickte sie kurz an und mein Herz blieb fast stehen. Der Schmerz war groß und ich hatte das Gefühl mein Herz begann gerade zu sterben. Ein letztes Mal sogen meine Augen diese Frau auf, das kurze, blonde Haar. Die funkelnden, strahlenden Augen, gleich einem Bergkristallsee an einem wunderschönen Sommerabend. Die zarte Haut mit einem leichten Braunton. Diese Lippen, sie luden geradezu zu einem Kuss ein, stattdessen sagte ich nur einsilbig.&lt;br /&gt;„Ich werde in unser Haus nach Livorno fahren.“&lt;br /&gt;Chantal sah mich vollkommen überrascht an.&lt;br /&gt;„Du willst in die Toskana? Was wird aus dem Haus hier, wenn ich nicht da bin?“&lt;br /&gt;Das war mir vollkommen gleichgültig, überhaupt war mir alles egal geworden. Ich hätte tot umfallen können und damit die einfachste Lösung für alle Beteiligte schaffen können. &lt;br /&gt;Nichts dergleichen geschah, da machte der liebe Gott nicht mit. Das Leben hast du dir eingebrockt, löffele es auch bis zum bitteren Rest aus.&lt;br /&gt;Ich ließ meine völlig überraschte Chantal stehen und ging mit meinen drei Koffern aus dem Schlafzimmer. &lt;br /&gt;In der Garage verstaute ich mein Gepäck im Wagen. Danach fiel mir ein, vielleicht holte ich besser aus dem Vorratskeller noch ein paar Konserven mit.&lt;br /&gt;Ich war mir nicht sicher, inwieweit wir noch Vorräte in unserem Haus in Livorno hatten.&lt;br /&gt;Während ich meinen Proviant in den Kofferraum verstaute, stand Chantal hinter mir.&lt;br /&gt;Kennen sie das Temperament der Frauen aus Südfrankreich?&lt;br /&gt;Die Südländer sind mit deutlich mehr Feuer unter dem Hintern ausgestattet als die Nordländer.&lt;br /&gt;„Was denkst du dir eigentlich? Ich werde dir keine Träne nachweinen! Du hast bestimmt eine Andere!“&lt;br /&gt;Blödsinn, sie hatte doch schon einen Neuen, was sollte der Zirkus jetzt noch.&lt;br /&gt;„Was wirst du in Livorno tun?“&lt;br /&gt;Ich sah ein, ich musste ihr schleunigst eine Antwort geben.&lt;br /&gt;„Ich werde auf die Effetto Venezia gehen, das Fest in dem Viertel hat mir schon immer gut gefallen.“&lt;br /&gt;Chantal schaute mich an.&lt;br /&gt;„Du gehst also auf dieses Fest, stimmt, das ist immer Ende Juli - Anfang August. Tue, was du nicht lassen kannst.“&lt;br /&gt;Sie stemmte demonstrativ ihre Hände in die Hüften und ließ deutlich vernehmbar Luft ab. Das war fast, wie das Zischen einer Schlange, bevor sie zum Biss ansetzte.&lt;br /&gt;„Ich werde mir eine Bordatino mit Polenta gönnen, anschließend nehme ich Triglie alla Livornese mit einer würzigen Tomatensauce. Zum krönenden Abschluss leiste ich mir noch ein, zwei, drei Ponce alla Livornese.“&lt;br /&gt;Chantal lachte mich schallend aus.&lt;br /&gt;„Und anschließend hängst du, dank dem starken Kaffee mit Rum, besoffen in der Ecke rum. Ich gebe dir einen guten Rat, lasse auf alle Fälle deinen Wagen stehen. Italienische Gefängnisse sind keine Erholungsheime.“&lt;br /&gt;Was kümmerte sie sich noch um mein Schicksal. Ich war mir nicht sicher, was ich davon halten sollte.&lt;br /&gt;„Was machst du nun wirklich in Livorno?“&lt;br /&gt;Ich log sie einfach an, damit ich meine Ruhe hatte.&lt;br /&gt;„Ich recherchiere für ein Drehbuch, das Fernsehen will dort unten einen Film über das Leben der Medici drehen. Immerhin stellte für die Florentiner der Hafen von Livorno, einen der wichtigsten Zugangswege zum Meer dar. Ich habe den Auftrag das Buch zum Film zu liefern.“&lt;br /&gt;Chantal sah mich traurig an.&lt;br /&gt;„Dann ist ja alles klar!“&lt;br /&gt;Ich nickte und stieg in meinen Wagen und fuhr an einem späten Samstagnachmittag aus meinem bisherigen Leben davon.&lt;br /&gt;Klar war überhaupt nichts und ich gebe es auch unumwunden zu, ich heulte auf der Autobahn meiner großen Liebe nach. Noch schlimmer, immer wieder starrte mich dieser traurige Blick meiner Frau aus dem Rückspiegel an. Ja, ich liebte diese Frau, noch immer und ich hätte ihr sogar ohne Probleme eine Romanze verziehen. Wir hatten zwar nie über Treue gesprochen, doch für meinen Teil, war ich noch so verliebt in meine Chantal wie am ersten Tag.&lt;br /&gt;Warum kämpfte ich dann nicht?&lt;br /&gt;Ich wollte mir meine Liebe nicht nehmen lassen, besser eine Liebe im Herzen still mit sich tragen, als einen gigantischen Scherbenhaufen zu hinterlassen.&lt;br /&gt;Jeder Kilometer meiner Fahrtstrecke trug mich scheinbar ein Stück weiter von ihr fort.&lt;br /&gt;So fuhr ich an einem Sonntagmorgen in der Frühe, auf den Weg, zu unserem Haus in Livorno.&lt;br /&gt;Im Süden ist das Leben anders, es ist irgendwie leichter. &lt;br /&gt;Ich stieg aus dem Auto aus, ging zur Terrasse unseres Hauses. Das Haus liegt an der Steilküste zwischen Livorno und Quercianella. &lt;br /&gt;Ein herrlicher Blick auf das Meer und die Sonne strahlte an diesem Sonntagmorgen und ich bildete mir ein, mein Leben wäre gut.&lt;br /&gt;Ich packte meine Koffer aus und stellte zu meiner Zufriedenheit fest, unser Vorratskeller war gut bestückt, sogar die Tiefkühltruhe war voll. &lt;br /&gt;Das hätte mir zu denken geben müssen!&lt;br /&gt;Stattdessen nahm ich, was ich brauchte und bereitete mir in der Küche etwas zu essen. Natürlich hatte ich mir eine Flasche Rotwein geöffnet. In dieser Gegend war es der Chianti, von der Sonne verwöhnt, half er über meinen Weltenschmerz hinweg.&lt;br /&gt;Es war mir nicht nach Feiern, es war mir nicht nach saufen; aber irgendwie musste dieses Leben doch weitergehen. &lt;br /&gt;Ich setzte mich auf die Terrasse und würde dort vielleicht auch sterben, ja ich würde für den Rest meines Lebens einfach hier bleiben, sollte mir die Welt dort vor der Tür doch den Buckel hinunterrutschen.&lt;br /&gt;In meinen Laptop hämmerte ich, in den nächsten Tagen und Wochen, die Geschichte von meiner Frau und mir.&lt;br /&gt;Ich sparte keine Details, nicht den Sex im Garten oder in der Flugzeugtoilette. Das wir in den USA fast im Gefängnis gelandet wären, weil wir uns nicht an die Missionarsstellung gehalten hatten. Ich sparte auch nicht die Stelle aus, als wir fast im Parkhaus eines Flughafens erwischt wurden. Ein Leben zwischen Tür und Angel, läuft nun Mal nie ganz normal ab. &lt;br /&gt;Die beste Therapie scheint immer noch die Arbeit zu sein.&lt;br /&gt;Mein Leben aber verdanke ich wohl, Lorenzo und seiner Frau Maria. Die guten Seelen hatten nach dem Haus und dem Garten gesehen und mich dabei schlafend auf dem Terrassentisch vorgefunden.&lt;br /&gt;Maria ist fast erschrocken, so viele leere Flaschen. Sie meckerte, wie ein Mensch nur so unvernünftig sein könne. Ja, ich hatte natürlich den Tag und die Nacht nicht mehr unterschieden. &lt;br /&gt;Wie konnte ich besoffen noch schreiben? &lt;br /&gt;Ich weiß es wirklich nicht! Es waren eine Menge Korrekturen erforderlich, als ich wieder nüchtern war.&lt;br /&gt;Obwohl Maria für mein leibliches Wohl sorgte, mein Herz war tot. Ich liebte immer noch meine Chantal und jeder Tag wurde für mich zu einer neuen Qual. &lt;br /&gt;Ihr Duft schwebte durch den Raum, jede Kleinigkeit erinnerte mich an sie und dann wusste ich plötzlich wieder, warum ich so gesoffen hatte.&lt;br /&gt;Auf unserem Kamin stand das Foto von diesem Milchgesicht! &lt;br /&gt;Ich brachte es nicht über das Herz, dieses Foto gegen die Wand zu schleudern und es in Stücke zu schlagen. &lt;br /&gt;Das kam mir irgendwie nicht gut vor. Ich denke, das versteht keiner; aber ich liebte meine Frau. Ich wollte ihr nicht wehtun.&lt;br /&gt;Es war gut sechs Wochen später und der September brachte die ersten zarten Hinweise auf den nahenden Herbst.&lt;br /&gt;Mein Leben war nicht besser geworden, ich versuchte krampfhaft einen Neuanfang zu finden; aber irgendwie schwebte ich in einem luftleeren Raum. Alle Versuche von der Stelle zu kommen, scheiterten kläglich.&lt;br /&gt;Am Sonntag der dritten Septemberwoche geschah es. Meine Angst vor diesem Zusammentreffen hatte mich die ganze Zeit festgehalten. &lt;br /&gt;Vor mir stand die blühende Rose und ich war die eingehende Primel. &lt;br /&gt;Es war soweit, das Grand Finale unserer Beziehung läutete sich ein. Sie war gekommen und sicher wollte sie die Scheidung. &lt;br /&gt;Ich stand an der hohen Mauer und blickte hinab auf das Meer, während sie in meinem Rücken stand.&lt;br /&gt;„Kriege ich nicht einmal einen Begrüßungskuss nach so langer Zeit?“&lt;br /&gt;Das wagte sie sich, mich zu fragen? Ich traute meinen Ohren nicht, sollte sie sich doch mit ihrem Jüngling abgeben.&lt;br /&gt;Ich drehte mich um ging auf sie zu und gab ihr links und rechts einen zarten Hauch auf die Wange.&lt;br /&gt;Das schmerzte mich nun noch viel mehr, immerhin hat sie eine zarte Haut und sie roch so wunderbar, auch ohne ein Parfüm. Obwohl sie meist einen leichten Hauch von Chanel dezent hinter ihre Ohren legte.&lt;br /&gt;„Was ist eigentlich los mit dir, Harald? Ich verstehe die Welt nicht mehr. Bist du etwa sauer?“&lt;br /&gt;Das war wohl der Gipfel.&lt;br /&gt;„Ich und sauer, keineswegs. Ich gönne dir dein Glück von Herzen! Du hast es dir verdient, meine Rose.“&lt;br /&gt;Chantal setzte sich auf einen der Terrassenstühle schlug die Beine übereinander. Das tat sie immer, wenn sie mich reizen wollte und sie verstand es, mich immer in ihren Bann zu ziehen. Ich war einfach verrückt nach ihr.&lt;br /&gt;„Sonst haben wir erst einmal Sex gehabt nach so langem Entzug. Willst du mich etwa bestrafen?“&lt;br /&gt;Ich war baff, ich war schockiert, ich war erregt.&lt;br /&gt;Tja, es war mir egal und wie. Ich flog auf meine Frau zu und dann küssten wir uns, leidenschaftlich hemmungslos wie immer. Wir rissen uns gegenseitig die Kleider vom Körper und liebten uns auf den Marmorfliesen unserer Terrasse. Es war voller Erregung, Zärtlichkeit und Vertrautheit. Wir verschmolzen miteinander und in ihrer Erregung, zerkratzte sie mir den Rücken.&lt;br /&gt;Anschließend lagen wir nackt nebeneinander auf den Fliesen und starrten in den Himmel.&lt;br /&gt;„Kannst du mir jetzt endlich sagen was los war Harald?“&lt;br /&gt;„Dein jugendlicher Held hat mich leicht aus der Fassung gebracht.“&lt;br /&gt;Chantal kicherte wie ein junges Mädchen.&lt;br /&gt;„He, du bist ja eifersüchtig. Mein Gott, ist das süß. Eine größere Liebeserklärung kannst du mir gar nicht machen.“&lt;br /&gt;Ich schaute sie voller Überraschung an.&lt;br /&gt;Sie zwickte mich in die linke Brust.&lt;br /&gt;„Blödmann! Das war Mark, der Junge auf den ich die ganzen Jahre aufgepasst hatte, nach dem Tod seiner Mutter.&lt;br /&gt;Leider war ich darin nicht so gut, er ist letzte Woche an Aids gestorben.“&lt;br /&gt;Ich schaute meine Frau an.&lt;br /&gt;„Du meinst, es war der Sohn von diesem Modell, Alexandra?“&lt;br /&gt;„Ja, genau der, du Dummerchen. Ach ich liebe dich, du hast aber auch manchmal verrückte Ideen.“&lt;br /&gt;„Chantal?“&lt;br /&gt;„Ja, mein Liebster.“&lt;br /&gt;„Wollen wir nicht endlich einmal einen langen gemeinsamen Urlaub machen.“&lt;br /&gt;„Au fein, was würdest du zu einer Kreuzfahrt um die Welt sagen?“&lt;br /&gt;Ich lachte und gab ihr zärtlich eine Kuss.&lt;br /&gt;„Ich fahre mit dir überall hin, meine Rose.“&lt;br /&gt;Chantal grinste erfreut.&lt;br /&gt;„Im Moment reicht mir die Kreuzfahrt, die habe ich nämlich schon gebucht. Eine ganze Suite für uns allein.“&lt;br /&gt;Ich erhob meinen Oberkörper und stellte fest, aus dieser Position konnte ich nicht das Meer sehen. Damit war die Frage für mich geklärt, wir fuhren um die Welt.&lt;br /&gt;Übrigens das Glück hat uns auch auf dieser Kreuzfahrt nicht verlassen. Wir nehmen uns jetzt endlich die Zeit für unser gemeinsames Leben und es war noch nie so schön und verrückt wie heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;    Autor des Romans &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;« &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;Das Chaos&lt;/a&gt; »&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-6261578442728613873?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/6261578442728613873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/chantal-meine-rose.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/6261578442728613873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/6261578442728613873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/chantal-meine-rose.html' title='Chantal meine Rose'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-1068542454401271609</id><published>2010-09-04T00:35:00.000-07:00</published><updated>2010-09-04T00:39:40.267-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Frisco'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ghirardelli Square'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fisherman‘s Wharf'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pazifik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Happy End'/><title type='text'>Eine Liebe in Frisco</title><content type='html'>Eine Liebe in Frisco&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war an einem 12. Oktober, als ich Deutschland für immer den Rücken kehrte. Meine Entscheidung stand fest und mit ihr auch mein Weg. Ein alter Kumpel aus Kalifornien hatte sich an mich erinnert und behauptete, er schulde mir noch einen Gefallen. Um ehrlich zu sein, ich konnte mich nicht daran erinnern.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Die Idee mir einen Job in Kalifornien anzubieten, ausgerechnet in meiner Lieblingsstadt Frisco war aber so verlockend, dass ich dem Ruf folgte. Mein Freund hatte mir sogar die Greencard besorgt. Im Leben passieren manchmal eben merkwürdige Dinge, am Vortag noch eine Wand voller Hindernisse und am nächsten Tag heiterer Sonnenschein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Lächeln auf den Lippen passierte ich die Kontrollen und begab mich in den Warteraum. Die nächste Zeit verbrachte ich mit der Beobachtung meiner Mitreisenden. Irgendwann wurde der Schalter geöffnet und die Menschen beeilten sich, ihre Sitzplätze zu ergattern. Ich schaute dem Treiben zu und wartete bis zum Schluss. Im Grunde war mir egal, wo ich sitzen würde. Zu meiner großen Überraschung hatte ich aber ohne große Anstrengung einen guten Sitzplatz abbekommen. Ich lief hinter der Herde her und folgte in das Flugzeug. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was dann geschah, dazu gab es später die unterschiedlichsten Versionen, das Ergebnis selbst wurde davon nicht abgeändert. Ich hatte jedenfalls einen Moment nicht aufgepasst und dann hielt ich plötzlich etwas in meinen Armen. Es war weich, zart, duftete angenehm und hatte die schönsten Augen dieser Welt. Wer von uns wen küsste? Wir haben übereinstimmend ausgesagt wir wollten es gemeinsam. So trafen sich unsere Münder und ich wollte nicht mehr loslassen, bis mich eine Hand an meiner Anzugjacke zog. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenblicklich trennten sich unsere Leiber und ich blickte ein wenig verärgert in das Gesicht einer blonden Stewardess, es war Charlotte Hanson. Sie lächelte mich freundlich an und sprach leise. „Ihr zwei Verrückten habt wohl den Verstand verloren. Sie können doch nicht einfach unsere Chefstewardess küssen. Was sollen den die Passagiere denken? Falls so etwas einer mitkriegt und sich beschwert, ist Helen ihren Job los. Verschiebt euer amouröses Abenteuer auf San Fransisco. Wir haben dann 3 Tage frei.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte nicht nur weiche Knie, auf dem Weg zu meinem Platz, ich spürte auch nicht vorhandene Blicke. Helen hingegen verzauberte mich total, sie lachte mich an und jeder unserer Blicke entführte uns tiefer in eine neue betörende Liebe. Während des langen Fluges hielt ich immer wieder Ausschau nach ihr und sie kam auch immer wieder rein zufällig an mir vorbei. Das konnte irgendwie nicht wahr sein, hatte ich doch die feste Absicht mir keine neue Beziehung einzuhandeln. Stattdessen war ich schon wieder mittendrin in einer Geschichte, die am Ende doch wieder nur Schmerzen und bittere Tränen bereithielt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein! Dieses Mal war es anders zumindest glaubte ich es so. Eine Flugstunde vor Frisco stand Helen neben mir und tippte mich an. Sie hielt einen Zettel in der Hand und beugte sich zu mir herab. Am liebsten hätte ich sie geküsst, rechtzeitig gingen aber noch die Warnlampen an. Ich öffnete meine rechte Hand und sie ließ ihre rechte Hand langsam über die Meinige gleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Das war wie Elektrizität, eine unglaubliche Woge an Gefühlen überkam mich. Augenblicke später war Helen schon wieder davon geschwebt. Verstohlen blickte ich mich um, der Typ neben mir schnarchte und die anderen Passagiere hatten diesen Moment ebenso wenig beobachtet. Behutsam nahm ich den Zettel und faltete ihn auseinander. Es war eine genaue Beschreibung  an welcher Stelle am Flughafen der Wagen von Helen stand. Sicherheitshalber hatte sie mir sogar eine Adresse und die Telefonnummer aufgeschrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nickte wissend, die Würfel waren gefallen und einen Ausweg würde ich erst gar nicht suchen. Einige Zeit später setzte die Maschine zur Landung an und wie so oft bei Flügen brandete der Beifall der Passagiere durch das Flugzeug. Ich verließ die Maschine zehn Minuten später. Charlotte Hanson fragte leise. „Und gibt es ein Happy End?“ Ich nickte nur. Sie sagte.„Ich wünsche euch viel Glück.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich machte mich mit meiner Greencard und meinen Koffern auf den Weg in meine neue Heimatstadt. Was soll ich sagen, ich wurde herzlich begrüßt. Die Formalitäten waren innerhalb kurzer Zeit erledigt und ich stand sehr schnell vor den Türen des Airports. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nahm meinen Zettel aus der Jackentasche, er roch nach ihrem Parfüm. Helen hatte mir extra eine kleine Zeichnung gemacht, damit ich mich auch nicht verlaufen konnte. Irgendwie war ich eine Viertelstunde später richtig stolz auf mich. Es war mir gelungen das Fahrzeug zu finden doch von Helen fehlte jede Spur. Ich stellte meine Koffer ab und wartete. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir, und bevor ich sie sah, roch ich ihr Parfüm. Ein Lächeln von ihr und ich schmolz dahin, wie Eis in der Sommerhitze. Wir nahmen uns in den Arm und küssten uns, während hinter uns ein paar Leute in die Hände klatschten. Es waren Charlotte Hanson, Der Flugkapitän Richard King und der Copilot Jeff Brown. Richard King reichte mir die Hand. „Ich habe keine Ahnung und ich weiß auch nicht das Geringste, das bedeutet, es wird auch keine Meldung geben. Wenn Sie mir aber meine Helen unglücklich machen, dann steige ich ihnen persönlich auf das Dach. Ich hoffe Sie haben mich verstanden.“ Der Mann meinte es gut und dafür dankte ich ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Helen wohnte in einer schönen Wohnung nahe Fisherman‘s Wharf.  Das gefiel mir gleich, ich liebe dieses Viertel, die Nähe zur sauberen Bay, die vielen Verkaufstellen an denen Fische und Meeresfrüchte verkauft werden. Der Geruch des Wassers und nicht zu vergessen Ghirardelli Square, die alte Schokoladenfabrik. Ich hatte hier schon so manche Stunde gesessen bei einem Kaffee und der Musik gelauscht. Das waren schon einzigartige Momente, wenn eine Band aus der Karibik Reggae Feeling verströmte und es passte. Das Wetter, die Laune und vor allem die Einstellung. „Take it easy“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An jenem Tag hatten Helen und ich aber sicher keine Augen für die Schönheiten dieses Viertels, wir hatten ausschließlich Augen nur für uns. Wir erkundeten uns, betörten und berauschten uns, brachten Gefühle und Zärtlichkeit zum Ausdruck. Ich konnte mich nicht erinnern jemals in meinem Leben so ein Glück empfunden zu haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag erkundigte sich Helen vorsichtig, wie ich mir mein weiteres Leben vorstellen würde. Ich könnte durchaus, wenn ich wollte, eine Zeit bei ihr wohnen. Die Wohnung war groß, sie bot durchaus die Möglichkeit, für zwei Personen, ohne Probleme darin zu wohnen. Kurz entschlossen sagte ich ja und wir wussten es war ein Ja zum Leben und zur Liebe. Wir verbrachten den Samstag und den Sonntag miteinander. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montagmorgen brachte ich meine Liebe zum Flughafen. Mein Weg führte mich anschließend zu Jacob Simon, sein Büro lag im Stadtteil Soma. In diesem Teil der Stadt lagen die Galerien und wurden Geschäfte der Künstler abgewickelt. Jacob freute sich, mich endlich zu sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich dachte, du besuchst uns am Wochenende, stattdessen warst du nicht einmal in deinem Hotel anzutreffen. Wo bist du bloß abgeblieben?“ „Jacob, es hat mich voll erwischt, ich bin mitten in einem Liebeshoch.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacob schlug die Hände zusammen. „Ach du Scheiße! Bist du blöd, das kannst du doch nicht machen. Bist du Schriftsteller und kein Casanova! Habe ich dir eine gute Partie ausgesucht, eine echte Dame mit viel Geld.“ „Du hast, was?“ „Ja, hörst du richtig, habe ich gespielt den Kuppler. Musst du werden groß und reich, glücklich sein in den Armen einer Frau wird nicht reichen. Du bist in Amerika, da musst du anders denken.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nickte, solches war mir zwar bekannt, doch gegen die wahre Liebe ist nun einmal kein Kraut gewachsen. Ich erzählte ihm meine ganze Geschichte. Während meines Vortrages wurden seine Sorgenfalten immer länger. Das wunderte mich nicht, wie sollte auch ein so anständiger Mensch, wie er es nun einmal war, einen temperamentvollen Freigeist wie mich verstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Lunch waren wir mit meinem neuen Auftraggeber einem der bekanntesten Fernsehproduzenten der Welt verabredet. Entsprechend dem Anlass trafen wir ihn im besten Lokal der Stadt in Chinatown.  Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal hier diniert mit einem Menschen der in meinem Leben einst eine große Rolle gespielt hatte. Leider war er vor einigen Jahren verstorben und ich musste zu geben, einen Mäzen oder Sponsor zu finden war schon immer schwer und in der Kunst der Worte noch schwerer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Restaurant war ein guter Ort, wir wurden uns handelseinig und ich mit einem Schlag endgültig alle finanziellen Sorgen erst einmal los. Ich war mittendrin im Puls des Business und mit einer festen Serie und einem Job als Ideenfinder vorerst in einer sicheren Zone. Jacob Simon war sehr zufrieden, nur das Thema mit der von ihm ausgewählten Dame, da musste noch eine Lösung her. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ließ mir in den nächsten beiden Tagen keine Ruhe und so gab ich nach, traf mich mit der Dame zum Lunch, ging mit ihr spazieren und besuchte Galerien. Eine weitere Annäherung gab es aber nicht und ich erzählte es meiner Helen am Telefon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Diese Entscheidung war weniger klug, Helen bekam die Nachricht wohl in den falschen Hals. An dem Wochenende hatte ich jedenfalls schon den ersten Scherbenhaufen zu kitten, doch es gelang mir mit Engelszungen und sehr sorgfältig gewählten Worten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wolken über unserem Liebesglück verzogen sich und die Sonne beschien unser Glück. Der Winter kam und auch der Frühling zog ins Land, der Erfolg war auf meiner Seite. Es war mir sowohl der gesellschaftliche Aufstieg wie auch die feste Beziehung gelungen. Im Sommer wurde Helen immer stiller. An einem schönen Sommerabend saßen wir in einem Fischrestaurant am Pier. Ich sah dem Treiben im Wasser zu, den Faulpelzen auf den Felsen und den kreischenden Seemöwen und hielt dabei die Hand von Helen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War es der Augenblick, der Zauber jenes Abends, Helen sprach plötzlich über ihre Ängste und Sorgen. Ich sah in ihre Augen und mir wurde bewusst es war etwas sehr wichtiges. Meine kleine Fee hatte plötzlich Angst vor dem Fliegen, erzählte von Alpträumen und einem Absturz ihres Flugzeuges. Sie erzählte von Leichen und dem Geruch von Kerosin, den im Wasser umhertreibenden Wrackteilen. Es war so real, ich gebe zu, ich war geschockt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstand ihre Bedenken und am liebsten hätte ich sie nicht mehr in ein Flugzeug gelassen. Es gab ein klärendes Gespräch mit der Airline und Helen wurde zum Bodenpersonal versetzt. Sie durfte sogar in San Francisco bleiben und darüber freuten wir uns wie die Kinder. Im Gegenzug wechselte ihre alte Freundin, Susan Miller, zurück in die Kabine. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Susan hatte ihren Mann verloren, er war tödlich verunglückt bei einem Fallschirmabsprung. Helen war überglücklich, sie lebte geradezu wieder auf. Plötzlich war wieder auf ihrem Gesicht, das Strahlen und der liebevolle Blick zu sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hingegen verstand nicht so ganz, was dieser Tausch sollte. Susan hatte zwei kleine Kinder, für die wir jetzt sorgten. Helen hingegen entwickelte sich immer mehr zur Glucke. Ich trug es mit Fassung. Wir bezogen ein Haus in Sausalito. Ich suchte in der ganzen Geschichte einen Haken, doch ich fand ihn vorerst nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Septembernachmittag kam die Wende. Deborah, die vierjährige Tochter von Susan, kam mit ihrer Puppe im Arm in mein Arbeitszimmer marschiert. Sie blieb vor mir stehen, schaute mich mit großen fragenden Augen an. Ich hörte mit meiner Arbeit am Computer auf, es waren sowieso nur noch ein paar Kleinigkeiten zu ändern in meinem Manuskript. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Deborah, was gibt es? Wenn du dich so vor mir aufbaust, dann hast du meistens eine Menge Fragen an mich.“ Die Kleine nickte mit dem Kopf. „Gibt es einen Himmel? Ich meine, wo meine Mama doch tot ist, die wird doch sicher ein Engel, der auf mich aufpasst.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschüttert sah ich auf die Kleine herab. „Wie kommst du auf die Idee, deine Mutter wäre tot? Deine Mama ist mit dem Flugzeug unterwegs.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mädchen legte ihre Puppe auf meinen Schreibtisch. „Ich weiß es, ich habe es gesehen. Mama ist tot, das Flugzeug ist abgestürzt. Mama hat mir auch gesagt zu Hause liegt ein Brief für euch. Ich denke wir sollten ihn holen. Mama hat gesagt ihr werdet uns adoptieren.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Momente im Leben, die einen geradezu zur Sprachlosigkeit verdammen, selbst ein hartgesottener Autor bleibt dann still. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte und ich wusste nicht, wie ich es ausdrücken sollte. Helen war gerade vom Flughafen gekommen und hatte in der Tür stehend das Gespräch mitbekommen. Sie sprach in die Stille. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich weiß Deborah, wir werden das Schreiben abholen. Es ist etwas Schreckliches passiert!“ Sie nahm die Kleine auf den Arm, verließ wortlos das Haus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schüttelte den Kopf, starrte hinaus auf den Pazifik. Meine kleinen grauen Hirnzellen weigerten sich, dieses Drama verstehen zu wollen. Es schien als wären Stunden vergangen, in Wirklichkeit waren es nur 120 Minuten. Während ich noch die Antwort auf dem Pazifik suchte, hielt mir Helen den Brief unter die Nase. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich las ihn zweimal und sicherheitshalber noch ein drittes Mal. Wie konnte ein Mensch wissen, wann er starb? Susan beschrieb ihre Vorahnung, dass sie bewusst mit Helen getauscht hatte. Sie hatte sich gewünscht zu ihrem toten Mann zu gelangen. Diesen Tod hatte sie einfach nicht verkraftet. Ihre beiden Kinder wusste sie bei ihrer Freundin Helen in besten Händen. Wir sollten den Kindern eines Tages dieses Drama erklären. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ließ den Brief sinken und mir wurde schlagartig bewusst, welches große Glück Helen gehabt hatte. Auf der Trauerfeier für die Toten Mitglieder der Crew war meine Überraschung riesengroß. Ich traf auf Charlotte Hanson, den Flugkapitän Richard King und den Copiloten Jeff Brown, alle diese Personen hatten sich bereits seit einigen Wochen in schwersten persönlichen Krisen befunden, weshalb sie ihren Dienst nicht antraten. Sie wurden von den gleichen Alpträumen verfolgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wussten, so etwas passte in kein normales Erklärungsmuster, Psychologen würden die unterschiedlichsten Begründungen finden, doch für uns alle spielte dies keine Rolle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helen und ich haben geheiratet. Wir haben die beiden Kinder von Susan adoptiert. Wir leben immer noch glücklich in unserem Haus in Sausalito. Wir treffen uns regelmäßig mit den anderen Überlebenden des Katastrophenfluges, deren Glück darin bestand, der eigenen Intuition gefolgt zu sein. Charlotte Hanson wohnt mittlerweile in unserer Nachbarschaft und Richard King lebt auf einem Hausboot. Jeff Brown lebt mit seinem Freund in unserer alten Wohnung  nahe Fisherman‘s Wharf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragt uns einer, wo die Liebe liegt, dann antworten wir in Frisco. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, Schriftsteller, Germany&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Autor des Romans &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;"Das Chaos"&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-1068542454401271609?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/1068542454401271609/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/eine-liebe-in-frisco.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1068542454401271609'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1068542454401271609'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/09/eine-liebe-in-frisco.html' title='Eine Liebe in Frisco'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-199207849302040778</id><published>2010-08-31T10:33:00.000-07:00</published><updated>2010-08-31T10:35:18.226-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Freude'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Herz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kummer'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Charme'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Augenblick'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sonne'/><title type='text'>Der Sonnenschein</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Der Sonnenschein&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Wonne,&lt;br /&gt;diese kleine Sonne.&lt;br /&gt;Gibt Charme dem Leben,&lt;br /&gt;verwöhnt die Reben.&lt;br /&gt;Der Seele ein Segen,&lt;br /&gt;vertreibt den Regen.&lt;br /&gt;Der Strahl tief reicht,&lt;br /&gt;der Kummer weicht.&lt;br /&gt;Das Gemüt ist heiter,&lt;br /&gt;die Sicht weist weiter.&lt;br /&gt;So könnte es ewig blühen,&lt;br /&gt;das Herz in Freude glühen.&lt;br /&gt;Den Augenblick fassen,&lt;br /&gt;nicht mehr los lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-199207849302040778?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/199207849302040778/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/der-sonnenschein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/199207849302040778'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/199207849302040778'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/der-sonnenschein.html' title='Der Sonnenschein'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-3028993809277149295</id><published>2010-08-30T10:29:00.000-07:00</published><updated>2010-08-30T10:33:10.774-07:00</updated><title type='text'>Pariser Schlossdiebe stehlen Liebesbeweise!</title><content type='html'>Pariser Schlossdiebe stehlen Liebesbeweise!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paris ist bekanntlich die Stadt der Liebe. Irgendwann, niemand weiß genau wann und das passt zu Paris, hat ein Paar wohl den ersten Schritt getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mundpropaganda spricht davon, dass die Ersten die Italiener waren. Naja, das passt auch zu Amore wie die Faust auf das Auge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In unserem Fall ist der Platz des Liebesbeweises die Seine Brücke Ponts des Arts. Hier werden die Schlösser aufgehängt, auf den neben den Vornamen allerlei andere Gravuren angebracht werden. Das ist ein ganz klares Ritual. Erst wird das Vorhängeschloss besorgt, dann wird entweder eingeritzt oder graviert danach wird das Schloss an das Geländer gehängt und der Schlüssel der Seine übergeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Dieses Ritual soll die ewige Liebe beschwören.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Bräuche gibt es auf der ganzen Welt, da wird in Bäume und Parkbänke munter geritzt oder Münzen in Brunnen geworfen; aber die Seine Brücke Ponts des Arts, das ist schon etwas ganz besonderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Liebesbeweise tragen überwiegend das Datum 2010 und dafür gibt es einen guten Grund, nämlich unsere Faust auf das Auge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob es sich wirklich um einen verärgerten Ex-Freund oder eher doch die Schrotthändler gehandelt hat, sei dahingestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand weiß es genau und keiner hat es gesehen, womit es zur Legende wird.&lt;br /&gt;In einer Nacht des Monates März 2010 werden über 2.000 Schlösser geknackt und entwendet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt niemand war dabei, keiner hat es gesehen, der Schlösser Klau aber ist bedauerlicherweise Fakt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Empörung in Paris ist groß.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie kann jemand so unromantisch sein und das auch noch an der Seine?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf keinen Fall lassen sich die Liebenden so einfach ihre Brücke nehmen und ihre Schlösser schon überhaupt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit diesem Vorfall hat die Zahl der Schlösser an der Brücke einen enormen Anstieg erfahren. Das ist eine Form des Protests der Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Paris ist eine Reise wert nicht nur der Liebe wegen, nein, auch die Liebesschlösser sind eine Besichtigung wert. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;© &lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-3028993809277149295?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/3028993809277149295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/pariser-schlossdiebe-stehlen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3028993809277149295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/3028993809277149295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/pariser-schlossdiebe-stehlen.html' title='Pariser Schlossdiebe stehlen Liebesbeweise!'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-1376600852312280706</id><published>2010-08-29T01:51:00.000-07:00</published><updated>2010-08-29T01:59:22.411-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glück'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zukunft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gefühle'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Leidenschaft'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Love'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Das Glück wohnt überall</title><content type='html'>Das Glück wohnt überall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze auf einer Bank in der U-Bahnstation. Die U1 fährt &lt;br /&gt;ein, doch ich bleibe sitzen. In meinem Inneren toben sich Gefühle aus, denen gegenüber ich machtlos bin. Seit ich weiß, Angelika mich die ganze Zeit betrogen, ist meine Welt nur noch Schutt und Asche. Ausgerechnet der eigene Kollege steigt mit der ins Bett und ich Trottel merke es nicht einmal. Wer wohl davon alles weiß? &lt;br /&gt;Keine Frage, die ganze Firma! Hinter meinem Rücken tuscheln sie, grinsen mir hämisch in mein Gesicht. Nie wieder eine Rothaarige! Nie wieder eine Frau! &lt;br /&gt;Ich starre auf die Werbung an der gegenüberliegenden gekachelten Wand der Station.&lt;br /&gt;Jeden Morgen lasse ich so mehrere U1 an mir vorüberziehen, um dann irgendwann einzusteigen. Die Folgen sind klar und deutlich, jeden Morgen zu spät am Arbeitsplatz. Ich könnte kotzen, wenn ich die Fresse von dem Typ sehe. &lt;br /&gt;Der Kerl sagt doch zu mir. „ Sieh es sportlich, der bessere Hengst gewinnt.“&lt;br /&gt;An dem Morgen hätte ich ihn am liebsten zu Kleinholz verarbeitet. Warum ich es nicht tue? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein Feigling, jawohl ein Feigling. Mein ganzes Leben bin ich solchen fiesen Ärschen aus dem Weg gegangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll ich tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die U1 fährt ein und mir ist bewusst, die muss ich auf jeden Fall nehmen. Eine Hand legt sich auf meine Schulter. Ich blicke auf die neben mir stehende Person. Eine junge Frau um die dreißig, sie strahlt mich förmlich mit ihrem Lächeln an.&lt;br /&gt;„Jetzt wird es aber Zeit, schließlich kann man nicht jeden Tag zu spät kommen. Nicht wegen einer Frau, die schon mit der halben Firma geschlafen hat.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die was?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sie haben schon richtig gehört. Die hat sie nach Strich und Faden betrogen und sie armer Mensch haben es nicht einmal bemerkt. Die wird auch nicht bei dem Neuen bleiben. Die nicht! Außerdem kriegt der richtig Ärger, wenn der Alte das rauskriegt.“ &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ich schaue sie verblüfft an. „Der etwa auch?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja, der steht auf Domina hat sie selbst gesagt. Wir müssen los, das ist unsere letzte Chance noch in der Kernzeit anzukommen.“ &lt;br /&gt;Ich stehe auf und gehe wie in Trance zu den offenen Türen des Zuges. Die junge Frau folgt mir und stellt sich neben mich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Und wer sind sie?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie lächelt mich schon wieder an. &lt;br /&gt;„Das wissen sie nicht? Wundert mich eigentlich nicht, sie übersehen mich ständig.“ &lt;br /&gt;„Ich muss doch wohl bitten. Im Haus grüße ich jeden Menschen; nur manche erwidern den Gruß nicht mehr.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau streicht sich durch ihr langes blondes Haar, einem Engel gleich. &lt;br /&gt;„Das ist doch nicht verwunderlich, so wie sie sich von diesem Biest verschaukeln lassen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Denken sie etwa, ich bin schuld?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Zumindest hätten sie Konsequenzen ziehen sollen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich? Das ist jawohl die Höhe! Ich bin Mitte vierzig, glauben sie etwa ich finde so von heute auf morgen einen neuen Job.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die junge Frau lacht laut auf. &lt;br /&gt;„Das habe ich nicht so gemeint. Warum wohnt Angelika noch in ihrer Wohnung?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ringe förmlich nach Luft. &lt;br /&gt;„Wohnen ist gut, die kommt doch fast nicht mehr vorbei.“ &lt;br /&gt;„Eben, da hätte ich ihr die Koffer vor die Tür gestellt. Es ist doch ihre Wohnung?“ &lt;br /&gt;„Natürlich ist es meine Wohnung!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Warum haben sie es nicht getan?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das geht zu weit! Ich habe immer noch geglaubt sie kommt zurück.“ &lt;br /&gt;Die junge Frau streicht mit ihrer Hand über meinen linken Oberarm, besser gesagt meinen Mantel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sie armer, armer Irrer. Gehen sie zum Chef und verlangen sie versetzt zu werden.“ &lt;br /&gt;Ich schaue sie ungläubig an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich soll was? Das geht doch nicht!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mann, zeigen sie endlich einmal Biss, beweisen sie ihre Stärke. Drohen sie mit Kündigung, falls er nicht bereit ist, sie zu versetzen. Übrigens dieser Wolfgang hat ganz schöne Scheiße gebaut, ich sage nur Spesenbetrug. Er hat ein Wochenende mit Angelika als Geschäftsreise abgerechnet.“ Ich bin verblüfft, der traut sich allerhand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So blöd kann er nicht sein.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Es geht hier nicht um blöd sein. Er ist einfach nur zu leichtsinnig und selbstsicher, dieser arrogante Fatzke.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich kann es nicht fassen! Wie heißen sie eigentlich?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mit der Frage habe ich in diesem Leben nicht mehr gerechnet. Ich heiße Anna Liebermann.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was? Dann sind sie die neue rechte Hand vom Chef!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Zeigen sie einfach Mal nur ihre Beißerchen, der Rest erledigt sich von selbst.“ &lt;br /&gt;Wir steigen an der U-Bahnstation City aus und gehen gemeinsam zu unseren Arbeitsplätzen. Das bleibt natürlich den wachsamen Augen nicht verborgen. Die beiden Frauen am Empfang tuscheln, ich kann jedes Wort mithören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ist dir schon aufgefallen, die Liebermann kommt neuerdings immer mit dieser Flasche von Harald Hübschen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was die wohl an der Null findet?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem Büro ist es nicht anders. Der Fiesling grinst mich unverschämt an. &lt;br /&gt;„Na schönen Abend gehabt, so allein in der Wohnung. Ich habe gestern am Abend gemütlich drei Nummern geschoben.“ Ich hänge meinen Mantel an die Gardarobe, setze mich an meinen Schreibtisch und beachte den Kerl nicht. Das Lästermaul kann es trotzdem nicht lassen, erzählt Einzelheiten aus seinem Frauenverwöhnprogramm. Irgendwann stehe ich auf und gehe mir am Kaffeeautomaten einen Kaffee besorgen. Natürlich treffe ich dort auf die Rothaarige, in meinem grenzenlosen Frust teile ich meine Entscheidung mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Übrigens Angelika, du kannst deine Koffer abholen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie dreht sich zu mir um, schaut mich entrüstet an. &lt;br /&gt;„Du wagst es dich meine Koffer vor die Tür zu stellen! Weißt du kleines Arschloch eigentlich wer ich bin?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ja, du bist die Frau, die ich mir gerne in meinem Leben erspart hätte.“ &lt;br /&gt;Anna die gerade zur Tür hereinkommt, lächelt zuckersüß. Angelika bemerkt dazu nur. &lt;br /&gt;„Dir dummen Gans vergeht hier in diesem Laden auch noch das Lachen. Ich werde hier die Chefin!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna sagt trocken. &lt;br /&gt;„Das glaube ich kaum, der Posten ist bereits vergeben.“ Angelika verzieht ihr Gesicht zu einer grässlichen Fratze, donnert wie ein ICE davon. Ich stehe im Raum, schaue Anna an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich denke, du hast dir gerade eine Todfeindin geschaffen.“ Sie schließt den Kühlschrank dreht sich um. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Heute ist der Tag an dem bei dir die Wunder geschehen. Ich hatte kaum in diesem Leben mehr damit gerechnet, dass wir uns duzen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin betroffen, habe die Grenze des Anstandes überschritten. Wie kann ich sie einfach nur so duzen.  Ein sehr bedauerliches Missgeschick. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Tut mir leid, ich habe mich daneben benommen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wieso? Was glaubst du, wie lange ich schon darauf warte von dir beachtet zu werden?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das habe ich so noch nicht gesehen, die ist doch zu jung für mich. &lt;br /&gt;„Ich denke wir haben doch einen gewissen Altersunterschied zu beachten.“ &lt;br /&gt;Ehe ich mich versehe, steht sie vor mir, küsst mich mitten auf den Mund. Und was tue ich? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erwidere natürlich den Kuss. Das kann sicher noch heiter werden. Dieser kleine Anlass wird bestimmt gleich wieder über alle Klatschkanäle laufen. Hat uns jemand gesehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An meinem Schreibtisch versuche ich mich wieder zu sammeln. Die Situation ist keineswegs ideal, insbesondere will ich nicht, dass Anna zum Gerede der Belegschaft wird. Ich male auf meiner Schreibtischunterlage eine Menge Unsinn. Das hilft, irgendwann ist mein Entschluss gefasst. Ich werde kündigen! Nur Mut, am einfachsten ist es gleich zur Tat zu schreiten. Ich gehe zu Willibald Fröhlich, dem Hauptgesellschafter, dem Chef, in diesem Laden. Das Vorzimmer ist leer, so gehe ich direkt in sein Büro. Er lächelt mich freundlich an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Na Harald, wo drückt der Schuh? Endlich zur Besinnung gekommen? Ich hoffe du hast diese Angelika endlich vor die Tür gesetzt. Diese Frau taugt nicht viel für ein gemeinsames Leben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setze mich in den Sessel vor seinem Schreibtisch. &lt;br /&gt;„Ich bin gekommen um zu kündigen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Du willst was?“&lt;br /&gt;Der Chef scheint überrascht zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich kündige!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willibald Fröhlich schaut zum Fenster hinaus. &lt;br /&gt;„Das geht nicht mein Lieber, ich habe andere Pläne mit dir vorgesehen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich halte es nicht mehr aus mit diesem Wolfgang Groß in einem Büro.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Chef schaut mit einem Schmunzeln auf den Lippen herüber.&lt;br /&gt;„Das habe ich schon kommen sehen. Du bekommst das Büro nebenan.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wie nebenan? Das ist doch ein Geschäftsführerbüro!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hast du etwa damit ein Problem?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das ist schön und gut, nur da gibt es noch eine andere Frau. Sie heißt Anna und arbeitet hier, die will ich nicht zum Gesprächsstoff der Mitarbeiter machen. Übrigens laut Gerüchten soll Wolfgang Groß bei seinen Spesenabrechnungen betrogen haben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willibald Fröhlich schaut nach einem Schreiben auf seinem Schreibtisch und  lacht laut auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das mein Lieber erklärt mir sehr viel. Du weißt überhaupt noch nicht welchen großen Dienst du mir erwiesen hast. Die Kündigung habe ich noch nicht angenommen. Wir reden noch einmal darüber, ich schlage vor, bei einem Abendessen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Abendessen?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Richtig, heute um 19.00 Uhr, in den Elsässer Stuben.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Warum nicht in einem unserer Stammrestaurants?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Harald, ich habe meine Gründe. Wir sehen uns also am Abend und sei bitte zur Abwechslung einmal pünktlich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verlasse das Büro und denke so bei mir, sehr merkwürdig.&lt;br /&gt;Er bietet mir ein Büro neben seinem an, ein Abendessen. Das sieht wahrlich nicht nach Kündigung aus. Die arme Anna würde hier keine ruhige Minute mehr haben, sobald Angelika eine Beziehung mit mir feststellen würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zu meinem Büro begegnet mir Wolfgang. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mache mir Platz, ich habe einen wichtigen Termin beim Chef.“ &lt;br /&gt;Wenige Augenblicke später stürmt Angelika an mir vorbei. &lt;br /&gt;„Na du Flasche, ich werde jetzt hier Chefin.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna treffe ich im Aufenthaltsraum, sie hat sich einen Joghurt aus dem Kühlschrank genommen. Ihr Lächeln zaubert meine düsteren Gedanken weg, mit einmal schwebe ich durch einen hellerleuchteten, warmen Raum. In diesem Moment treffen sich unsere Lippen zu unserem zweiten Kuss an diesem Morgen. Augenblicke später, für mich sind das eher Stunden, erzähle ich ihr von meiner Kündigung. Sie reagiert für meine Begriffe sehr besonnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Harald, mache dir keine Sorgen, im Leben kommen manchmal die tollsten Überraschungen vor. Wir schaffen es gemeinsam, davon bin ich felsenfest überzeugt.“&lt;br /&gt;An meinem Schreibtisch bewundere ich diese schöne Frau, die mit soviel Hoffnung und Power durch das Leben geht. Wo ist bloß meine Zuversicht und meine Lebensfreude geblieben? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich spüre, wie sie langsam zurückkehrt, das Glück wohnt überall. Du musst es nur sehen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am wenigsten möchte ich meinen Kollegen sehen. Dieser Wunsch wird mir für den Rest des Tages erfüllt. Ich muss noch öfters in einige andere Büroräume, nur Angelika ist auch nirgends zu sehen. Insofern ist es für mich ein gelungener Arbeitstag. Ich lache und scherze wieder, gewinne von Minute zu Minute wieder an verloren geglaubtem Boden zurück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergnügt trete ich mit der U-Bahn meine Heimfahrt an. In meiner Wohnung erwartet mich die nächste angenehme Überraschung, die Rothaarige hat das Feld geräumt. Den Wohnungsschlüssel hat sie artig auf die Kommode in der Diele gelegt. &lt;br /&gt;Ich setze mich in mein Wohnzimmer und atme befreit auf, so als sei eine schwere Last endlich von meinen Schultern genommen worden. Dabei schießt ein Gedanke durch meinen Kopf: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Anna!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Freude und Tatendrang gehe ich unter meine Dusche, kleide mich anschließend für das Abendessen an. Auf dem Weg zu dem Restaurant fällt mir ein: &lt;br /&gt;„Ich habe nicht einmal ihre Adresse erfragt, noch ihre Handynummer. Wie dumm von mir. Das werde ich gleich Morgen in Ordnung bringen. Überhaupt, warum soll ich kündigen, sollen doch diese beiden Störenfriede gehen. Können die nicht vielleicht sogar gekündigt werden? Nein, so grausam bin ich auch wieder nicht. Das könnte sehr schnell als Rache ausgelegt werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Restaurant liegt in einer Seitengasse und ich verlaufe mich prompt. Ein älteres Ehepaar zeigt mir den richtigen Weg. Dank dieser Hilfsbereitschaft treffe ich noch pünktlich in dem Restaurant ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willibald Fröhlich sitzt bereits an einem Tisch, winkt mir zu, dabei blickt er auf seine Armbanduhr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Alle Achtung, der Harald ist wieder zuverlässig und pünktlich.“ &lt;br /&gt;Ich lege meinen Mantel ab, setze mich an den Tisch. &lt;br /&gt;„Ich war doch immer zuverlässig und pünktlich.“ &lt;br /&gt;Der Boss lächelt amüsiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Lassen wir die letzte beschissene Zeit außen vor, dann stimmt diese Aussage sogar. Ich denke, ich sollte nicht päpstlicher sein, als der Papst. Außerdem habe ich auch einiges an Fehlern gemacht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Worte aus dem Munde des großen Chefs erstaunen mich doch sehr. Ein Blick über den Tisch sagt mir, wir sind zu dritt. Willibald sieht genau meinen fragenden Blick. &lt;br /&gt;„Ja, unsere neue Geschäftsführerin kommt ebenfalls zum Essen. Aus diesem Grunde habe ich auch dieses Restaurant gewählt. Es wird noch früh genug publik werden.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am liebsten würde ich jetzt unter den Tisch kriechen. Neue Geschäftsführerin? Hat dieses Luder es also doch hingekriegt. Diesen Triumph will sie sich wohl nicht entgehen lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das war zu erwarten gewesen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willibald nickt freundlich. &lt;br /&gt;„Ja das war es. Ich möchte, dass du Sie unterstützt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, ich habe mich verhört. Diese Worte muss ich erst einmal verdauen.&lt;br /&gt;„Ich? Du weißt schon wie ich zu ihr stehe?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Natürlich und ich denke ihr packt es gemeinsam. Sie ist jedenfalls fest davon überzeugt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann heiter werden, Angelika und ich. Mein Gott, er muss doch wissen, dieser Deal geht in die Hose. Ich merke bereits das Adrenalin in meinem Blut und dann rieche ich noch einen mir seit diesem Tag vertrauten Geruch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein zarter Parfümnebel setzt meine Gefühle in Wallung. Das kann nicht sein, vielleicht ist es nur eine Sinnestäuschung. Willibald schaut mich besorgt an. &lt;br /&gt;„Ist dir schlecht?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein! Ich bin nur leicht verwirrt.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wegen Anna?“   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Anna? Wieso eigentlich Anna?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jetzt sage bloß nicht Angelika wäre dir an der Stelle angenehmer.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein! Ich bin nur überrascht.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna genießt diesen Moment, setzt sich an den Tisch. Ihr Lächeln vertreibt alle meine Ängste. Das ist der Moment indem ich wieder anfange auf Wolken zu schweben. In meinem Bauch macht sich ein Heer voller Schmetterlinge zu schaffen. Anna gibt Willibald einen Kuss links und rechts auf die Wange. Ich bekomme den dritten Kuss für diesen Tag auf den Mund. Während ich noch ihre Lippen auf den meinen wähne, höre ich ihre Worte in weiter Ferne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Papa, habt ihr schon von den Veränderungen gesprochen.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; „Papa? Wieso  Papa?” &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna kneift mich in die Seite. &lt;br /&gt;„Das ist mein Vater! Sag bloß du hast das nicht gewusst?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nein!“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Willibald Fröhlich amüsiert sich köstlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Na, dann Anna, ist er auch nicht hinter deiner Mitgift her. Ich glaube, ich muss ihn aufklären. Ich habe Wolfgang Groß und unserer Angelika fristlos gekündigt. Groß hat in der Tat Spesenbetrug begangen, geglaubt er würde nie auffallen. Er war sich einfach nur zu sicher. Angelika hat mein Vertrauen missbraucht, sie hat Firmengelder auf ein Konto in Luxemburg abgezweigt. Die Anzeige gegen sie läuft bereits. Anna Liebermann ist meine Tochter aus der Beziehung mit ihrer Mutter Gerda. Ich habe sie damals als leibliche Tochter anerkannt. Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen, hat studiert und wird jetzt meine Nachfolgerin. Harald, du wirst zweiter Geschäftsführer. Am Ende erlebe ich vielleicht noch eure Hochzeit. Ich werde in der Zukunft meinen Lebensabend an einem sonnigen Ort verbringen. Was sagst du jetzt?“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich, ich bin sprachlos, meine Hand sucht die Hand von Anna. Glücklich halten wir uns aneinander fest, trunken von unseren Gefühlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen noch keine bessere Zukunft in Sicht, am Abend bin ich mitten im Glück. Das Glück wohnt halt überall und ich hätte es doch fast übersehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;© &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;a href="http://person.yasni.de/bernard+bonvivant+25203"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;, Schriftsteller, Germany&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Autor des Romans &lt;a href="http://i2h.de/apR8"&gt;"Das Chaos"&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-1376600852312280706?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/1376600852312280706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/das-gluck-wohnt-uberall.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1376600852312280706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/1376600852312280706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/das-gluck-wohnt-uberall.html' title='Das Glück wohnt überall'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-2980869124161105706</id><published>2010-08-29T01:43:00.000-07:00</published><updated>2010-08-29T01:47:07.869-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chemie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gipfel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Idee'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Triebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chemiecocktail'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Neid'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hiebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Treue'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Liebe: alles Nix! Oder was?</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Liebe: alles nix! Oder was?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rede ist natürlich von der Liebe&lt;br /&gt;und dann gibt es auch gleich Hiebe.&lt;br /&gt;Liebe kommt vom Herzen, aus dem Bauch.&lt;br /&gt;Verwirrter Sinn benebelt von zartem Hauch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Chemiker sagt dazu ganz gelassen:&lt;br /&gt;Das sind primitive Schlüsselreize&lt;br /&gt;aus einem angeborenen Urzeitprogramm.&lt;br /&gt;Die Evolution findet solches biologisch sinnvoll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wird so langsam klar: Es ist der Botenstoff!&lt;br /&gt;Gedopt wird auch dabei mit Dopamin.&lt;br /&gt;Liebe ist also gedopter Leistungssport,&lt;br /&gt;im Verbund mit einem Chemiecocktail?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gipfel aber ist doch wahrlich die Idee,&lt;br /&gt;mittels Chemie die ewige Treue einzuführen.&lt;br /&gt;Können die uns Menschen nicht leiden,&lt;br /&gt;oder tun sie uns die Liebe nur neiden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;© &lt;a href="http://"&gt;Bernard Bonvivant&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-2980869124161105706?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/2980869124161105706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/liebe-alles-nix-oder-was.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2980869124161105706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/2980869124161105706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/liebe-alles-nix-oder-was.html' title='Liebe: alles Nix! Oder was?'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-1611221193792477765.post-8350168358399777954</id><published>2010-08-29T00:45:00.000-07:00</published><updated>2010-08-29T00:45:22.680-07:00</updated><title type='text'>Die Wildschweine erobern die Menschenwelt, Bernard Bonvivant - präsentiert von autorenweb.de</title><content type='html'>&lt;a href="https://autorenweb.de/abfrage_texte.php3?id=13524"&gt;Die Wildschweine erobern die Menschenwelt, Bernard Bonvivant - präsentiert von autorenweb.de&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/1611221193792477765-8350168358399777954?l=liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='https://autorenweb.de/abfrage_texte.php3?id=13524' title='Die Wildschweine erobern die Menschenwelt, Bernard Bonvivant - präsentiert von autorenweb.de'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/feeds/8350168358399777954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/die-wildschweine-erobern-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8350168358399777954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/1611221193792477765/posts/default/8350168358399777954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://liebe-leidenschaft-glueck.blogspot.com/2010/08/die-wildschweine-erobern-die.html' title='Die Wildschweine erobern die Menschenwelt, Bernard Bonvivant - präsentiert von autorenweb.de'/><author><name>Bernard Bonvivant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07640679740699171485</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='33' height='20' src='http://4.bp.blogspot.com/_QCi_LLRvsg0/Skcfq8fX-0I/AAAAAAAAACE/3aS1NZHBYS4/S220/BB.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
